Test Portal Knights: Ein Fantasy-Spielplatz für ruhige Momente

von Michael Krüger (18. Mai 2017)

Drachen, Verliese, Burgen - klassische Bilder mittelalterlicher Erzählungen treffen auf kreative Sandkasten-Mechaniken und versprechen kunterbunten Spaß.

Nach Monaten in der "Early Access"-Phase auf Steam, steht Portal Knights nun endlich in den Startlöchern und erscheint sowohl für PC, als auch für PS4 und Xbox One. Eine Switch-Fassung soll im Laufe des Jahres ebenfalls noch erscheinen. Und damit stehen unterhaltsamen Stunden mit dem Minecraft-Hybriden so gut wie nichts mehr im Wege.

Dass der Mix aus Rollenspiel und Klötzchen-Bauen ordentlich unterhält, fanden auch die Juroren des DCP und zeichneten Portal Knights als bestes Spiel mit dem Deutschen Computerspielpreis aus. Ob Portal Knights so viel Lob verdient hat, lest ihr hier.

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Ein Abenteuer - Viele Welten

Anders als die meisten anderen Aufbauspiele dieser Art, verfügt Portal Knights über eine Handlung. Gut, zumindest Ansätze davon sind vorhanden. Nach dem Intro, das euch darüber aufklärt, dass die Welt in Splitter zerbrochen ist und ihr nun mithilfe von Portalen von einem Landschaftsfetzen zum nächsten reisen sollt, findet ihr von einer richtigen Erzählung nicht mehr viel.

Gartenarbeit - Ideal um abzuschalten.Gartenarbeit - Ideal um abzuschalten.

Immerhin tauchen in angenehmen Abständen auch andere Charaktere auf. Mal sind diese eher dekorativer Natur, mal versorgen sie euch mit einer Aufgabe oder verkaufen euch interessante Waren. Eine tiefgründige Geschichte erzählt Portal Knights jedoch kaum. Wirklich schlimm ist das aber eigentlich nicht. Der Rahmen, der durch die Handlung gesetzt wird, erfüllt nämlich seinen Zweck.

Die zufällig generierten Welten laden immer wieder dazu ein, dass ihr euch auf den Weg ans Ende der Portale macht, unterwegs ein paar fiese Bosse erledigt und vor allem an einem schönen Zuhause bastelt. Portal Knights ist äußerst gemütlich. Die erzählerischen Happen passen daher ganz gut in den Spiel-Rhythmus

Pixar trifft Minecraft

Wie eingangs erwähnt, lässt sich Portal Knights spielerisch am ehesten mit Minecraft vergleichen. Ihr baut also hauptsächlich Rohstoffe ab und produziert daraus allerhand Brauchbares. Da ihr innerhalb einer Welt nicht alles findet, reist ihr immer wieder zu anderen Biotopen, wodurch Abwechslung ein fester Bestandteil der Spielmechaniken ist. Mal bewegt ihr euch über saftige Wiesen, mal durch finstere Verliese.

Neue Rezepte erhaltet ihr durch die Verbesserung der Gerätschaften.Neue Rezepte erhaltet ihr durch die Verbesserung der Gerätschaften.

Egal, wo ihr hingeht, es wimmelt von Monstern. Hier kommt der Rollenspielcharakter von Portal Knights zum Tragen. Als eine von drei Klassen bekämpft ihr Feinde entweder mit Schwert, Zauberstab oder Bogen. Durch Stufenaufstiege verbessert ihr eure Charakterwerte und neue Rüstung schmiedet ihr selbst. Diese Mechaniken fügen sich nahtlos in die restlichen Spielkonzepte ein. Einziger relevanter Kritikpunkt: Die Verwaltung eures Inventars ist unnötig kompliziert. Gerade auf den Konsolen hätten ein paar Komfort-Funktionen den Ablauf ordentlich geglättet. Wollt ihr nämlich beispielsweise Gegenstände in eine Truhe legen, müsst ihr diese zunächst öffnen, dann auf den Tabellenreiter Rucksack wechseln und dort mithilfe eines Kontextmenüs einzelne Posten in Richtung Truhe verschieben.

Ansonsten gibt es kaum etwas an Portal Knights zu beanstanden. Denn grundsätzlich macht es exakt das, was es verspricht. Die Spielwelten, die ihr durchreist, sind stimmungsvoll und profitieren von dezenten Lichteffekten und verspielten Details. Oberflächen und Texturen sind griffig und verhelfen dem Gesamtbild zum Charakter eines Animationsfilms. Klassische Fantasy-Melodien berieseln die Szenerie und selbst fiese Feinde sehen irgendwie knuddelig aus. Ein toller Spielplatz und viel zu entdecken.

Meinung von Michael Krüger

Es kann schon eine ganze Weile dauern, bis ihr alles in Portal Knights gesehen habt. Zwar sind eure Möglichkeiten beim Bau weniger komplex als beim großen Vorbild Minecraft, doch gibt es unterm Strich immer noch reichlich zu entdecken. Der Rollenspiel-Anteil mag eher rudimentär sein, hält dadurch aber auch schön die Waage zu den Aufbau-Mechaniken.

Gerade, wenn es einmal nicht das große Epos aus vollen Rohren sein muss und ihr Lust auf etwas entschleunigten Spaß habt, kommt Portal Knights vermutlich gerade recht. Ihr bestimmt, wie euer Weg verläuft und ob ihr lieber lange an aufwändigen Gebäuden bastelt oder euch auf die Jagd nach versteckten Schätzen macht. Nachholbedarf gibt es in Sachen Mehrspieler, da aktuell nur ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler vorhanden ist. Die Langzeitmotivation würde sicher von weiteren Mechaniken und Modi profitieren. Vielleicht dürft ihr auf diese ja in Form von Aktualisierungen hoffen.

79

meint: Gemütlicher Mix aus Rollenspiel und Minecraft-Mechaniken. Nicht immer unkompliziert, aber durchweg unterhaltsam.

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Tags: Singleplayer   Koop-Modus   Fantasy  

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