Videospiele im Kino: Filmemacher über Gründe, warum sie so oft scheitern

von Luis Kümmeler (03. März 2017)

Immer wieder aufs Neue versuchen sich Filmemacher an Videospieladaptionen – und scheitern nicht selten kläglich daran. Woran das liegt, haben diverse Regisseure und Produzenten über die Jahre in Interviews zu erläutern versucht.

Die Liste gescheiterter Videospielverfilmungen ist lang und wenig rühmlich. Lassen sich die Beispiele gelungener Filmumsetzungen von Videospielstoffen vermutlich an einer Hand abzählen, sieht der geneigte Spieler jedes Jahr aufs Neue ambitionierte „Spielfilme“ scheitern – zumindest auf kreativer Ebene. Doch wo genau liegt das Problem? Dazu gibt es verschiedene Meinungen, und die englischsprachige Seite io9 hat einige davon zusammengestellt.

Der "Max Payne"-Regisseur John Moore etwa legte gegenüber der Seite RTE dar: „Im Grunde nimmst du den Spielern die Kontrolle. Du nimmst diesen PlayStation-Controller aus seinen oder ihren Händen, also solltest du lieber sichergehen, dass du ihnen etwas Wertvolles zurückgibst. Die emotionale Erfahrung muss genauso attraktiv sein wie der Spielablauf.“ Justin Kurzel, der für die noch relativ frische Verfilmung von Assassin's Creed verantwortlich zeichnet, schilderte das Problem auf Reddit wie folgt: „Ich denke, es ist immer schwierig, ein Quellmaterial zu adaptieren, das möglicherweise nicht genug Substanz für eine ansprechende Erzählung bietet.“

Zu guter Letzt ist da der Regisseur Jordan Vogt-Roberts, der aktuell an der Filmumsetzung von Metal Gear Solid arbeitet. Gegenüber Slash Film schilderte er seine Sicht auf das Problem: „Wenn du gewisse Dinge aus [dem Videospiel] herausnimmst, ist es plötzlich nicht mehr ansprechend. Plötzlich wirkt es nicht mehr. Deswegen denke ich, dass der Unterschied zwischen aktiver und passiver Erfahrung noch immer nicht ganz entschlüsselt wurde.“

Und da wären natürlich die zahlreichen und unnötigen Verfilmungsversuche von Regisseur Uwe Boll. Unsere Einschätzung: Das Problem heißt hierbei Uwe Boll.

Für weitere Stellungnahmen und interessante Einblicke von zahlreichen Filmemachern lest ihr den vollständigen Artikel von io9, gute Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Unsere Bildergalerie zeigt: Die Videospielreihe Assassin's Creed etwa bietet zahlreiche Elemente, die sich für eine Verfilmung anbieten, und erfreut sich auch einer großen Fan-Schar (von wegen nicht genug Substanz, Herr Kurzel!). Doch sowohl bei Kritikern als auch Kinogängern floppte der Film von Regisseur Justin Kurzel.

Tags: Film  

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