Test Final Fantasy 14 - Stormblood: Die fast nahtlose Fortsetzung

von Michael Krüger (27. Juni 2017)

Während für Neulinge der Berg an Aufgaben wächst, dürfen sich Veteranen über die heißersehnte Fortsetzung der Handlung freuen. Frische Inhalte und Änderungen läuten ein neues Kapitel ein.

Für die einen endet eine lange Wartezeit, für die anderen tut sich eine neue Einstiegsgelegenheit auf. Final Fantasy 14 - Stormblood hebt das MMORPG rund um die Traditionsserie auf die nächste Stufe und liefert neben einem großen Paket an neuen Inhalten auch jede Menge Anpassungen und Verbesserungen.

Die Handlung nach der Erweiterung Heavensward geht weiter und ihr erlebt, wie sich die junge Truppe Abenteurer im Gebiet rund um die besetzte Stadt Ala Mhigo durchschlägt. Neue Jobs sowie grundlegende Änderungen bestehender Klassen versprechen einen frischen Wind und auch die Präsentation der neuen Inhalte setzt sich höhere Ziele.

Nun hat das Warten ein Ende und wie bereits die ersten Stunden im Spiel zeigen, war die Vorfreude definitiv begründet. Willkommene Änderungen und jede Menge Diskussionsbedarf zeichnen zwar kein eindeutiges Bild, doch machen diese Punkte auch deutlich, dass das MMORPG noch einiges vorhat.

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Gegen die Unterdrückung

Gyr Abania, eine vom garleischen Kaiserreich besetzte Gegend, heißt das erste neue Gebiet, das ihr in Stormblood bereist. Auch Lyse, eine ortsansässige Faustkämpferin, ist mal wieder mit von der Partie. Gemeinsam macht ihr euch auf, die Fesseln der Region langsam aber sicher zu lösen. Doch das ist erst der Anfang eurer aufregenden Reise. Denn neben Ala Mhigo warten noch viele weitere neue Regionen auf euch.

Hier lässt es sich doch aushalten.Hier lässt es sich doch aushalten.

Besonders die Abschnitte, die ihr nur über die Luft erreicht, können ohne weiteres als zauberhaft bezeichnet werden. Und da ihr nun ab einer bestimmten Mission auch tauchen könnt, warten ein paar ganz spezielle Eindrücke unter der Wasseroberfläche auf euch. Dank der neuen Schauplätze fühlt sich die Handlung recht frisch an, wenn auch nicht alle Aufgaben die gleiche Sprache sprechen.

Auch in Stormblood verbringt ihr nämlich einen großen Teil eurer Zeit mit kleineren Besorgungen, dem Übermitteln von Botschaften oder auch kleineren Boss-Gegnern, die in bestimmten Arealen auf euch warten. Gespräche lockern das Geschehen auf und gelegentlich werdet ihr Teil amüsanter Szenen. Trotz der Bemühungen reicht das Niveau der Erzählung allerdings nicht an klassische Ableger von Final Fantasy heran, was vermutlich aber etwas dem Genre geschuldet ist.

Gemessen an anderen MMORPGs ist Final Final Fantasy 14 - Stormblood nämlich wunderbar inszeniert und wirkt durch und durch modern. Nur eben im Vergleich zu Einzelspieler-Rollenspielen bleibt Luft nach oben. Ein nicht unüblicher Eindruck davon, dass das Genre oder zumindest die Bemühung nach Kompatibilität den Fuß auf die Bremse stellt, werdet ihr vermutlich also auch hier nicht los. Gut ist die neue Geschichte dennoch und dank einiger spannender Momente zumindest von Seiten der Darstellung eine Steigerung zu A Realm Reborn und Heavensward. Rein erzählerisch behält Heavensward die Nase allerdings eine Spur vorn.

Umfangreiche Neuerungen

Spielerisch bringt die neue Erweiterung ebenfalls einige Veränderungen mit. Ganz vorne mit dabei, die zwei neuen Klassen, respektive Jobs. Sowohl Samurai als auch Rotmagier beginnen bei Level 50 und stehen komplett für sich, wenn sie auch Ähnlichkeiten zu bereits bestehenden Jobs aufweisen. Von Seiten der Mechaniken heben sie sich durch besondere Eigenheiten vom Rest ab und stehen wunderbar für sich.

Interessante Mechaniken: Der Rotmagier spielt sich äußerst spannend.Interessante Mechaniken: Der Rotmagier spielt sich äußerst spannend.

