Vorschau Crossout: Endzeitstimmung im Straßenkampf-MMO

von Michael Krüger (02. Juni 2017)

Staubige Straßen, zischende Gewehrkugeln und der Geruch von Benzin am frühen Morgen - In dieser Version der Postapokalypse dreht sich alles um einen nie enden wollenden Krieg auf der Straße.

Mit Crossout steht ein neues MMO in den Startlöchern, das auf eine einfache, doch ergiebige Formel setzt. In hitzigen Schlachten heizt ihr mit selbstgebastelten Kampffahrzeugen durch Ruinen der menschlichen Zivilisation und kämpft gegen rivalisierende Fahrer um Rohstoffe. Diese wiederum investiert ihr in die Verbesserung eurer Autos.

Damit ihr euch in den Gefechten von Crossout behaupten könnt, verbringt ihr viel Zeit mit dem Basteln neuer Autos. Missionen, Herausforderungen und Mehrspielerschlachten liefern die nötigen Bauteile. Ab hier ist Kreativität gefragt. Clevere Entscheidungen bei der Montage zahlen sich später auf der Straße aus.

Aktuell befindet sich Crossout in der Open-Beta. Ein guter Zeitpunkt, um erste Eindrücke festzuhalten. Bereits jetzt stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung und versprechen eine abwechslungsreiche und unterhaltsame, wenn auch etwas trostlose Zukunft nach der großen Epidemie.

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Für einen Kanister voll Benzin

Ganz im Stil klassischer Dystopie-Szenarien herrscht in Crossout die Suche nach begehrten Rohstoffen vor. Nachdem ein Virus einen Großteil der Menschheit vernichtet hat, vereinigen sich die Menschen der Zukunft in Fraktionen - ähnlich wie ihr es vermutlich von Mad Max kennt. Im immer währenden Kampf um Schrott und Benzin dreht sich alles darum, wer den tödlichsten und effizientesten Fuhrpark vorweisen kann.

Die Helden der Zukunft: KFZ-MechanikerDie Helden der Zukunft: KFZ-Mechaniker

Hier im Herzstück von Crossout genießt ihr als Mechaniker eine große kreative Freiheit. Aus einer stetig wachsenden Auswahl an Bauteilen kombiniert ihr die Endzeit-Autos eurer Träume. Je besser euer Fahrzeug, umso größer die Erträge. Je reicher eure Einnahmen, umso besser eure Bauteile. Der Rhythmus von Crossout ist schnell verinnerlicht und motiviert.

Sowohl stilistisch als auch von Seiten der Spielmechaniken wird das Thema Endzeit ansprechend verpackt, allerdings fehlt es zum aktuellen Zeitpunkt noch an erzählerischer Substanz. Die Basis hierfür ist aber bereits vorhanden. So steigt euer Ansehen durch Sammeln von Erfahrungspunkten, wodurch ihr nacheinander neue Fraktionen freischaltet. Diese unterscheiden sich sowohl von ihrer kriegerischen Ausrichtung als auch ihrer Optik. Das ist schon einmal ein guter Start und macht Lust auf mehr.

Die Werkstatt des Todes

Wie bereits erwähnt, konzentriert sich in Crossout alles auf eure Fahrzeuge. Deren Erstellung funktioniert äußerst intuitiv. Bereits nach wenigen Klicks versteht ihr, wie Teile platziert werden können und worauf ihr bei der Konstruktion achten solltet. Durch die Wahl der Fahrerkabine bestimmt ihr die grundlegenden Werte, wie viel Energie eurem Gefährt zur Verfügung steht und wie schnell es fährt. Zusätzlich benötigt ihr ein Fahrgestell und Reifen oder einen Kettenantrieb.

Neben Bauteilen stehen euch auch diverse Lacke und Deko-Objekte zur Verfügung.Neben Bauteilen stehen euch auch diverse Lacke und Deko-Objekte zur Verfügung.

Ab hier könnt ihr im Grunde so gut wie alles aus eurem Inventar frei platzieren. Ähnlich einem einfachen Lego-Baukasten nutzt ihr Utensilien wie Metallplatten, alte Autotüren oder Stahlträger und verstärkt so die äußere Hülle eures Fahrzeugs. Für die nötige Feuerkraft sorgen Geschütztürme, Schrotflinten und andere Waffen. Limitiert durch Energieverbrauch bestimmt ihr durch die Wahl eures Arsenals die taktische Ausrichtung.

