E-Sport: Overwatch ebnet den Weg für erstes rein weibliches College-E-Sports-Team

von Sören Wetterau (09. Mai 2017)

Frauen, die Videospiele spielen, sind längst keine Seltenheit mehr, trotzdessen, dass manch ein Neon-Redakteur das noch nicht so richtig akzeptieren mag. Im E-Sport hingegen sind weibliche Spieler zumeist deutlich unterrepräsentiert und spielen bei Weltmeisterschaften und anderen Turnieren kaum eine Rolle.

Das Stephens College im US-Bundesstaat Missouri (USA) möchte Abhilfe schaffen und will bis zum Herbst 2017 ein Profi-Team mit Unterstützung eines Colleges aufbauen, wie die englischsprachige Webseite Polygon berichtet. Der Clou: Das College richtet sich ausschließlich an Frauen, wodurch auch das E-Sports-Team komplett weiblich sein und somit das erste seiner Art mit College-Unterstützung sein wird. Als Spiel steht Blizzards Overwatch aufgrund der starken, weiblichen Charaktere und weil es im College schon länger Videospielthema Nummer 1 ist, auf der Tagesordnung.

Insgesamt soll das Team am Ende aus zwölf Mitgliedern bestehen, wovon sechs das Hauptteam bilden und die restlichen sechs als Ersatzspielerinnen bereitstehen. Die Plätze werden, wie schon im Fall der "League of Legends"-Stipendien, mit Förderungen belegt, und im Sommer sollen außerdem Testturniere stattfinden, um geeignete Spielerinnen zu entdecken.

Wichtig, so die Präsidentin des Stephens College Diane Lynch, sei es jedoch für sie gewesen, dass ihre Studentinnen entsprechend vor Belästigungen und Beleidigungen möglichst geschützt sind. Der US-Verband National Association of College esports hat aufgrunddessen seine Regeln der National Collegiate Athletic Association angepasst und ahndet Vergehen zukünftig deutlich strenger.

Mitglieder des E-Sports-Teams müssen außerdem an Kursen teilnehmen, in denen es um den Schutz der eigenen Privatssphäre geht und wie sie sich auch online gegen Belästigungen zur Wehr setzen können. Laut Lynch sei das notwendig, da das Stephens College aktuell einer der Pioniere im Bereich E-Sports mit einem ausschließlich weiblichen Team sei. Zukünftig hofft sie darauf, dass noch andere Colleges nachziehen und ebenfalls eigene Teams aufstellen. Das Thema "Gleichberechtigung im E-Sport" schlägt sicher noch Wellen, zumal erst kürzlich ein Transgender-Team von einem Turnier ausgeschlossen wurde.

Mit über 24 Helden bietet Overwatch eine Menge Auswahl. Ein großer Teil davon besteht aus weiblichen Charakteren, die sich nicht nur äußerlich deutlich voneinander unterscheiden. Diese Diversität ist einer der Gründe für den weltweiten Erfolg des Multiplayer-Shooters.

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Tags: Multiplayer   Politik   E-Sport  

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