Wie stark ist Gengar wirklich?

von Chiara Bruno (08. Juli 2017)

Gengar war eines der ersten Pokémon, die sich durch einen Tausch entwickeln konnten. Aus dem Poltergeist Alpollo wird so Gengar. Laut Pokédex-Einträgen "versteckt es sich im Schatten der Menschen und absorbiert deren Wärme, so dass die Menschen frieren". Ebenfalls "raubt es den Menschen sogar das Leben, um einen Begleiter an seiner Seite zu haben, der wie es selbst einmal ein Mensch war". Doch was verbirgt sich dahinter? Sind das alles nur Gruselgeschichten oder solltet ihr euch wirklich vor Gengar fürchten?

In dieser Reihe möchten wir euch regelmäßig zeigen, wie stark bekannte Pokémon wirklich sind. Außerdem beleuchten wir, wie beliebt das jeweilige Pokémon in Turnieren war und ist. Ob es nun um Dragoran geht, das vielleicht nur durch sein Aussehen stark wirkt oder Gengar, bei dem es sich auch um einen nervigen Poltergeist handeln könnte. Hier nehmen wir jeden genau unter die Lupe.

In der gesamten Rangliste der ersten Generation befindet sich Gengar gemeinsam mit Simsala - seinem Erzfeind - und Dragoran auf Platz Acht. Mit einem Spezial-Angriffswert von 170 hat es nach Mewtu und Simsala den dritthöchsten Spezial-Angriffswert. In Turnieren der ersten Generation, war es eines der am meisten genutzten Pokémon. Das Drachen-Pokémon Dragroan haben wir übrigens auch schon genauer untersucht, schaut es euch doch einfach mal an.

Das Geist- und Gift-Pokémon war dank seines hohen Initiative- und Spezial-Angriff-Werts unverzichtbar. Gengar war immun gegen zwei der stärksten Attacken der ersten Generation: Explosion und Hyperstrahl. Durch seine hohe Geschwindigkeit war es das schnellste Pokémon, das seine Gegner durch die Attacke Hypnose einschlafen lassen konnte. In der ersten Generation brauchten Pokémon noch eine gesamte Runde, um sich vom Schlaf zu erholen. Selbstverständlich konntet ihr die Attacke beliebig oft verwenden, bis ihr die AP (Angriffspunkte) aufbrauchtet.

Im Nintendo Cup kombinierten viele Spieler Hypnose oft mit Attacken wie Donnerblitz, Explosion und Psychokinese. Explosion hat den Gegner notfalls mit ins Verderben ziehen können, falls der Plan nicht aufging. Im zweiten offiziellen Pokémon League Tournament für den Nintendo Cup Japan, war Gengar in sechs aus sieben Top-Teams vertreten.

Simsala war Gengars größter Feind. Es war schneller und konnte Gengar aufgrund seines Gift-Typs mit Psychokinese vernichten. Allerdings war es weniger beliebt, da es unter anderem die Attacke Genesung nicht erlernen konnte.

Rizeros war ebenfalls ein Problem für Gengar, da es nicht mit einer Expolosions-Attacke kampfunfähig wurde und Gengar erst seit der dritten Generation die Fähigkeit Schweben besitzt.

Mit seiner neuen Fähigkeit konnte es seine Boden-Schwäche als Gift-Pokémon kompensieren. Durch neue Attacken wie Irrlicht und Verhöhner, wurde Gengar nun in der dritten Generation noch stärker und wichtiger. Dank seiner Vielfältigkeit befand es sich noch immer in sehr vielen Teams. Im VGC (Video Game Championship) der vierten Generation konnte Gengar von seinem STAB-Move (same-type attack bonus), zu Deutsch Typ-Bonus, Spukball Gebrauch machen. Der STAB verstärkt eine Attacke um 50%, wenn sie vom selben Typ ist wie das Pokémon, das die Attacke ausführt.

Im Laufe der fünften Generation wurde Gengar deutlich weniger genutzt. Überschattet wurde der Geist von Skelabra, dem Geist- und Feuer- Pokémon, da es schlichtweg stärker war. Schlussendlich bekam Gengar in der sechsten Generation eine Mega-Entwiklung: Mega-Gengar.

Zusätzlich war es mit seiner neuen Gift-Attacke Schlammwoge gegen den neuen Pokémon-Typ Fee - und folglich auch Mega-Altaria - gewappnet. Seit der sechsten Generation sind sowohl Unlicht- als auch Geist-Attacken gegen Pokémon des Typs Stahl normal effektiv. Zuvor hatte Stahl eine Resistenz gegenüber beiden Attackentypen. Diese Änderung brachte Gengar weitere Vorteile. Allerdings war es noch immer schwach gegen Pokémon, die schneller waren - was durch Schals verstärkt werden konnte - oder die das Item Offensivweste trugen. Die Offensivweste erhöht die Spezial-Verteidigung eines Pokémon um 50 Prozent. Die siebte Generation brachte einen erheblichen Nachteil mit sich. Gengars Fähigkeit Schwebe wurde durch Tastfluch ersetzt und somit verliert es die Immunität gegen Boden-Attacken.

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