Test Ori and the Blind Forest - Düstere Verwandtschaft und einzigartige Details

Erkundungsdrang und düstere Verwandtschaft

Und noch einmal: Ori and the Blind Forest ist spielerisch ein Gedicht. Nicht nur das Bewegungs-Repertoire von Ori sondern auch die Spielwelt selbst bleibt unterhaltsam. Von Schema F ist nirgends eine Spur.

Oftmals ist das Gelände gefährlicher als die Gegner.Oftmals ist das Gelände gefährlicher als die Gegner.

Die Spielwelt wirkt organisch, der richtige Weg ist nicht immer offensichtlich. Oftmals gibt es nicht einmal den einen richtigen Weg, sondern mehrere, gleichberechtigt sinnvolle Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen. Das lädt zu Erkundungen ein und fördert die Neugier.

Dieses Video zu Ori and the Blind Forest schon gesehen?

Wie auch in der Geschichte, gibt es auch in der Spielmechanik Licht und Schatten, wobei der Schatten nicht aus Kritik besteht. Vielmehr dreht es sich bei diesem Vergleich um einen Kontrast. Dieser entsteht durch ein unterschiedliches Ausmaß in dem ihr gefordert werdet. Das Tempo sowie die Schwierigkeit variieren von Zeit zu Zeit. Es gibt drei Schlüsselszenen im Spiel, in denen Ori schnell fliehen muss. Diese können schon einmal für ordentlichen Frust sorgen, denn sie verzeihen selbst kleine Fehler nicht.

Der Vergleich mag mittlerweile phrasenhaft wirken, doch gibt es hier eine gewisse Parallele zu Dark Souls. So fordernd und schwierig manche Passagen sind, so groß ist das anschließende Glücksgefühl.

Macht euch also darauf gefasst, häufig den digitalen Löffel abzugeben - häufiger als die niedliche Grafik des Spiels es vermuten lässt.

Einzigartige Details

Ein lebendiges Gemälde - selbst nach stundenlangem Grübeln gibt es wohl keinen Ausdruck, der besser beschreibt, wie Ori and the Blind Forest aussieht. Die Elemente des Spiels fügt sich nahtlos und stimmig in das Gesamtbild ein.

Eine fantasievolle Darstellung der Natur.Eine fantasievolle Darstellung der Natur.

Dabei erinnert die Optik ein wenig an klassische Disney-Zeichentrickfilme, in denen Statisches einem Öl-Gemälde gleicht während die Figuren comichaft daherkommen. Optisch kommt dem wohl Rayman Legends am nächsten, das Onkel Jo im Test zu Recht als "das beste Spiel für die neuen Konsolen" bezeichnet hatte.

Ohne eines davon als schlechter oder besser zu bewerten, geht Ori and the Blind Forest einen Schritt weiter. Die Spielwelt wirkt natürlicher. Wie die Entwickler verraten, liegt das daran, dass keine Grafik im Spiel zweimal auftaucht. Jeder Ort im Spiel ist einzigartig. Selbst Kleinigkeiten, wie beispielsweise ein kleiner Pilz auf einem Baumstumpf, wurden individuell gezeichnet und nicht kopiert. Bei der Größe dieser Spielwelt durchaus eine reife Leistung.

Für optische Tiefe sorgen verschiedene Ebenen. Hinter der Spielebene erscheint nicht direkt der Hintergrund, sondern weitere Stücke der Landschaft. Ebenso in Richtung des Zuschauers. Besonders Guma, eine Figur, die euch hin und wieder beobachtet, sorgt für Stimmung wenn ihre Schemen euch kurzzeitig den Blick auf die Spielwelt nehmen.

Weiter mit: Von Perfektion und Wermutstropfen

Tags: Onkel Jo   Singleplayer  

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