Overwatch: Trotz Internetverbot zum Profi-Spieler

von Sören Wetterau (27. April 2017)

"Konzentriere dich auf die Schule und Zukunft, anstatt auf Videospiele!" - Viele junge Menschen dürften solche oder ähnliche Aussagen von ihren Eltern kennen. So auch Stefano “Verbo” Disalvo, der es sich zum Ziel gesetzt hat, in Overwatch ein Profi-Spieler zu werden.

Heute ist der 17-jährige Amerikaner Teil des US-Teams Immortals, das zuletzt einige beachtenswerte Erfolge für sich verbuchen konnte. Der Weg für Disalvo dorthin war jedoch kein einfacher und hat unter anderem ein angespanntes Verhältnis zu seinen Eltern mit sich gebracht. Diese waren von seinem Plan, kein College zu besuchen, nicht allzu sehr begeistert und haben ihm zwischenzeitlich sogar den Zugang zum Internet weggenommen, so Disalvo im Interview mit der englischsprachigen Webseite Kotaku.

Disalvo hat aber trotz der Einwände seiner Eltern und seiner Freunde nicht aufgegeben. Anstatt zu Hause zu spielen, nutzte er Bilder von den Overwatch-Karten, um zumindest in der Theorie neue Strategien zu erlernen. Seinen Eltern stellte er derweil das Ultimatum, dass er zwar die High-School noch beenden, aber definitiv kein College besuchen werde.

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Glücklicherweise zahlte sich das Festhalten an seinen Traum aus: Mittlerweile hat ihn das Team Immortals fest verpflichtet und gibt ihm die Möglichkeit mithilfe von Onlinekursen seine Schullaufbahn erfolgreich zu beenden. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist mit den Erfolgen auch wieder besser geworden und mittlerweile unterstützen sie ihn sogar, wenn auch noch nicht ganz so euphorisch wie im Falle eines anderen Overwatch-Spielers.

Vorwürfe will er seinem Vater und seiner Mutter jedoch nicht machen. Ganz im Gegenteil: Der immense Druck und die Umstände hätten dafür gesorgt, dass er sich durchbeißen und kreativ werden musste, um sein Ziel doch noch zu erreichen. Die Zeit habe ihm sehr geholfen und aus ihm einen besseren Spieler gemacht, der strategischer und effektiver denkt.

Zur Nachahmung ist der Weg Disalvos jedoch nur bedingt zu empfehlen: Nur vergleichsweise wenige Menschen schaffen es mit Videospielen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zudem folgen auf Fehltritte oftmals harte Strafen.

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Tags: Multiplayer   E-Sport  

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