Vorschau Mass Effect - Andromeda: Unterwegs in eine fremde Galaxie

von Olaf Bleich (23. Februar 2017)

Vorbei sind die Zeiten von Commander Shephard: Bioware schlägt ein neues Kapitel seiner "Mass Effect"-Serie auf. In Köln spielten wir das gigantische Weltraumabenteuer erstmals an und können es kaum erwarten, die Reise alsbald fortzusetzen.

Verschollen im Weltraum: Die Mannschaft der Hyperion steckt in Problemen!Verschollen im Weltraum: Die Mannschaft der Hyperion steckt in Problemen!

Die Entwickler von Bioware sind Experten, wenn es um große Emotionen geht. In den Abenteuern der Rollenspielveteranen finden Liebe, Lust, Intrigen und Hass zusammen. Und manchmal kochen die Gefühle über. Bei Mass Effect 3 etwa tobten die Fans, weil sie mit dem großen Finale nicht zufrieden waren. Die Konsequenz: Bioware besserte nach und lieferte ein neues Ende.

Mit Mass Effect - Andromeda reist ihr nun zurück in die Vergangenheit. Der neue Ableger spielt zwischen dem zweiten und dritten Teil der Serie. Viel wichtiger als das "Wann" ist in diesem Fall allerdings das "Wo". Denn im Jahr 2185 entsendet der Rat das Kolonialschiff Hyperion in die Andromeda-Galaxie. Das Ziel: Die Suche nach einer neuen Heimat für über 20.000 Kolonisten.

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Vertrackte Beziehungsfragen

Mass Effect - Andromeda besitzt zwei Protagonisten: Das Geschwisterpaar Scott und Sarah Ryder. Die beiden Spezialisten gehören zur Mannschaft der Hyperion und dienen unter ihrem Kommandanten und Vater, dem Pathfinder Alec Ryder. Ihr steuert aber nicht beide Helden, sondern lediglich einen beziehungsweise eine. Der übrig gebliebene Charakter fungiert als Nebendarsteller und emotionaler Ankerpunkt in der Geschichte.

Wie schon in früheren Teilen der "Science Fiction"-Saga beeinflusst ihr die Geschichte mit euren Entscheidungen und Taten. Doch im Vergleich zur ersten Trilogie gibt es zusätzliche Dialogoptionen. Bioware-Produzent Fabrice Condominas erklärt beim Anspieltermin: "Wir hatten zuvor ein binäres System. Dadurch gab es nicht viele Freiheiten. Diesmal bieten wir zusätzliche Optionen. Innerhalb der Beziehungen gibt es mehr Grauzonen. Das sorgte für Überraschungen." Eure Wahlmöglichkeiten entscheiden etwa über das Verhältnis zu bestimmten Charakteren. Romanzen spielen erneut eine wichtige Rolle. Die Liebeleien enden aber nicht beim Blümchen-Sex. Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Partner im Verlauf sogar betrügen.

Startet ihr das Abenteuer noch auf der Hyperion, erhaltet ihr im Verlauf der Geschichte die Schlüssel zu dem Kommandoschiff Tempest. Ähnlich wie die Normandy wird der Kreuzer zum zentralen Schauplatz für umfangreiche Dialoge mit der Crew.

Nur Fliegen ist schöner

Aber natürlich quatscht ihr in Mass Effect - Andromeda nicht nur mit interessanten Gestalten. In den Missionen ist Biowares Rollenspiel ein rassiger Shooter aus der Verfolger-Perspektive. Ein aktives Deckungssystem wie etwa in The Division existiert nicht. Stattdessen wirft sich eure Spielfigur automatisch in Deckung, sobald ihr in der Nähe einer solchen seid und angegriffen werdet. In den meisten Fälle funktioniert das ganz ausgezeichnet. Erwischen euch die Widersacher aber im offenen Feld, kassiert ihr zunächst einige Treffer. Dann hilft meist nur die schnelle Flucht mit Hilfe des Raketenrucksacks.

Krisenspezialist Liam ist euer erster Verbündeter in Mass Effect - Andromeda.Krisenspezialist Liam ist euer erster Verbündeter in Mass Effect - Andromeda.

