Der "Xbox One X"-Killer: Gaming-PC oder Konsole?

von Stephan Schünke (24. Juni 2017)

Microsoft hat erst kürzlich auf der E3 2017 seine neue Konsole, die Xbox One X, vorgestellt. Sie soll die Heimkinos und Wohnzimmer aller Gamer erobern, die gemütlich auf dem Sofa zocken wollen. Doch was ist, wenn ihr mehr Freiheiten möchtet, die euch eine Konsole nicht geben kann? Wir ergründen heute, ob es möglich ist, einen "Xbox One X"-Killer zu bauen.

Vorwort: Kein "Hate"

Da uns bereits mehrfach aufgefallen ist, dass solche Artikel schnell als „Hate“ gesehen werden, möchten wir hier daran erinnern, dass wir ein Magazin für Gamer sind und lediglich Alternativen aufzeigen möchten. Theoretisch könnten wir dies auch mit der PS4 Pro machen, doch ist die stärkste Konsole nun die Xbox One X, die es zu schlagen gilt.

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Seht diesen Artikel nicht als Hate an, sondern lediglich als Alternative für alle PC-Begeisterten.

Warum ein PC anstatt der Konsole?

Die erste Frage, die sich stellt, ist, warum ihr euch einen PC kaufen solltet und keine Konsole? Natürlich haben beide Seiten ihre Vor- und Nachteile. Eine Konsole ist schnell einsatzbereit, ihr müsst euch um keinerlei Technik kümmern und es handelt sich um ein ausgewogenes, fertiges System mit zahlreichen Exklusivspielen. Doch natürlich ist die Konsole auch eingeschränkt in Sachen Grafikqualität, auch dann wenn sie euch 4K bietet. Denn Grafikdetails wie Texturen sind oftmals weniger stark ausgefeilt als auf einem PC. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass sich ein PC problemlos für die Zukunft aufrüsten lässt, falls die grafischen Anforderungen nicht mehr ausreichen.

Und zu guter Letzt: die Spiele. Während Konsolen mehrere Tausend Spiele bieten, habt ihr auf einem Gaming-PC mehrere 10.000 und mehr Spiele zur freien Auswahl. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten, egal ob Rollenspiel, Action oder Strategie.

Wer dabei stets mit dem Controller spielen möchte, der kann dies mittlerweile auch mit zahlreichen Spielen machen, da viele moderne Spiele bereits eine Controllerunterstützung am PC bieten.

Vorteile PC / Nachteile PC

Die Vor- und Nachteile könnten wir über mehrere Seiten strecken, doch zeigen wir euch an dieser Stelle nur die wichtigsten und markantesten.

Vorteile:

  • Viel mehr Spiele (Viele PC-exklusiv)
  • Höhere Grafikdetails
  • Einfach aufrüstbar (zukunftssicher)
  • Maus und Tastatur / Controllerunterstützung

Nachteile:

  • "High End"-Systeme oftmals teurer
  • Nur für interessierte Nutzer (Aufrüstbarkeit etc.)
  • Komplizierterer Umgang als Konsole (Fü PC-Neulinge)

Der „Killer“ im Detail: Die Hardware

Microsoft hat mit der Xbox One X eine Konsole vorgestellt, die ihres Gleichen sucht. Mit acht Prozessorkernen sowie einem Grafikchip mit 6 TFLOPS gehört die neue XBOX ONE X zu den stärksten Konsolen, die es auf dem Markt gibt und 2017 geben wird. Die PS4 Pro kommt dabei auf „lediglich“ 4,2 TFLOPS. Theoretisch ist es möglich einen PC zu bauen, der eine ebenso hohe Grafikperformance bietet, wie die Xbox One X. Im Folgenden zeigen wir euch die Hardware, die wir dafür nutzen und erläutern euch auch, warum wir diese Bauteile nutzen.

