Overwatch: Aggressive "Unentschieden"-Politik spaltet Fans

von Sören Wetterau (21. März 2017)

Ein Unentschieden ist nicht befriedigend genug: Blizzard will im Ranglisten-Modus von Overwatch möglichst nur noch die Optionen "Sieg" oder "Niederlage" sehen. Aufgrunddessen testet der Entwickler aktuell ein neues System zur Ermittlung eines Gewinners, wie das Unternehmen im eigenen Battle.net-Forum bekannt gibt.

Auf dem Testserver muss ein Team nicht mehr zwingend einen Punkt mehr erobern als das gegnerische Team, um zu gewinnen, sondern es reicht prozentual, schlicht "mehr" vom letzten Punkt zu erobern. Wenn beide Kontrahenten in die finale Phase gehen, Team A beim entscheidenden Punkt 73 Prozent erreicht und Team B lediglich 60 Prozent, gewinnt Team A. Es ist nicht mehr relevant, dass beide Teams es nicht geschafft haben den finalen Punkt zu erobern. Die Prozentzahl basiert laut Blizzard auf einem "0 bis 100 Prozent"-System und ist nicht an das Fortschrittsystem gebunden, welches alle 33 Prozent einen Checkpoint aktiviert. Dieses ist jedoch weiterhin aktiv.

In der Theorie klingt das System gut, da die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens deutlich minimiert wird. Zufrieden sind die Spieler trotzdem nicht. Grund dafür ist, dass die Änderung teilweise zum abrupten Ende eines Matches führen kann.

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Schafft es Team A zum Beispiel in der finalen Runde Team B vollkommen davon abzuhalten auch nur einen Prozentpunkt zu erobern, kann Team A anschließend das Spiel in wenigen Sekunden gewinnen. Dafür reicht es, wenn zum Beispiel die Heldinnen Sombra oder Tracer schnell hinter die feindlichen Linien gelangen und lediglich ein Prozent erobern. Das folgende Bewegtbild verdeutlicht die Situation:

(Quelle: PVPlive)

In den Foren sind die Fans über die Änderung gespalten. Während einige Spieler das System loben und befürworten, sind andere wiederum skeptisch. Sie wünschen sich, dass die Eroberung an das "33 Prozent"-Fortschrittsystem gebunden wird und nicht an eine "0 bis 100"-Skala. Dies wiederum würde jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens erhöhen.

Die Befürworter wiederum argumentieren damit, dass das Team der Sombra-Spielerin schlicht besser gespielt hat. Immerhin konnten sie in ihrer Verteidigungsphase das gegnerische Team vollständig von einer Eroberung abhalten und haben es anschließend in der Angriffsphase geschafft den Punkt zu erreichen.

Blizzard selbst hat sich zum neuen System bislang noch nicht wieder geäußert. Möglich jedoch, dass die Entwickler schon an ersten kleineren Änderungen arbeiten, denn immerhin ist das sogenannte "Public Test Realm" dafür zuständig. Zuletzt wurde hier die neue Heldin Orisa auf Herz und Nieren überprüft, damit sie ab heute auf dem Live-Server genutzt werden kann.

Kein Unentschieden mehr in Overwatch? Das könnte in einigen Situationen zu einer interesanten Heldenwahl führen. Schließlich steht somit ein offensives Spielen mehr denn je im Vordergrund.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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