Dieser nützliche Helfer katapultiert euch in luftige Höhen. So überwindet ihr kleinere Hindernisse oder bleibt im Schwebemodus sogar in der Luft stehen. Dadurch ergibt sich ein ganz neues Kampfgefühl, das beinahe an Titanfall 2 erinnert. Im Nahkampf setzt Ryder auf die Omni-Klinge und drischt mit dem orangefarbenen Schwert auf die Feinde ein. Ansonsten greift ihr auf ein enorm reichhaltiges Arsenal aus Schrotflinten, Scharfschützen- und Sturmgewehren, sowie Pistole zurück. Waffen rüstet ihr nun mit Augmentierungen und Zusätzen wie Visieren auf.

Dazu erweitert Bioware die Möglichkeiten und stattet Mass Effect - Andromeda erstmals mit einem Herstellungssystem - also dem so genannten Crafting - aus. Ihr sammelt Baupläne und Zutaten in der offenen Spielwelt und fertigt damit neues Kriegsgerät. Ryder kann jede Waffengattung nutzen. Traditionelle Klassen findet ihr in dem Action-Rollenspiel nicht. Stattdessen schaltet ihr mit Hilfe der durch Stufenaufstiege erhaltenen Talentpunkte Profile wie zum Beispiel den Soldaten frei. Aktiviert ihr das Profil, erhaltet ihr Fähigkeitenboni wie erhöhten Waffenschaden oder bessere Zielgenauigkeit. Im Spiel wechselt ihr frei zwischen den Profilen und könnt so eure Strategie an die Situation anpassen. Die Talentpunkte verteilt ihr auf die drei Kategorien Biotik, Tech und Kampf, die je über ein Dutzend Talente verfügen.

Eine neue Welt

Ryder und sein Team sind keine militärische Eingreiftruppe. Vielmehr sind es Forscher und Wissenschaftler, die in erster Linie neue Welten entdecken wollen. Ziel ist schließlich trotz aller Action das Finden einer neuen Heimat für die Kolonisten. Zu diesem Zweck steuert ihr mit Hilfe des Kommandoschiffs Tempest unbekannte Sterne an.

Sarah Ryder wird im Verlauf zum Pathfinder und erhält Unterstützung von der Computer-Intelligenz SAM.Sarah Ryder wird im Verlauf zum Pathfinder und erhält Unterstützung von der Computer-Intelligenz SAM.

Im Gegensatz zu No Man's Sky kommen die Planeten von Mass Effect - Andromeda nicht aus dem Zufallsgenerator. "Wir haben die prozedurale Berechnung der Planeten ausprobiert, aber sie passte nicht zu unserer Grundidee. Jede Welt sollte einen Wiedererkennungswert haben", führt Produzent Fabrice Condominas im Gespräch aus. Die so genannten Story-Planeten - also die Schauplätze der Hauptmissionen - sind teils ebenso groß wie die gesamte Welt von Dragon Age 3 - Inquisition.

Für derart weitläufige Areale benötigt ihr natürlich ein geeignetes Vehikel. Für die Erkundung steigt ihr auf den Nomad-Geländewagen um. Auf Tastendruck verwandelt ihr das Gefährt vom flotten Flitzer zum Allrad-Monster. Auf diese Weise kraxelt ihr auch Berge hinauf. Ein Nachbrenner sorgt in kritischen Situationen für mehr Nachdruck. So erforscht ihr beispielsweise den Wüstenplaneten Govorkan. Hier macht ihr Lager von Banditen platt oder erkundet mit dem Scanner interessante Orte. Je mehr Aufgaben ihr bewältigt, desto sicherer wird das Gebiet. Allerdings wirken einige Ereignisse in der Spielwelt noch zu unnatürlich. Im Probespiel etwa setzten immer wieder Raumschiffe neue Feinde an Lagern und Türmen ab. Das sorgt zwar für Ballernachschub, ist aber dennoch merkwürdig.

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Tags: Multiplayer   Singleplayer   Science-Fiction  

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