Prozessor: Intel Pentium G4560

Ein kleines Wunderwerk der Technik erhalten wir mit dem neuen Pentium G4560, der mit zwei Kernen sowie SMT (Multithreading) ausgestattet ist. Dabei simuliert der Prozessor zwei weitere Kerne, was ihn in etwa so schnell wie einen Vierkernprozessor macht. Zahlreiche Testberichte auf einschlägigen Webseiten attestierten dem kleinen Pentium eine enorme Leistung.

Einen Achtkernprozessor können wir in diesem Fall nicht nutzen, da dies den Preis erheblich in die Höhe treiben würde. Die weiteren Kerne kann der Pentiumprozessor allerdings mit einer erheblich höheren Taktfrequenz ausgleichen (2,3 GHz Xbox One X vs 3,5 GHz Pentium G4560). Denn wie wir wissen, sind Spiele sehr taktfreudig.

Grafikkarte: Sapphire Radeon RX 580 Nitro+ (Alternativ GTX 1060)

Um die TFLOPS zu erreichen, haben wir uns für eine RX 580 von AMD entschieden. Unsere Ausführung ist ein höher getaktetes Modell von Sapphire – die Nitro+ in der Special Edition. Die Karte besitzt etwas mehr als 6,2 TFLOPS und vertraut auf 8 Gigabyte VRAM. Eine Alternative wäre eine Geforce GTX 1060, die in etwa ähnlich schnell ist wie eine RX 580. Mit rund 3,8 TFLOPS kommt sie jedoch nicht an die 6 TFLOPS der Xbox One X heran und wäre somit in einem „Killer“ unangebracht, auch wenn der Wert nicht viel über die eigentliche Spieleleistung aussagt.

Die restliche Hardware

Weiterhin verwenden wir 8 Gigabyte DDR4 RAM auf einem AsRock H110M DGS Rev. 3.0. Dieses Mainboard kostet lediglich 45 – 50 Euro und kann als einziges H110-Modell die aktuellen Prozessoren der "Kaby Lake"-Architektur aufnehmen. Als Festplatte kommt ein 500 Gigabyte-Modell von Seagate zum Einsatz. Wer etwas mehr Budget übrig hat, kann hier ebenso zu einem SSD/HDD-Gespann oder einer SSHD greifen. Der Aufpreis beträgt, je nach Kapazität, rund 25 Euro aufwärts.

Wichtig ist, dass ihr beim Netzteil nicht so sehr spart. Wer wenig Budget übrig hat, der kann mit einem 25 Euro teuren Netzteil starten. Möchtet ihr zukünftig aufrüsten, raten wir euch mindestens zu einem Seasonic S12II mit 430 Watt und Bronze-Zertifizierung. Dieses Netzteil ist auch in unserem PC eingebaut.

Beim Gehäuse habt ihr freie Auswahl, denn hier zählt in erster Linie der eigene Geschmack. Einfache Gehäuse erhaltet ihr schon ab 20 Euro. Unser Geheimtipp: Das Kolink Aviator M. Es besitzt ausreichend Platz für alle Bauteile und bietet euch gleichzeitig leise Gehäuselüfter für eine einwandfreie Belüftung.

Womit wir nicht dienen können

Die Xbox One X ist nicht nur leistungsstark, sondern bietet auch ein umfangreiches Gesamtpaket. Im Preis von rund 500€ ist bei einem GamingPC kein 4K-Blu-ray-Laufwerk enthalten und auch ein Betriebssystem können wir nicht bieten. An dieser Stelle müssen auch wir kapitulieren. Die meisten PC-Anwender haben ohnehin noch einen Windows-Key irgendwo vorrätig und ein aktuelles Blu-ray-Laufwerk kostet auch nicht mehr als rund 40 Euro. Wer eine neue Windows-Lizenz benötigt, der wird in den zahlreichen Onlineshops sehr günstig fündig.

Spielebenchmarks

Benchmarks und weitere Ergebnisse werden wir euch in einem zweiten Teil hier bei uns vorstellen.

Hat euch dieser Artikel gefallen? Oder habt ihr Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge? Lasst es uns gerne wissen! Schreibt uns eine Mail an redaktion@spieletipps.de und verratet unserer Redaktion eure Meinung.

Tags: Hardware  

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