Fire Emblem: Vom NES-Urgestein zum portablen Strategie-Hit

(Special)

von Adrian Stuchlik (22. April 2017)

Fire Emblem gehört zu den beliebtesten Strategiespielen aus dem Hause Nintendo. Was heute jedoch ein fester Bestandteil in jeder guten Spielesammlung ist, hat mitunter einen steinigen Weg hinter sich.

Im Januar diesen Jahres erschien eine Folge des Formates Nintendo Direct des japanischen Entwicklers exklusiv für die legendäre "Fire Emblem"-Reihe. Kein Wunder: Auf der ganzen Welt verkauft sich die Spieleserie prächtig. Denn die großflächigen, strategisch anspruchsvollen Kämpfe mit Rollenspielelementen erfordern meist eine zurechtgelegte Taktik sowie einen kühlen Kopf.

Die Reihe war jedoch nicht von Anfang an von Erfolg gekrönt. Seinen Ursprung fand Fire Emblem zwar auf dem NES, allerdings blieb westlichen Taktik-Fans die Reihe lange verwehrt. Wie Fire Emblem zu dem wurde, was es heute ist und was in den verschiedenen Episoden passiert, erfahrt ihr hier.

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Fire Emblem - Ankoku Ryū to Hikari no Tsurugi (Shadow Dragon and the Blade of Light)

für: NES

1990 entwickelte Intelligent Systems den ersten Teil der heute durchaus erfolgreichen Serie, namens Fire Emblem - Shadow Dragon and the Blade of Light. Damals wurden schon die Grundelemente der Spieleserie implementiert. Die eingeteilten Umgebungen, die rundenbasierten Kämpfe und die ersten Grundklassen fanden hier ihren Ursprung. Diese Elemente wurden in den darauffolgenden Teilen immer wieder verbessert und erweitert.

Die grobe Auflösung des NES sorgte oftmals für Verwechslungen unter den verschiedenen Einheiten.Die grobe Auflösung des NES sorgte oftmals für Verwechslungen unter den verschiedenen Einheiten.

Das serientypische Waffendreieck war jedoch noch nicht erfunden. Jedoch hatten die Waffen andere Vor- und Nachteile zueinander. Zum Beispiel waren Äxte stärker aber dafür ungenauer als Lanzen. Das wohl wichtigste Element gab es ebenfalls im Serienerstling: den sogenannten „Permadeath“. Das heißt, dass besiegte Einheiten auch nach dem Spielkapitel nicht zurückkehren. Dadurch erschaffen die Entwickler eine Bindung zwischen der Einheit und dem Spieler, ohne dass dieser großartige Hintergründe des Charakters kennt.

Das Spiel selbst erzählt die Geschichte des Prinzen Marth, der auf dem Kontinent Akaneia beheimatet ist. Aber urplötzlich fallen die Königreiche Medus und Grust in das Herrschaftsgebiet von Marths Vater ein, welcher in der anschließenden Schlacht fällt. Nur auf Kosten der Freiheit seiner Schwester Elice gelingt dem Prinzen die Flucht. Somit ist es das Ziel des Spielers, Elice zu befreien und eine Truppe aufzustellen, die den Kriegstreibern die Stirn bieten kann. Allerdings sollte man vorsichtig sein, die Gegnerscharen sind Teil der Armee vom namensgebenden Schattendrachen Medeus.

Fire Emblem - Gaiden

für: NES

Die Helden Alm und Celica haben bald noch einen ganz besonderen Auftritt ...Die Helden Alm und Celica haben bald noch einen ganz besonderen Auftritt ...

Das zwei Jahre später erschienene Fire Emblem Gaiden hingegen erzählt eine Nebengeschichte zum ersten Teil. Diese spielt sich auf dem Kontinent Valentia ab, der auch namensgebend für die bald erscheinende Neuauflage des Spiels ist. Diesmal gibt es zwei Protagonisten, Celica und Alm, deren Geschichtsstränge immer weiter zusammenrücken. Spielerische Neuerungen finden sich nur wenige, von denen die meisten auch wieder verworfen wurden. Eine essenzielle Innovation hingegen findet hier ihren Ursprung: das Unterstützungssystem. Stehen Alm und Celica nämlich nebeneinander, erhöht das ihre Chance auf kritische Treffer. Desweiteren erblickt die offene Weltkarte das Licht der Welt.