Spielt ihr eine Weile, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, euer Todesmobil auf euren Fahrstil abzustimmen. Auch Mobilität und Panzerung spielen hierbei eine Rolle. Der Feinschliff ist dadurch äußerst komplex und macht dank der eingängigen Steuerung auch nach Stunden noch viel Spaß.

Spazierfahrt mit Folgen

Sobald ihr euch mit eurem neu gebastelten Fahrzeug in die Schlacht stürzt, erntet ihr die Früchte eurer Arbeit. Hier zeigt sich, ob ihr alle Teile sinnvoll platziert habt oder einen unbrauchbaren Schrotthaufen mit Rädern fahrt. Das Wechselspiel aus Experimenten bei der Produktion und dem Sammeln von Erfahrungswerten in Gefechten ist unterhaltsam und gipfelt immer wieder in Momenten, in denen sich eure Bemühungen auszahlen.

Neben gewöhnlichen Gegnern begegnet ihr auch härteren Brocken.Neben gewöhnlichen Gegnern begegnet ihr auch härteren Brocken.

In der Schlacht zeigt sich oft schnell, wie gut ihr eure Bauteile zusammengefügt habt. Ihr kämpft wahlweise alleine oder gemeinsam mit anderen Spielern gegen feindselige Raider. Zusätzlich könnt ihr euch in Rennen gegen menschliche Fahrer behaupten oder in Arena-Kämpfen um verschiedene Ziele ringen. Variation gibt es reichlich, da Karten und Modi sowie Herausforderungen regelmäßig wechseln. Je nach Art der Mission locken andere Belohnungen, wie neue Fahrzeugteile oder Ressourcen.

Die Steuerung der Autos ist simpel und effektiv. Per WASD bewegt ihr euer Gefährt und mithilfe der Maus zielt und schießt ihr. Möchtet ihr nicht alle montierten Waffen gleichzeitig abfeuern, könnt ihr auch andere Tasten belegen. Wie komplex die Bedienung ausfällt, ist also euch überlassen. Für eine Portion Extra-Schub sorgen Raketenantriebe. Auch deren Aktivierung lässt sich zuweisen und so bei Bedarf nutzen.

Die volle Ausstattung

Damit euch beim Basteln nicht langweilig wird, benötigt ihr natürlich neue Fahrzeugteile. Diese könnt ihr mithilfe der Fraktionen bauen. Durch Verbessern eurer Reputation erhaltet ihr so nach und nach neue Möglichkeiten. Möchtet ihr nicht so lange warten, nutzt ihr den Spieler-Marktplatz. Hier gebt ihr eure erspielten Credits aus oder verdient welche, indem ihr nicht länger benötigte Teile verkauft.

Ab Stufe 17 stehen die richtig großen Maschinen bereit.Ab Stufe 17 stehen die richtig großen Maschinen bereit.

Seid ihr weiter vorangeschritten, schaltet ihr nicht nur neue Fraktionen und Bauteile, sondern auch die gewaltigen "Leviathans" frei. Diese stellen im Grunde eine gigantische Version der sonstigen Fahrzeuge dar. Ausgestattet mit mehr Panzerung und mehr Feuerkraft hinterlassen sie in der Regel nur Schutt und Asche.

Der Weg dorthin ist allerdings lang und streckenweise wenig abwechslungsreich. Zumindest was die Präsentation der Umgebung angeht. Zwischen Ruinen von Städten und sandigen Dünen fehlt es hin und wieder an eindrucksvollen Akzenten. Qualitativ hingegen gibt es nichts zu beanstanden. Auch wenn sich ein großer Pulk schwer bewaffneter Fahrzeuge die Kugeln um die Ohren ballert, läuft alles flüssig und sieht super aus. Und dank der knalligen Einschläge von Blei auf der Panzerung fühlen sich die Schüsse satt an und geben ein zufriedenstellendes Treffer-Feedback.

Weiter mit: Vorschau Crossout - Seite 2

Tags: Multiplayer   Koop-Modus  

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