So ist der Rotmagier, wie der Name vermuten lässt, zwar ein Zauberer, doch setzt er seine Fähigkeiten ganz anders ein als beispielsweise der Schwarzmagier. Dank des sogenannten Doppelzaubers könnt ihr während der Beschwörung einer magischen Fähigkeit direkt schon eine zweite einsetzen. Dadurch ergeben sich praktische Kombinationen. Der Samurai ist ebenfalls recht unterhaltsam und dürfte vor allem denjenigen unter euch gefallen, die gerne auf Tuchfühlung mit Feinden gehen. Ein flinker und nicht zu unterschätzender Draufgänger.

Wie auch schon mit Heavensward bekommen mit der neuen Erweiterung auch die bereits etablierten Klassen eine Generalüberholung. Wie gut diese gelungen sind, hängt allerdings stark davon ab, welche Klasse ihr betrachtet und vor allem, wen ihr fragt. Denn während manche Anpassungen für die einen Spieler praktisch und willkommen sind, klagen auf der anderen Seite einige über zu drastische Änderungen.

Alleine schon thematisch passt der Samurai wie angegossen ins Spiel.Alleine schon thematisch passt der Samurai wie angegossen ins Spiel.

So kann es vorkommen, dass eure aktuelle Klasse nun plötzlich ihre Spezialisierung verliert. Habt ihr beispielsweise einen hochrangigen Beschwörer und setzt für gewöhnlich auf verheerende Flächenangriffe, werdet ihr euch nun etwas umorientieren müssen. Nur einer der Angriffe bleibt so bestehen wie ihr in kennt und viele Attacken verlieren mit jedem weiteren Gegner an Wucht. Wie gut oder schlecht solche Veränderungen sind, hängt jedoch von eurem persönlichen Empfinden ab und ob ihr eine Umstellung eures Spielstils begrüßt.

Denn so viel auf der einen Seite geklagt wird, so sehr freuen sich andere wiederum. Ein paar der Mechaniken wurden angenehm verschlankt und bieten trotzdem gleichzeitig etwas mehr Spielraum. So lässt sich unterm Strich auf jeden Fall positiv hervorheben, dass alles in Bewegung bleibt und der Austausch zwischen Entwicklern und Spielern auch weiterhin zur Verfeinerung der Rezeptur beiträgt, was sich wohl so schnell nicht ändern wird.

Für die nächsten Monate sind die mittlerweile üblichen Updates geplant. Jede Erweiterung wird demnach mindestens einen neuen Dungeon, sowie Prüfungen und weitere Anpassungen einführen. In ungefähr vier Wochen könnt ihr euch dann auch einer neuen Prüfung für bis zu 24 Spieler stellen. Diese sogenannten Omega-Raids waren bereits in A Realm Reborn und Heavensward beliebt und sollen nun auch in Stormblood mit besonderen Belohnungen locken.

Definitiv Final Fantasy!

Es wäre nicht Final Fantasy, wenn euch bei den Zwischensequenzen nicht die Kinnlade herunterfallen würde. Das ist in Stormblood definitiv auch der Fall. Alleine das Intro haut euch schon fast von der Couchgarnitur oder aus dem Zockersessel. Doch auch im Spiel selbst gibt es wenig zu beanstanden. Selbst ohne den Beisatz, dass es sich ja um ein MMORPG handelt, kann sich Final Fantasy 14 nach wie vor sehen lassen.

Effekte wie diese lassen keinen Zweifel am hohen Produktionswert.Effekte wie diese lassen keinen Zweifel am hohen Produktionswert.

Besonders die teilweise schon irre schönen Effekte während ihr Angriffe auf eure Feinde niederprasseln lasst, zeigen, was das Spiel so besonders macht. Oftmals lauft ihr durch die Gegend und seht schon in der Ferne, wie sich gerade eine recht große Schlacht abspielt. Und obwohl ihr noch weit davon entfernt seid, werdet ihr Zeuge eines farbenfrohen Feuerwerks aus Licht und Magie, ausgelöst von anderen menschlichen Spielern.

Auf die Ohren gibt es das akustische Äquivalent. Die gewohnt eindrucksvollen Orchester vertonen jede Begebenheit vom kleinen Ausritt bis hin zur ausdauernden Prüfung gegen haushohe Götter stets passend und stilvoll. Das macht Laune und vor allem ordentlich Stimmung. Hierfür ist auch die Vertonung der Stimmen verantwortlich. Waren synchronisierte Gespräche bislang eher eine Seltenheit, dürft ihr in Stormblood nun deutlich häufiger den Stimmen der Charaktere lauschen.

Dadurch und durch weichere Animationen wirken die Figuren, denen ihr begegnet, nun auch nicht mehr so steif wie es bis zuletzt eigentlich noch häufig der Fall der war. Selbst außerhalb von direkten Gesprächen habt ihr eher das Gefühl, Teil einer authentischen Gruppe zu sein und das passt hervorragend zur ansonsten ohnehin schon intensiven Immersion von Final Fantasy 14.

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Tags: Multiplayer   Fantasy   Anime  

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