Diese Geheimtipps von Square Enix verdienen eine Neuauflage - Secret of Mana, Parasite Eve, Bushido Blade, Vagrant Story

(Special)

Secret of Mana

Erschienen: 1994 für SNES

(Quelle: Youtube, Tony Rivera)

Das ist jetzt der Punkt, an dem SNES-Veteranen feuchte Augen kriegen: Secret of Mana hat das Genre des Action-RPGs auf dem Super Nintendo Entertainment System geradezu definiert. Die Musik, die kurz nach dem Einschalten der Konsole erklingt, weckt sofort Erinnerungen an das bunte, von durchaus humorvollen Momenten durchsetzte, letzten Endes aber ernste, wenn nicht gar todtraurige Abenteuer rund um drei junge Helden.

Innovative Menüführung, die Möglichkeit, mit drei Spielern gleichzeitig in die Schlacht zu ziehen und eine überaus hübsche Grafikkulisse machen diesen Teil der schier endlosen Mana-Reihe einfach unvergesslich. Ungewöhnlich für damals: Das große Abenteuer hat sogar eine deutsche Übersetzung erhalten, die sowohl als die schlechteste als auch die lustigste Übersetzung eines Videospiels aller Zeiten gilt. Das Urteil darüber überlassen wir euch.

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Wie bereits erwähnt gibt es viele Ableger der Reihe, einige davon sind nur in Japan erschienen. Keines dieser Spiele fängt aber das Gefühl eines großen Abenteuers, den wachsenden Zusammenhalt einer ungleichen Heldentruppe und die Atmosphäre eines Reiches, in dem Magie und Wunder an der Tagesordnung stehen so gekonnt ein wie Secret of Mana. Wenn Square Enix schon mit Final Fantasy 7 - Remake den Fans einen großen Dienst erweisen will, sollte Secret of Mana gleich als nächstes auf der Liste stehen.

Parasite Eve

Erschienen: 1998 für PlayStation

(Quelle: Youtube, lfk101)

RPG-Meister Square Enix wagt mit Parasite Eve einen Ausflug auf ein höchst ungewöhnliches Parkett. Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Autors Hideaki Sena stellt das Spiel die Frage: Was passiert, wenn die Mitochondrien, die Energielieferanten im menschlichen Organismus, ein eigenes Bewusstsein entwickeln? Die Antwort darauf sorgt im Spiel und im Roman für katastrophale Ereignisse.

Anstatt auf ein fiktives Fantasy-Szenario zurückzugreifen, ist die Handlung von Parasite Eve in New York angesiedelt. Die Mitochondrien der Opernsängerin Melissa Pearce lassen die Dame ohne ihr Zutun schlagartig in der Evolution aufsteigen. Die Konsequenzen sind für ihre Umwelt tödlich. Auftritt: Aya Brea. Die junge Polizistin ist immun gegen die spontane Mutation der Mitochondrien. Bei ihr läuft die Entwicklung kontrolliert ab und sie behält ihr Bewusstsein als Mensch. Fortan ist sie die einzige, die den überragenden und schnell wachsenden Kräften von Melissa die Stirn bieten kann. Kurz gesagt: Sie ist die letzte Hoffnung der Menschheit.

In einem Zyklus von sieben Tage fällt die Stadt immer weiter unter die Herrschaft von Melissa und der grauenvollen Mutationen, die sie vor allem in Tieren auslöst. Dieser erstaunlich düstere Ausflug von Square Enix hat zwei Nachfolger nach sich gezogen, die jedoch spielerisch und erzählerisch nicht ganz an das Original heranreichen. Es ist höchste Zeit, dass Aya Brea ein neues Grafik-Gewand erhält und die teils recht hölzernen Animationen und Spielmechaniken ablegt. Eine wunderschöne und nicht minder düstere Neuauflage wäre da doch genau das Richtige.

Bushido Blade

Erschienen: 1998 für PlayStation

(Quelle: Youtube, Dreamcaster DCF)

Einen weiteren höchst interessanten Versuch im Prügel-Genre versucht Square Enix mit Bushido Blade. Es bleibt nicht bloß bei dem Versuch, sondern endet in einem spannenden Schwertkampf-Szenario, das in dieser Form zuvor noch nicht präsentiert wurde.

