PlayStation 4 aus Kinder-Krebsstation gestohlen

von Micky Auer (10. Februar 2017)

(Bildquelle: Stuff.co.nz)

Was geht jemandem durch den Kopf, der anderer Leute Eigentum stiehlt? Nichts Gutes, so viel steht fest. Doch was geht wohl jemandem durch den Kopf, der eine PlayStation 4 aus einer Station für krebskranke Kinder stiehlt? Die Antwort darauf kann sich hoffentlich niemand geben.

Geschehen ist diese unfassbare Tat tatsächlich vor kurzem in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington. Der oder die Diebe haben dort auf der Krebsstation eines Krankenhauses eine festverschraubte PlayStation 4 entwendet, wie die neuseeländische Seite Stuff berichtet.

Laut Aussagen des Krankenhauspersonals soll die Konsole am Wochenende verschwunden sein. 15 Patienten nutzten die PlayStation 4, um während der oft schmerzhaften und kräftezehrenden Chemotherapie wenigstens ein bisschen Ablenkung zu erfahren. Die Konsole wurde mit Spendengeldern finanziert.

"Ich bin zornig und verärgert, weil das für andere Kinder und mich eine gute Ablenkung war", sagt der neunjährige Angus Little, der im entsprechenden Krankenhaus wegen eines inoperablen Gehirntumors behandelt wird und mit Vorliebe eigene Welten in Minecraft erschuf. Angus' Mutter meint: "Vermutlich ist das nicht zum ersten Mal geschehen. Schließlich war die PlayStation 4 mit dem Tisch fest verschraubt. Es ist unfassbar, dass tatsächlich jemand einfach so in eine Krebsstation reinspaziert, die Schrauben an der Konsole löst und schwerkranken Kindern etwas wegnimmt."

(Bildquelle: Stuff.co.nz)

"Er weiß, dass das vermutlich ein Erwachsener getan hat, aber er versteht nicht, warum jemand so etwas kranken Kindern antut", so Angus' Mutter weiter. Bei Angus wurde bereits 2011 ein Tumor diagnostiziert. Nach einer vierjährigen Ruhephase zeigten sich 2015 wieder neue Symptome. Angus befindet sich nun inmitten einer 54-wöchigen Chemotherapie.

Haltet euch Folgendes vor Augen: Diese Kinder, so wie viel zu viele andere Kinder auf der ganzen Welt, kämpfen gegen eine Krankheit, die ihnen in den meisten Fällen das Leben kosten wird. Trotzdem geben sie und ihre Eltern nicht auf. Mitanzusehen, wie das eigene Kind immer schwächer wird und vielleicht schon bald für immer die Augen schließt, ist das Grausamste, was einem Elternteil widerfahren kann. Diesen Kindern die wenigen Momente zu nehmen, in denen sie einfach unbeschwert Kind sein und ein Spiel genießen können, spottet schlicht und ergreifend jeder Beschreibung.

Angus und seine Familie versuchen nun, die Konsole und das damit gestohlene Spiel durch eine Facebook-Kampagne zu finanzieren.

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