Test AC - Chronicles - Wie ein Gemälde / Schleichen, klettern, verstecken

Wie ein Gemälde

Assassin's Creed Chronicles - China fällt zunächst durch seinen ungewöhnlichen Grafikstil auf: Die gesamte Szenerie wirkt, als käme sie direkt aus dem Tuschekasten. Besonders die handgemalten Hintergründe sehen klasse aus. Diesem Anspruch können die einzelnen Schauplätze aber nicht ganz gerecht werden. Viel zu oft turnt Shao Jun durch eintönige Tempel- und Palastanlagen, die durch Braun- und Grautöne dominiert werden.

Dieser Wachmann war allzu unvorsichtig und wird von Shao Jun prompt überrumpelt.Dieser Wachmann war allzu unvorsichtig und wird von Shao Jun prompt überrumpelt.

Richtige Kampfszenen, wie beispielsweise die Schlacht in einer brennenden Herrschaftsresidenz, stechen deshalb mit ihren leuchtenden Farben hervor und bleiben im Gedächtnis. Doch insgesamt hätten die Grafiker von Climax Studios sicherlich mehr aus der asiatischen Vorlage machen können. Wo sind die opulenten Bauten? Wo die wehenden Kirschblüten und all die anderen Klischees, die man sonst mit dem feudalen China verbindet? Der erste Teil von Assassin's Creed Chronicles sieht schmuck aus, doch hätte noch deutlich schöner und vor allem abwechslungsreicher sein können.

Im Gegenzug machen gerade Shao Juns Bewegungen einiges her und erinnern stark an die großen Spiele der "Assassin's Creed"-Saga. Sie intereagiert gekonnt mit der Umgebung und wechselt sogar zwischen den einzelnen 2D-Ebenen. So schwingt sie sich wie ein Ninja an ihrem Wurfpfeil an Dachbalken entlang, balanciert über schmale Stege oder klettert um Gebäudeecken.

Mit Hilfe der Adlersicht späht Ezios Schülerin zudem Laufwege von Wachleuten aus. Und sammelt sie ausreichend Helix-Steine auf, huscht sie sogar unsichtbar von einer Deckung zur nächsten - sehr nützlich in besonders gut bewachten Gebieten. Welche Bereiche nutzbar sind, zeigt das Spiel mit Hilfe von Farben an: Grün steht für Versteckmöglichkeiten, rot für den richtigen Weg durch die Areale.

Schleichen, klettern, verstecken

Im Gegensatz zu etwa Assassin's Creed - Unity liegt hier der Fokus eindeutig auf dem Schleichen. Sichtkegel zeigen den Aufmerksamkeitsbereich der Wachleute an. Schützen blicken weiter als Otto-Normal-Wachen. Sucher spüren sogar, wenn sich Shao Jun irgendwo versteckt und schauen besonders akribisch nach.

Shao Jun wiederum greift auch in der flachen Spielwelt auf die typischen Assassinentricks zurück: Sie versteckt sich in Schränken, in Menschenmengen oder gar in Heuhaufen oder hinter Blattwerk. Aber Achtung: Eine falsche Bewegung und schon werden die Wachen auf sie aufmerksam. Dann färbt sich deren Sichtkegel zunächst gelb und füllt sich anschließend mit roter Farbe, ehe sie den Alarm ausrufen. In der Praxis ist oftmals Geduld und Auffassungsgabe gefragt. Ihr solltet die Laufwege und Blickrichtungen der Soldaten kennen und Zeitfenster geschickt ausnutzen.

Die Navigation innerhalb der Spielwelt hat aber auch ihre Tücken. Manchmal ist aufgrund der Perspektive nicht ganz klar, wohin ihr letztlch den Analog-Stick drücken sollt. An anderer Stelle reagiert Shao Jun ungünstig und klettert beispielsweise vorschnell durch Fenster oder reagiert gar zu langsam.

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Tags: Singleplayer   Online-Zwang  

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Meinungen - Assassin's Creed Chronicles - China

bynamco
90

Einzigartige Abwechslung

von gelöschter User

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