Vorschau Splatoon 2: Spaßige Farbschlachten in der "Global Testfire Demo"

von Dennis ter Horst (28. März 2017)

Es ist farbig. Es ist spritzig. Es ist spaßig - Mit Splatoon 2 möchte Nintendo seine erfolgreiche Serie in die zweite Runde schicken. Besitzer einer Nintendo Switch konnten am vergangenen Wochenende an der "Global Testfire Demo" teilnehmen.

Auf Nintendos Vorgänger-Konsole Wii U gehörte Splatoon zu den absoluten Überraschungshits. Die Serie war bei Jung und Alt äußerst beliebt und es war beinahe klar, dass der Mario-Konzern die farbigen Schlachten fortführen würde. Im kommenden Sommer soll es soweit sein, ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. Dafür konntet ihr eure ersten Gehversuche in Splatoon 2 am vergangenen Wochenende mittels der Global Testfire Demo wagen.

Zu bestimmten Tageszeiten stand euch der Modus Farbschlacht zur Verfügung, in dem ihr das Feld in eurer Team-Farbe markiert, um den Sieg davonzutragen. Ein paar Neuerungen zeigten sich dabei bereits, wobei ihr euch wie Zuhause gefühlt haben müsstet, solltet ihr den Vorgänger auf der Wii U gespielt haben.

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Loslegen und einfärben

Splatoon 2 ist anders als herkömmliche Arena-Shooter. So versucht ihr als Vierer-Team das komplette Feld in eurer eigenen Farbe einzufärben. Nach drei Minuten zeigt sich dann, ob ihr erfolgreicher als eure Kontrahenten wart.

Festhalten! Gleich geht's ab! Schaut euch mal die Waffen an.Festhalten! Gleich geht's ab! Schaut euch mal die Waffen an.

Natürlich könnt ihr gegnerische Inklinge (so heißen die Spielfiguren) mit einem satten Treffer in eurer Team-Farbe kurzzeitig aus dem Verkehr ziehen, wobei dies bei der Farbschlacht nicht im Vordergrund steht. Im fertigen Spiel dürften euch natürlich noch weitere Modi zur Verfügung stehen.

Wie schon im Vorgänger geht es bei Splatoon 2 besonders spritzig zur Sache. Schon nach wenigen Sekunden habt ihr euren Anfangsbereich mit eurem Kleckser oder eurer Klecksrolle eingefärbt und dann heißt es, den mittleren Teil der Map zu erobern. Spätestens an diesem Punkt wollen euch eure Gegner einen Strich durch die Rechnung machen. Anvisiert und losgekleckst!

Neue Waffen im Gepäck

Ihr solltet stets auf eure Kontrahenten und deren Waffen achten, damit ihr genau wisst, auf welche Kampfart ihr euch einstellen müsst. Während es sich beim Kleckser um eine Standard-Waffe handelt, könnt ihr mit der Klecksrolle besonders viel Fläche einfärben. Allerdings seid ihr nicht so schnell.

St. Patrick's Day? Nein, das grüne Team bereitet sich auf den Einsatz vor.St. Patrick's Day? Nein, das grüne Team bereitet sich auf den Einsatz vor.

Als neue Waffengattung sind die Klecks-Doppler dabei, die ihr auch in der Demo anspielen konntet. Hierbei handelt es sich um eine schnelle Waffe, mit der ihr sogar einen Hechtsprung ausführen könnt, um gegnerischem Beschuss auszuweichen. Schnelligkeit ist in Splatoon 2 von taktischer Bedeutung und diese neue Waffe ermöglicht es euch, rasant zu agieren.

Dies macht das Spiel allgemein schneller, wobei die Mischung stimmig sein sollte. So könnt ihr mit dem Klecks-Doppler das Feld nicht so schnell einfärben wie beispielsweise mit dem Kleckser oder der Rolle. Der Klecks-Konzentrator, sozusagen ein Sniper-Gewehr, kann lange Linien schießen, wodurch eure Mitspieler schnell von A nach B gelangen, indem sie sich in einen Tintenfisch verwandeln und durch die Farbe schwimmen. Auf der anderen Seite könnt ihr mittels eines gezielten Schusses einen gegnerischen Inkling sofort vom Spielfeld schicken.

Geübte Spieler merken zudem, dass sich im Detail viel getan hat. Von der Genauigkeit her könnt ihr nun besser agieren, denn beim Klecksroller wird beispielsweise angezeigt, wie weit ihr etwa eure Tinte nutzen könnt. Zudem dauert es einige Spiele lang, bis ihr alle Finessen einer bestimmten Waffengattung herausgefunden habt, wodurch sich ein zufriedenstellender Lernfaktor einstellt.

