Vier faszinierende Geheimtipps aus Fernost - Hakuoki & Kamiko

(Special)

Hakuoki - Kyoto Winds (Vita, ca. 40 Euro)

Ihr schließt Bekanntschaft mit den berühmt-berüchtigten Shinsengumi.Ihr schließt Bekanntschaft mit den berühmt-berüchtigten Shinsengumi.

Worum geht's? Hakuoki - Kyoto Winds ist ein sogenanntes Otome-Game - ein Spiel, das sich in erster Linie an junge Frauen richtet. Als reine Visual Novel verzichtet Hakuoki komplett auf Action- oder Strategieeinlagen. Ihr lest englische Textkästen, lauscht japanischer Sprachausgabe und folgt so der Geschichte einer jungen Frau namens Chizuru, die im Japan der Bakumatsu-Zeit nach ihrem verschwundenen Vater sucht. Stattdessen trifft sie auf dämonische Krieger und wird in letzter Sekunde von den Shinsengumi, einer damals real existierenden und heute romantisch stark verklärten Gruppe von Schwertkämpfern, gerettet.

Doch die Shinsengumi wissen nicht so recht, was sie nun mit Chizuru anfangen sollen - immerhin ist sie jetzt eine Zeugin, dass in Kyoto etwas so gar nicht stimmt. Mit der Zeit verbessern sich die Verhältnisse zwischen Chizuru und ihren Rettern. Zwar ist die Beziehung zu einem der zwölf verfügbaren Junggesellen auch ein Thema, im Vordergrund stehen aber das Drama der damaligen Zeit: Hakuoki schreckt nicht vor dramatischen Wendungen in der Geschichte zurück und ist oft überraschend kompromisslos.

Wie die beiden zuvor vorgestellten Spiele, kommt auch Hakuoki mit englischen Texten und japanischer Sprachausgabe daher, eine deutsche Lokalisation gibt es nicht. Das ist durchaus schade, denn Hakuoki punktet mit einer richtig guten Geschichte und ebenso interessanten wie undurchsichtigen Protagonisten. Otome-Fans kennen Hakuoki schon von 3DS und PSP, durch den extrem erweiterten Umfang lohnt der Kauf aber auch für all jene, die bereits frühere Inkarnationen gelesen haben. Und für Neugierige ist Hakuoki der wohl beste Einstieg in die spannende Welt der Otome-Spiele.

Interessiert? Hier findet ihr Hakuoki - Kyoto Winds bei Amazon.

Kamiko (Switch, ca. 5 Euro)

Ihr kämpft euch durch vier pixelige Welten.Ihr kämpft euch durch vier pixelige Welten.

Worum geht's? Nach drei sehr textlastigen Titeln ist das Switch-exklusive Kamiko eine willkommene Abwechslung. Das Actionspiel erinnert auf den ersten Blick mit seiner Pixelgrafik und der Vogelperspektive ein wenig an Klassiker wie The Legend of Zelda - A Link to the Past, kommt aber viel, viel schneller und actionreicher daher. Ihr wählt eine von drei Spielfiguren, die sich in Aussehen und Bewaffnung voneinander unterscheiden und stürzt euch in die vier Levels.

In jedem gibt es Horden stets nachwachsender Gegner, Kisten mit Upgrades, Schlüsseln oder Energiesphären und vier Schreine, die es zu finden gilt. Erst wenn alle vier Schreine aktiviert sind, öffnet sich das Tor zum hiesigen Boss, der mit der richtigen Taktik bezwungen werden will. Auch im ersten Durchgang sind die vier Levels innerhalb von etwa einer Stunde zu schaffen, aber da sich die drei Figuren sehr unterschiedlich anfühlen, ist wiederholtes Spielen wärmstens empfohlen.

Kamiko zockt sich blitzschnell, Keilereien mit Gegner fühlen sich enorm befriedigend an und die kleinen Rätsel sorgen für das richtige Maß an Abwechslung. Klar, nach spätestens drei Stunden habt ihr hier wirklich alles gesehen, aber dafür sind diese drei Stunden unterhaltsamer als viele künstlich in die länge gezogenen, geschmacksneutralen Open-World-Dauerlutscher. Und mit gerade mal fünf (5!) Euro ist der Switch-Download nun auch wirklich nicht teuer. Wer das Glück hat, Nintendos aktuellen Hardware-Liebling bereits zu besitzen, sollten Kamiko auf keinen Fall verpassen: Das Actionspiel ist ein echter Geheimtipp.

Ihr seht, auch abseits der üblichen Genrepfade und der üppigen AAA-Produktionen gibt es ziemlich spannende Titel da draußen. Gut, oft braucht man dafür stabile Englischkenntnisse, aber wer sich erst einmal auf so einen Exoten einlässt, erlebt mal ganz andere Abenteuer als in den großen Titeln, die für gewöhnlich die Schlagzeilen beherrschen. Viel Spaß dabei!

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Tags: Anime  

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