Test Shovel Knight - Treasure Trove: Neue Abenteuer aus der Welt des Schaufel-Ritters

von Michael Krüger (11. März 2017)

Die Abenteuer des jungen Schaufel-Ritters werden abermals um eine Kampagne erweitert. Das Paket wächst und verspricht nun noch mehr Herausforderungen mit Retro-Charme.

So ganz durchsichtig ist das Vorhaben des Indie-Studios Yacht Club nicht. Shovel Knight soll aber ab April auf allen Systemen kostenlos um eine neue Kampagne erweitert werden. Dafür steigt der Preis bereits ab März auf 25 Euro. Der Name ändert sich dann zu Shovel Knight - Treasure Trove und beinhaltet sowohl die originale Kampagne, als auch die Erweiterungen Shovel Knight - Specter of Torment und Shovel Knight - Plague of Shadows. Letztere ist bereits seit längerem kostenlos als Aktualisierung erhältlich.

Das klingt unnötig kompliziert und ja, das ist es irgendwie auch. Unterm Strich ist für euch wichtig, dass es sich bei Shovel Knight - Treasure Trove im Grunde um das gesamte Paket handelt, auch wenn es vorerst nur auf Nintendo Switch so heißt. Neben dem Namen angelt sich die Switch-Version auch den Koop-Modus weiterhin exklusiv. Somit bleibt euch weiterhin nur der Griff zu einer Nintendo-Konsole, möchtet ihr zu zweit die Schaufeln schwingen. Zumindest vorerst. Die Entwickler arbeiten wohl zumindest schon an einer Umsetzung für alle übrigen Plattformen.

Der Sensenmann schlägt zu

Die neue Kampagne, die auf den wunderbar unkomplizierten Namen Shovel Knight - Specter of Torment hört, erzählt euch eine Geschichte, die vor den Ereignissen des Hauptspiels stattfindet. Hier seid ihr in der Rolle des Specter Knight auf einer etwas eigensinnigen Mission. Ihr sollt nämlich alle Könige vereinen und somit der Verzauberin zu außerordentlicher Macht verhelfen.

Durch ein gutes Gespür für den richtigen Moment katapultieren Schläge euch in die gewünschte Richtung.Durch ein gutes Gespür für den richtigen Moment katapultieren Schläge euch in die gewünschte Richtung.

Ähnlich wie ihr es vielleicht aus den Spielen der "Mega Man"-Reihe kennt, wählt ihr der Reihe nach einen König, um anschließend seine Welt zu betreten, an deren Ende er dann auf euch wartet und in einem Boss-Kampf entscheidet, ob er sich euch anschließen will. Dadurch schaltet ihr sogar neue Fähigkeiten frei, so wie es der blaue Bub schon früher konnte. Ein paar Eigenheiten hat Spectre of Torment aber auch.

Spectre Knight spielt sich nämlich ganz anders als Shovel Knight. Sand zerbricht, wenn ihr darauf hüpft, Wände klettert ihr nach oben und springt von ihnen ab. Besonders ist auch die Sense, die ihr als Waffe benutzt. Diese katapultiert euch bei Angriffen in die Luft, was wiederum zu verzwickten Abschnitten in den auch sonst recht anspruchsvollen Spielwelten führt. Indem ihr Geld in Verbesserungen investiert, erleichtert ihr euch den Weg immerhin etwas.

Alle drei zusammen

Der Sensenmann mit dem langen Mantel reiht sich nahtlos neben den Schaufel-Ritter und der Vogelmaske ein. Alle drei Kampagnen spielen auf gleichem Niveau, wobei die Specter-Erweiterung eindeutig die meisten neuen Ideen ins Spiel bringt. Habt ihr Shovel Knight bisher noch gar nicht angerührt, wartet hier in jedem Fall ein ordentliches Paket auf euch.

Unheimlich und trotzdem irgendwie putzig: Plague KnightUnheimlich und trotzdem irgendwie putzig: Plague Knight

Die Geschichte des jungen Ritters, der mit seiner Schaufel auszog, um für Gerechtigkeit zu sorgen hat nach wie vor einen hohen Wiederspielwert. Da ihr auf Nintendo Switch auch zu zweit spielen könnt, eignet sich das Spiel gleich nochmal so gut. Immerhin sind so früh nach Veröffentlichung der Switch noch nicht all zu viele Spiele mit Koop-Modus erhältlich.

Egal ob ihr alleine oder zu zweit spielt, ihr solltet gute Nerven haben. Besonders die letzten Abschnitte der drei Kampagnen sind zuweilen irre schwierig und verlangen euren Spielkünsten einiges ab. Wie gut ihr das Genre "Jump'n'Run" beherrscht, stellt sich spätestens hier raus.

Meinung von Michael Krüger

Schon bei der Veröffentlichung erster bewegter Bilder war ich von Shovel Knight angetan. Sowohl auf dem 3DS als auch auf der Wii U kostete mich das Abenteuer des Schaufel-Ritters einige Nerven. Aufgeben ist keine Option. Dafür sind die Spielmechaniken zu gut und die Präsentation zu gelungen. Denn trotz Optik im 8-Bit-Stil gelingt es Entwickler Yacht Club eine ganz eigene Handschrift zu zeigen und einen Stil zu kreieren, der sich zwischen vertraut und verrückt bewegt.

Für das nächste Wortspiel, möchte ich mich gleich entschuldigen. Specter of Torment packt allerdings wirklich eine Schippe drauf und zeigt erneut, warum Shovel Knight auch so lange Zeit nach der ursprünglichen Veröffentlichung noch ein Thema ist und sein darf. Verquere Dialoge und originelle Spielmechaniken runden erneut das bestehende "Shovel Knight"-Paket ab und machen gleichzeitig Lust auf weitere solcher charmanter Kampagnen.

89 Spieletipps-Award

meint: Die neue Kampagne bringt nicht nur kosmetische Veränderungen. Neue und originelle Spielmechaniken vertiefen den ohnehin schon großen Spaß. Ein gelungenes Paket!

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Tags: Indie   Koop-Modus   Singleplayer   Fantasy  

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