Schwarmraketen und reinigende Verunreiniger

Natürlich sind eure normalen Angriffe nicht das Einzige, was während einer hitzigen Farbschlacht zählt. So könnt ihr beispielsweise Farb-Bomben werfen, die an Granaten erinnern. Habt ihr jedoch genügend Farbe in der Arena verteilt, steht euch ein Spezialangriff zur Verfügung und davon gibt es viele neue.

Die Farbrolle sorgt für großflächige Einfärbung, jedoch seid ihr damit nicht besonders flott unterwegs.Die Farbrolle sorgt für großflächige Einfärbung, jedoch seid ihr damit nicht besonders flott unterwegs.

So zum Beispiel die Schwarmraketen. Visiert eure Gegner auch über eine weite Distanz hinweg an und schickt eure Farbraketen auf den Weg, die wie Napalm gen Boden prasseln. Mit dem Hochdruck-Verunreiniger verschießt ihr dagegen einen konzentrierten Strahl an Farbe, mit dem ihr sogar durch Wände schießen könnt. Hier kommt es jedoch auf das Überraschungsmoment an, denn diesem Angriff könnt ihr recht einfach ausweichen und die Handhabe ist gewöhnungsbedürftig.

Beim Tintenschock springt euer Inkling in die Höhe und landet mit einem gewaltigen Schlag auf den Boden. Alle Gegner in der näheren Umgebung werden dabei weggefegt, wodurch sich zeigt, dass es sich hierbei um einen sehr starken Nahkampfangriff handelt, mit dem ihr schnell eine Gruppe von Angreifern abwehren könnt. Wer gerne in die Luft möchte, schnappt sich den Tintendüser - eine Art Jetpack, mit dem ihr kurzzeitig übers Feld fliegt und euren Gegnern aus der Luft mit starken Farbangriffen einheizt.

Im fertigen Spiel sollen natürlich noch weitere Spezialangriffe hinzukommen. Dazu gehört auch eine Art Gewitterwolke, die über die Arena fliegt und es in eurer Farbe regnen lässt.

Neue Karten mit Detailsverbesserungen

Zwei neue Arenen waren ebenfalls spielbar: die Molluskelbude und das Korallenviertel. Während es sich bei der ersten Karte um eine Art Kletterhalle handelt, seid ihr bei der zweiten gleich auf mehreren Ebenen und Straßen unterwegs. Hier tun sich jedoch keine Besonderheiten auf und wer Splatoon auf der Wii U gespielt hat, darf hier keine Wunder erwarten. Der Stil passt jedoch wie angegossen und erinnert an den Vorgänger. So auch die Musik, die poppig und mit einer Spur Punk sowie Elektro daherkommt.

Wie es sich für eine Fortsetzung gehört, gibt es auch neue Karten.Wie es sich für eine Fortsetzung gehört, gibt es auch neue Karten.

Apropos Karte: Mittels eines Knopfdruckes könnt ihr jederzeit die Karte aufrufen und von jedem Punkt aus zu einem eurer Team-Kammeraden springen. Dies war beim Vorgänger nur vom Startpunkt aus möglich, was euch in Splatoon 2 mehr Freiheit und Agilität verschafft.

Auf der Wii U hattet ihr keine große Auswahl, was die Steuerung angeht. Mit der Switch stehen euch gleich mehrere Varianten offen. So könnt ihr mit den Joy-Cons und dem dazugehörigen Grip spielen. Als Steuereinheit steht euch auch der Pro Controller zur Verfügung, welcher qualitativ zwar hochwertig ist, nach wie vor aber etwa 70 Euro kostet. Kein Schnäppchen und eine teure Anschaffung, welche sich jedoch für Splatoon 2 oder schon Mario Kart 8 Deluxe lohnen könnte.

Eine weitere Steuermöglichkeit besteht darin, den Handheld-Modus zu aktivieren und das Tablet selbst als Bildschirm zu nutzen. Allerdings ist dies gewöhnungsbedürftig – vor allem dann, wenn ihr mit Bewegungssteuerung spielt. Mit der Zeit gewöhnt ihr euch aber auch daran, wodurch ihr euch schon jetzt auf spritzige Partien mit euren Freunden einstellen dürft.

Ob ihr dabei jedoch das Tablet auf den Tisch stellt oder das Gerät samt den Joy-Cons in die Hand nehmt, bleibt euch überlassen. Letztendlich ist es wichtig sich zu fragen, ob ihr einen richtigen Controller in der Hand halten wollt oder eben ein Handheld.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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