Test Arizona Sunshine: Fordernde VR-Zombie-Schlachten mit Gewehr-Controller

von Thomas Stuchlik (27. Juni 2017)

Endlich ein neuer Shooter für PlayStation VR! In Arizona Sunshine stellt ihr euch Untoten in der sonnigen Endzeit - und zwar stilecht mit Sonys Ziel-Controller im Anschlag.

Die VR-Ballerei Arizona Sunshine erschien bereits vor einem halben Jahr für Oculus Rift und HTC Vive. Nun verfrachten die Entwickler von Vertigo Games die Zombie-Apokalypse endlich in die Konsolenwelt. Dank PlayStation VR erlebt ihr eine feindliche Umgebung voller Untoter. Der Shooter besitzt dabei überraschend viele Parallelen zu Sonys hauseigener VR-Ballerei Farpoint, die im Mai zusammen mit besagter Gewehr-Peripherie erschienen ist.

Gleichermaßen schießt ihr auch hier in linear angelegten Arealen auf alles, was sich bewegt. Im Optimalfall nicht nur mit dem DualShock 4, sondern auch mit Move-Controllern oder Ziel-Controller. Mit allen Geräten zielt ihr dank Bewegungssteuerung auf die Gegner. Gerade mit letzterem nehmt ihr Untote stilecht unter Beschuss. Zwar gibt es hier kein hochtechnisiertes Laservisier wie in Farpoint, stattdessen zielt ihr klassisch über Kimme und Korn. Doch spielerisch macht das wenig Unterschied und bringt genauso viel Spaß.

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Untote auf Schritt und Tritt

Die Kampagne hält sich nicht mit der dürftigen Geschichte auf, sondern verfrachtet euch direkt in die Wüste Arizonas. Eine Höhle dient als Startpunkt, von dem aus ihr die sandige Umgebung erkundet. Das funktioniert mit zwei wählbaren Bewegungs-Modi: Entweder lauft ihr normal per Analogstick voran oder mittels Teleport-Funktion. Bei Letzterem drückt ihr den Analogstick nach vorn, um am Boden vor euch eine Stelle zu markieren. Lasst ihr den Stick los, teleportiert ihr euch dorthin. Auch typisch für VR: Sprungweise dreht ihr euch um die eigene Achse – der Winkel ist dabei einstellbar.

Mit DualShock, Move oder Ziel-Controller visiert ihr die untote Brut an und knallt sie weg.Mit DualShock, Move oder Ziel-Controller visiert ihr die untote Brut an und knallt sie weg.

Vor allem bei größerer Gegnerschar solltet ihr nie auf der Stelle verweilen. Die Zombies sind jedoch kurzsichtig und lassen sich aus der Distanz gefahrlos erledigen. Kopfschüsse gelingen jedoch weitaus besser im riskanteren Nahkampf. Ungewohnt ist das Nachladen: Mittels Move-Controller führt ihr per Geste ein neues Magazin zu. Mit DualShock und Ziel-Controller geschieht das auf Knopfdruck. Doch Vorsicht: Anders als bei konventionellen Ego-Shootern wird dabei das aktuelle Magazin weggeworfen - egal ob leer oder voll.

Mit ein wenig Eingewöhnung klappt die Bewegung recht gut und sorgt für genug Orientierung. Groß verlaufen könnt ihr euch in der Kampagne sowieso nicht, denn die linearen Abschnitte lassen wenig Freiheiten zu. So schlagt ihr euch durch ein Western-Dorf, einen Bahnhof, ein Städtchen und eine Mine. Die Umgebungen wirken farblich stimmig, doch bei den Details hapert es. Vor allem aus der Nähe stechen verwaschene Texturen unschön ins Auge.

Jagen und Sammeln

Auf dem Weg interagiert ihr eingeschränkt mit der Umgebung. Ihr lest Munition für eure Knarren auf und fahndet nach Nahrung zum Auffrischen der Energie. In Kisten, versperrten Räumen oder in Autos finden sich auch weitere Utensilien wie andere Bewaffnung, von der Pistole bis zum Granatenwerfer.

Meist geht es durch sonnige Wüsten-Landschaften, allerdings macht ihr auch einen Abstecher in eine Mine.Meist geht es durch sonnige Wüsten-Landschaften, allerdings macht ihr auch einen Abstecher in eine Mine.

Beim Test erwies sich das Aufnehmen von Gegenständen immer wieder als umständlich, da die Bewegungserkennung stellenweise versagte - vor allem mit Ziel-Controller. Ebenso schlecht gelöst ist das Öffnen von Türen oder Klappen, die sich beim Greifen nur millimeterweise bewegen und ausladende Gesten benötigen. Ansonsten klappte das Zielen und Bewegen jedoch einwandfrei.

Die Kampagne erlebt ihr wahlweise solo oder mit einem Koop-Partner. Ein wenig Abwechslung bringt der Horde-Modus für einen bis vier Online-Schützen, in denen wellenweise Zombies attackieren. Wie bei vielen anderen VR-Spielen tut ihr euch jedoch schwer, passende Mitspieler in den dürftig besuchten Lobbys zu finden. Lange Wartezeiten für Mehrspieler-Partien bleiben nicht aus.

Meinung von Thomas Stuchlik

Endlich wieder Futter für PlayStation VR! Arizona Sunshine bringt spaßige Schießbuden-Einlagen gegen dumme Zombies. Das Zielen funktioniert gut, doch die wankenden Untoten wirken selbst in Virtual Reality kaum bedrohlich. Höchstens nervig, wenn ihr sie mal überseht. Auch der deutsche Sprecher des Helden kratzt mit seiner aufgesetzten Art an der Spielatmosphäre. Selbige wird letztlich von der stimmungsvollen Grafikkulisse trotz Texturschwächen noch halbwegs gerettet.

Wichtig in VR: Die Fortbewegung lässt sich individuell konfigurieren. Dennoch bleibt es nicht aus, dass ihr an Vorsprüngen hängen bleibt und von Zombies überrannt werdet. Auch ein wenig enttäuscht die knappe Spielzeit (je nach Schwierigkeitsgrad drei bis fünf Stunden), vor allem angesichts des relativ hohen Download-Preises von etwa 40 Euro. Dennoch sollten sich dürstende Farpoint-Spieler diese Baller-Alternative genauer ansehen. Denn Kanonenfutter ist für Sonys Ziel-Controller immer noch Mangelware.

73

meint: Gelungene Zombie-Action in VR mit dürftiger Aufmachung, aber spaßigen Ballereinlagen mit Mittendrin-Effekt.

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Tags: Oculus Rift   Virtual Reality  

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