Dreh- und Angelpunkt der Kampfmechanik ist die realitätsnahe Umsetzung der Auswirkungen von Treffern. Während in anderen Kampfspielen die Kontrahenten nach direkten Schlägen auf die Nase oder nach Würfen, die jedes Rückgrat zu Staub zermahlen, munter weiterkämpfen bis die Energieleiste den Geist aufgibt, laufen die Uhren in Bushido Blade etwas anders.

Die großen 3D-Areale verfügen über Höhenunterschiede und Hindernisse. Diese führen je nach Position zu eurem Vor- oder Nachteil. Wichtigstes Element ist jedoch das Verhalten der Kämpfer, nachdem sie Treffer eingesteckt haben. Ein Schlag gegen das Bein, schon ist es vorbei mit munterem Herumlaufen und Ausweichsprüngen. Fortan kann der Getroffene nur noch in knieender Haltung um sein Leben kämpfen. Ein Schwertstreich gegen den Waffenarm sorgt dafür, dass sowohl Angriff und Verteidigung des Kontrahenten schwere Einbußen nehmen. Ein Treffer gegen den Kopf nach zwei Sekunden im Kampf kann die Auseinandersetzung sofort beenden.

Ihr seht, Bushido Blade hält sich nicht an bestehende Konventionen im Stile von Street Fighter oder Soul Calibur. Wildes Draufhauen führt hier selten zum Sieg. Den Gegner beobachten, den richtigen Moment abwarten, gezielt zuschlagen - das ist der Weg des Bushido. Gerne würden wir diesen Weg auch auf den aktuellen Plattformen bestreiten.

Vagrant Story

Erschienen: 2000 für PlayStation

(Quelle, Youtube, Diclonus)

Es lässt sich kaum bestreiten: Vagrant Story ist ein Meisterwerk. Dieses Action-RPG war zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung seiner Zeit in vielerlei Hinsicht weit voraus. In der Rolle eines mittelalterlichen Geheimagenten, genannt "Risk Breaker", erforscht ihr eine alte Stadt und klärt die Entführung eines Kindes aus dem hohen Adel auf. Schon bald zeigt sich, dass die Stadt selbst ein gigantischer Katalysator für schwarzmagische Energien ist und dementsprechend von allerlei feindseligen Kreaturen bevölkert wird. Im steinernen Bauch der Stadt verbergen sich sogar Elementar-Herren, Drachen, Minotauren und lebende Statuen. Doch auch schwierige Sprungpassagen sowie teils knackige Rätsel wollen euer Vorankommen erschweren.

Mit nur einer spielbaren Figur, die aber mit zahlreichen Waffen, speziellen Angriffstechniken und einem großen Repertoire an magischen Fertigkeiten ausgerüstet ist, bestreitet ihr die beschwerliche Reise.

Vagrant Story besticht durch sein brillantes Design in allen Belangen. Die Umgebung vermittelt durch Grafik, Geräuschkulisse und einen unaufdringlichen, jedoch eingängigen Soundtrack eine Atmosphäre, die gleichzeitig märchenhaft und bedrohlich wirkt. Der Kampf besteht aus einer fein ausgewogenen Mischung aus Taktik, Reaktionsvermögen und guter Vorbereitung. Dem zugute kommt das ausführliche Crafting-System. Je öfter ihr einen bestimmten Gegnertyp mit einer Waffe angreift, desto stärker wird diese Waffe gegen exakt diesen Typ. Bestehende Werte können bei der Herstellung auf neue Waffen übertragen werden. So kann es schnell vorkommen, dass ein harmlos wirkendes Silbermesser zu einer mächtigen Sense wird, die zum Beispiel Geister mit wenigen Treffern bannt.

Aufgebaut sind all diese komplexen und motivierenden Mechaniken um eine hervorragend erzählte Geschichte, die gänzlich ohne Humor auskommt, stattdessen den Fokus auf die Gefährlichkeit der Situation und die uralten Geheimnisse der Stadt legt. Um es noch einmal zu wiederholen: Vagrant Story ist ein Meisterwerk, das jedoch vermutlich aufgrund seiner PS1-Optik heute wohl die meisten Spieler abschrecken würde. Eine Neuauflage oder eine Fortsetzung (das Ende des Spiels schreit förmlich danach) steht auf unserer Wunschliste an oberster Stelle!

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Tags: Retro   Fantasy  

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