9 Dinge, die du beim PC-Bauen falsch machen kannst

von Stephan Schünke (10. Juni 2017)

Einen Gaming-PC zu bauen ist grundsätzlich nicht schwer, denn alle Teile haben ihren Steckplatz. Doch es existieren seit jeher zahlreiche Mythen und „Fakten“, die für Verwirrung sorgen, noch bevor ihr den eigenen PC überhaupt zusammenbaut. Wir zeigen euch hier, auf was ihr unbedingt achten solltet, damit euer Gaming-PC auch die Power hat, die ihr braucht.

Ausgewogenheit ist das erste Ziel

Ein ausgewogenes System ist das A und O. Achtet dabei stets darauf, dass euer Prozessor ausreichend Geschwindigkeit hat, um die Grafikkarte nicht auszubremsen. Aber ähnlich ist es auch andersherum. Eure Grafikkarte ist dafür zuständig das Spiel zu berechnen, nicht der Prozessor. Daher wählt weise und versucht ein möglichst ausgewogenes System auf die Beine zu stellen. Ihr kauft euch ja auch keinen Porsche mit 13 Zoll Reifen.

Der richtige Sockel

Ob AMD oder Intel, beide Systeme bieten euch unterschiedliche Sockel für den Prozessor. Während ein Intel Prozessor nicht auf einem AMD-Mainboard platziert werden kann, funktionieren AMD Prozessoren nicht auf Intel Boards. Aber auch intern gibt es Unterschiede. So findet ein AMD Ryzen seinen Platz auf einem AM4-Sockel, während ältere FX-Prozessoren auf AM3+ Boards platziert werden. Beachtet daher stets, auf welchen Sockel der Prozessor passt. Informationen dazu findet ihr auf den Herstellerseiten.

Übertakten? Achtet auf den Chipsatz

Wisst ihr jetzt schon, dass ihr eure CPU übertakten möchtet? Dann achtet auf Details, denn während ihr AMD CPUs auf allen Chipsätzen problemlos schneller machen könnt, braucht ihr für Intels Plattformen stets einen Z-Chipsatz. Erst dann ist es möglich, den Takt anzuheben und noch mehr Performance aus dem PC herauszuholen.

DDR? Keine Politik aber wichtig zu beachten

Wer jetzt bei der Bezeichung „DDR“ gleich an die Teilung Deutschlands denkt, der liegt ein wenig falsch, denn diese Abkürzung heißt nichts anderes als „Double Data Rate“ und bezeichnet den Arbeitsspeichertypen. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene RAM-Typen entwickelt, die von unterschiedlichen Prozessoren und Mainboards unterstützt werden. Damit der PC keine Schäden davon trägt, solltet ihr daher darauf aufpassen, dass ihr stets den richtigen RAM-Typ verbaut. Heutiger Standard ist bei Intel als auch bei AMD der DDR4-Speicher. Ältere Prozessoren und Mainboards unterstützen aber weiterhin DDR3.

Ausreichend Energie – das Netzteil

Ein großes Mysterium ist heute immer noch das Netzteil, denn viele wissen nicht immer, welche Stärke sie benötigen. Hinzu kommen die unterschiedlichen Effizienzklassen. Fakt ist: Es werden oftmals viel zu billige Netzteile mit großen Watt-Stufen verkauft. Doch dabei kann es sich durchaus um den ein oder anderen China-Böller handeln. Kauft ihr euch beispielsweise ein hochwertiges 400 Watt Netzteil mit einer Gold-Zertifizierung, kann dieses durchaus effizienter arbeiten als ein sehr billiges "550 Watt"-Modell.

Hitze ist schlecht – Kühlung

Viele Gamer brauchen Leistung und beachten dabei leider viel zu wenig die Kühlung. Doch diese ist mitunter dafür verantwortlich, dass der PC lange lebt. Vergleichen könnt ihr das mit Autoreifen. Je länger und häufiger ihr schnell fahrt, desto höher ist die Abnutzung. Auch bei PC-Komponenten ist dies der Fall, doch werden diese durch den Stromfluss „abgenutzt“, der Hitze erzeugt. Sorgt dafür, dass eure CPU, GPU aber auch eure Festplatten stets gut gekühlt sind, damit ihr lange Freude am System habt.

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Möchtet ihr euren PC ein wenig pimpen? Dann schaut euch diese Bilderstrecke einmal genauer an. Wir geben Tipps für kleinere Optimierungen an eurem PC.

Windows 32 oder 64 Bit?

Machen wir uns nichts vor: 32 Bit ist tot. Während vor 15 Jahren diese Version noch gängig war, da kaum jemand mehr als 1 bis 2 Gigabyte RAM nutzte, ist es heute überholt. Denn PC-Systeme greifen mittlerweile auf 16, 32 und mehr Gigabyte zurück. Doch was ist das Geheimnis dahinter? Systeme mit 32 Bit haben einen eingeschränkten Adressraum, wodurch sie nicht mehr als 4 Gigabyte nutzen können. Das Problem kann lediglich mit einem 64 Bit System behoben werden.

Erst die SSD oder die HDD?

Eine wichtige Frage stellt sich vielen Neulingen, gleich zu Beginn der Anschaffung: Braucht ihr als erstes eine SSD oder eine HDD? Beachtet dabei, dass die SSD eine erheblich schnellere Schreib- und Leserate bietet, was dazu führt das dein Betriebssystem aber auch Programme wesentlich schneller starten. HDDs dienen heutzutage nur noch als Datengrab oder Spielepartition. Kauft ihr euch demnach ein System mit einer HDD und installierst darauf Windows, müsstet ihr euer gesamtes Betriebssystem später umziehen oder neu installieren, solltet ihr eine SSD nachrüsten wollen. Daher empfiehlt es sich stets als erstes eine SSD einzubauen.

Kabel richtig verstauen

Weniger ein Fehler, sondern mehr ein gut gemeinter Rat. Kabel im System können den „Airflow“ als den Luftstrom eurer Lüfter behindern, was zu höheren Temperaturen führt. Verstaut eure Kabel demnach so, dass sie nicht vor den Lüftern hängen. Gehäuse mit einem ausgeklügelten Kabelmanagement helfen euch dabei.

Tags: Hardware  

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