Test Majoras Mask 3D - Neue Farben, alte Töne

Neue Farben, frische Formen

Guter 3D-Effekt, höhere Auflösung, neu gestaltetes Menü mit zeitgemäßer Bedienung - an und für sich schon valide Punkte, die eine Neuauflage für unterwegs rechtfertigen. Doch auch die **Zeichentrick-Grafik* hat eine mittelschwere und halbwegs obligatorische Generalüberholung abbekommen, die dem neuen Majora's Mask gut zu Gesicht steht.

Satte Farben, feinere Texturen. Majora's Mask erstrahlt in neuem Glanz.Satte Farben, feinere Texturen. Majora's Mask erstrahlt in neuem Glanz.

Gänzlich neu gestaltete Figuren, Hintergründe und Texturen solltet ihr aber nicht erwarten. In ihren Grundzügen ist die grafische Gestaltung noch immer die, die aus dem N64-Original bekannt ist. Allerdings erkennt ihr vor allem am jungen Link, dass Nintendo hier Feinarbeit geleistet hat. Dünne Linien wirken anders als im Original nicht mehr verschwommen, Bewegungsabläufe wirken flüssiger, Texturen feiner. Gerade die klobigen und kantigen Figuren, die man aus N64-Spielen kennt, präsentieren sich nun runder und natürlicher. Scheinbar kommen hier doch neue Polygonmodelle zum Einsatz.

Die Bildwiederholungsrate ist ebenfalls höher. Das dezente Ruckeln des Originals ist hiermit passé. Auch die Farben wirken kräftiger, ohne dabei den düsteren Grundtenor des Spiels zu ignorieren. Alles in allem zeigt die Überarbeitung viel Fingerspitzengefühl und reicht nach, was nicht unbedingt nötig war, aber dennoch eine Verbesserung darstellt. Gleichzeitig übertreiben es die Gestalter nicht und überladen das Spiel mit Grafik-Firlefanz.

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Alte Töne, ehrwürdige Musik

Die Tonspur des Originals hingegen ist unverändert. Zelda-typisch erwartet euch keine Sprachausgabe. Stimmen beschränken sich auf Laute der Verwunderung, Anstrengung, des Erschreckens und so weiter. Im Kampf gibt Link kurze Schreie von sich, ohne jemals ein richtiges Wort zu formulieren. Das ist kein Beinbruch. Ebenso wenig wie die musikalische Begleitung. Wenngleich eine orchestrale Neuinterpretation wünschenswert gewesen wäre.

Aber eine gute Komposition kann so schnell nichts umwerfen. Die Melodien in Majora's Mask enthalten das in Ocarina of Time etablierte Thema in verschiedenen Variationen, unterstreichen die Atmosphäre durch eingängige Melodien und sind zu jedem Zeitpunkt passend, undaufdringlich und verfügen über einen hohen Wiedererkennungswert. Der eingangs erwähnte Vergleich mit einem gereiften Wein trifft auf die Musik auf jeden Fall zu.

Auch die restliche Geräuschkulisse ist in altbekannter Form vorhanden. Schwertstreiche, Feuerbälle, krachende Felsen ... Das alles habt ihr genau so schon auf dem N64 gehört. Die Toneffekte mögen vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas hölzern klingen und hätten vielleicht auch eine Überarbeitung vertragen. Jedoch fallen sie niemals unangenehm auf und tragen sogar zum nostalgischen Gesamteindruck durchaus positiv bei.

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Tags: Eiji Aonuma   Fantasy   Singleplayer   Shigeru Miyamoto   Remake  

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