Test Oceanhorn - Uncharted Seas - Nicht nur Zelda, sondern auch Rollenspiel

Erfahrungspunkte und Zauberei

Wie im Alltag eines jeden Helden werfen sich euch Dutzende kleinere Gegner vor die Klinge. Die Kämpfe erfordern starken Gebrauch eures Schilds, denn willkürliches Schwert-Gefuchtel bringt euch nur den sicheren Tod ... mit immerhin angenehm frustfreien Rücksetzpunkten. Dadurch, dass Schützen Ausdauer verbraucht, bringt nur der gezielte Einsatz den gewünschten Erfolg.

Das Bogenschießen ist ohne Anvisieren gar nicht so einfach.Das Bogenschießen ist ohne Anvisieren gar nicht so einfach.

Das Motivierende an den Kämpfen ist der Erhalt von Erfahrungspunkten. Mal ehrlich, was gibt es Besseres als Erfahrungspunkte? Damit einhergeht, dass ihr in der Stufe aufsteigen könnt - es gibt dann zwar keine den Status verbessernde Veränderungen, dafür aber solche Boni wie eine größere Bombentasche, mehr Ausdauer oder Gold.

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Mit ausreichend Gold stöbert ihr im zugegeben eingeschränkten Sortiment des Warenhändlers und deckt euch mit Tränken oder Bomben ein - vielleicht spart ihr aber auch für den verlockenden Herz-Container. Immerhin ist die Inflationsrate nicht so hoch, wie in den Zelda-Spielen, sodass die 150 Goldmünzen für ein Mana auffüllendes Elixier schon schmerzt.

Erfahrungspunkte gibt es übrigens auch für das Bewältigen kleiner Ansporn-Aufgaben, wie das Töten bestimmter Gegner oder das Lesen von Schildern. Welche Aufgaben es gibt, könnt ihr im Menü nachlesen - auf jeder Insel werden euch diesbezüglich drei Aufgaben angezeigt.

Eine nette Alternative zu Bomben und Pfeilen sind die Zaubersprüche, mit denen ihr sowohl kämpft als auch Rätsel löst. Neben Feuer- und Eiszauber gibt es einen Objektzauber, mit dem ihr Gegner mit zufallsgenerierten Objekten bombardiert oder - wer hätte das gedacht - Schalter in sonst unerreichbarer Ferne umlegt. Blöd nur, dass sich die Mana-Leiste ziemlich schnell leert, denn Mana-Tränke sind wie gesagt teuer.

Klangvolle Namen

Die Grafik von Oceanhorn ist ein Hybrid aus Wind Waker, A Link Between Worlds und ein bisschen Minecraft. In der Breite sind die Landschaften zwar nicht sonderlich vielfältig, dafür aber charmant.

Mit einem Luftschiff bereist ihr später sogar eine Insel im Himmel.Mit einem Luftschiff bereist ihr später sogar eine Insel im Himmel.

Weniger schön sind einige hakelige und starre Animationen (besonders bei großen Gegnern). Technisch ist Oceanhorn also nicht immer einwandfrei. Objekte hängen in der Luft, hier und da könnt ihr durch Hindernisse laufen und Bomben aktivieren Schalter, die eigentlich anders funktionieren. In den Zwischensequenzen fallen zudem die Gesichter negativ auf, die emotionslos zur (gelungenen) englischen Sprachausgabe und den deutschen Bildschirmtexten mimen.

Überhaupt fängt auch die Musik von Oceanhorn die Abenteuer-Stimmung sehr gut ein. Der Komponist Kalle Ylitalo wurde bei seiner Arbeit von den Könnern Kenji Ito (Sword of Mana, Dawn of Mana) und Nobuo Uematsu ("Final Fantasy"-Serie, Lost Odyssey) unterstützt, die ebenfalls ein paar Stücke zum Soundtrack beitrugen.

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Tags: Singleplayer   Steam  

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90

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