Fire Emblem - Monshō no Nazo (Mystery of the Emblem)

für: SNES

Die verbesserte Optik des SNES macht sich bei den kleinen Einheiten deutlich bemerkbarDie verbesserte Optik des SNES macht sich bei den kleinen Einheiten deutlich bemerkbar

1994 feiert Fire Emblem sein Debüt auf dem SNES und war gleichzeitig auch die erste Neuauflage, zumindest teilweise. Denn die erste Hälfte von Fire Emblem - Mystery of the Emblem erzählt erneut die Geschichte von Marth. Durch die höhere Leistungsfähigkeit des SNES waren die Grafiken natürlich um einiges hübscher, an den Mechaniken hat man aber kaum herumgeschraubt.

Die zweite Hälfte des Spiels bietet eine direkte Fortsetzung der Geschichte. Hier versucht Marths langjähriger Kriegsgefährte und Freund Hardin die Herrschaft des ganzen Kontinents an sich zu reißen. Der Heldenkönig wittert jedoch, dass dieser Machthunger nicht von ungefähr kommt. Erneut sind die Mächte des Bösen im Spiel, die es zu vernichten gilt.

Fire Emblem - Seisen no Keifu (Genealogy of the Holy War)

für: SNES

Das 1996 erschienene Fire Emblem - Genealogy of the Holy War war ein weiterer Wegweiser für die Reihe. Dieser Teil führt essenzielle Elemente ein: das berühmte Waffendreieck, Geld um Waffen zu kaufen oder zu reparieren und Arenen. Am Wichtigsten jedoch ist die Erweiterung des Unterstützungssystems. Wenn zwei Einheiten am Ende einer Runde nebeneinander stehen, sammeln sie Zuneigung, was letztendlich in Konversationen mündet. So kann es passieren, dass sich zwei Einheiten ineinander verlieben und Kinder zeugen. Diese übernehmen dann in der zweiten Hälfte des Spiels die Hauptrolle.

Sigurd lässt seinem Gegner keine ChanceSigurd lässt seinem Gegner keine Chance

So ist zuerst Lord Sigurd der Protagonist, während später sein Sohn Seliph übernimmt. Dabei versucht der dunkle Gott Loptr den Kontinent Jugdral erneut zu übernehmen. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht Sigurd den Gott zu stellen und aufzuhalten. Allerdings versagt er und kann Loptrs Auferstehung nicht vollständig verhindern. So liegt es 17 Jahre später an seinem Sohn Seliph, das Böse endgültig aufzuhalten.

Fire Emblem: Archanea Saga

für: SNES (Satellaview System)

Kurios: Archanea Saga war nur drei Stunden pro Tag spielbarKurios: Archanea Saga war nur drei Stunden pro Tag spielbar

Für das ausschließlich in Japan erschienene Satellaview System erschien 1997 ebenfalls ein Fire Emblem. Mit diesem System konnte man sich verschiedene Spiele herunterladen, allerdings hat die Sache einen Haken. Wie der Name sagt, läuft das Gerät über Satellitenempfang und die Spiele können nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden, genau wie bei Fernsehsendungen. Deshalb konnten die vier Episoden, die den Prolog des ersten Teils bilden, nur maximal drei Stunden am Tag gespielt werden. 1999 wurden die Sendungen schließlich eingestellt und das Zubehör war quasi nutzlos.

Weiter mit: Thracia 776, F?in no Tsurugi, Fire Emblem, The Sacred Stones, Path of Radiance, Radiant Dawn

Tags: Singleplayer   Gratis   Fantasy   Free 2 play  

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