Vorschau Project Cars 2: Die ganze Welt des Motorsports

von Thomas Stuchlik (04. August 2017)

Dass Project Cars zur Elite der Rennsimulationen zählt, hat schon der erste Teil bewiesen. Für den Nachfolger trumpfen die Macher mit noch mehr Rennserien und noch individuelleren Wettbewerben auf.

Da kommt ein heißer Rennspiel-Herbst auf euch zu. Schließlich buhlen nicht nur die Platzhirsche Gran Turismo Sport und Forza Motorsport 7 um die Gunst der Raser, sondern auch dieses Mammut-Werk. Dank schierem Umfang und anspruchsvollem Fahrverhalten könnte Project Cars 2 glatt die Konkurrenz überflügeln.

Für einen tiefgreifenden Eindruck durften wir eine nahezu fertige Version beim Hersteller Bandai Namco ausgiebig probespielen. Dabei bauen die Entwickler von Slightly Mad Studios klar die Stärke des Vorgängers Project Cars aus: die Anpassbarkeit. Schwierigkeit, Wettbewerbe, Umgebungen und Tuning lassen sich frei konfigurieren. Denn laut Game Director Stephen Viljoen lautet das Motto der Rennsimulation: "Anytime, anywhere!" ("Jederzeit, überall!").

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Die eigene Raserlaufbahn

Der Karriere-Modus von Project Cars 2 offeriert diesmal noch breiter gefächerten Motorsport. 54 Rennklassen in sechs Erfahrungsstufen stehen zur Wahl. Diese rangieren von Kart bis Indy Car, von Clio-Cup bis LMP-Prototypen, von Tourenwagen bis Rallycross.

Die verschiedenen Renndisziplinen decken nahezu jeden Asphalt-Motorsport ab - nur die offizielle Formel 1 würde hier noch fehlen.Die verschiedenen Renndisziplinen decken nahezu jeden Asphalt-Motorsport ab - nur die offizielle Formel 1 würde hier noch fehlen.

Anders als im Vorgänger und wie für Teil 2 vormals angekündigt, stehen jedoch nicht alle Klassen von Beginn an offen. Denn die Macher wollen die Spieler erst langsam an die Materie heranführen. Nur mit einiger Fahrpraxis schaltet ihr die höchsten Klassen frei. In der Karriere fehlt diesmal auch der Veranstaltungskalender des Vorgängers, den die Entwickler für zu verwirrend befanden.

Diesmal gibt es jedoch auch wieder Einladungs-Wettbewerbe, die ihr nebenher erledigt. Außerdem könnt ihr euch zusätzlich als Werksfahrer einer bestimmten Marke verdingen. Ein wenig schade, dass die Karriere immer noch so trocken präsentiert wird. Zwar sorgen überarbeitete Menüs für mehr Übersicht, doch auf Zwischensequenzen oder Siegerehrungen wie in F1 2017 müsst ihr verzichten.

Optionen bis zum Abwinken

Natürlich dürft ihr auch eigene Veranstaltungen online wie offline erstellen. 40 meist originalgetreue Rennkurse sorgen dabei für genug Abwechslung. Dabei lässt sich fast alles konfigurieren: optionales Training und Qualifying, Formationsrunde, Pflicht-Boxenstopps oder Gegner-Aggressivität.

Bei Fahrten auf Eis braucht ihr viel Gefühl für das Gaspedal.Bei Fahrten auf Eis braucht ihr viel Gefühl für das Gaspedal.

Die Rennvarianten sind erstaunlich vielschichtig: Wie wäre es mit Karts auf Rallycross-Pisten in der Abenddämmerung? Oder einer Ausfahrt in klassischen Formel-Rennwagen von Lotus auf einer verschneiten Nordschleife?

Obendrein sorgt das sogenannte "Live Track 3.0"-System für dynamische Streckenbedingungen. Denn ihr rast bei Sonnenschein genauso wie bei Wolkenbrüchen im Herbst oder im Winter auf rutschigstem Eis. Bei Nässe bilden sich Pfützen, die Aqua-Planing verursachen. Obendrein lassen sich Tageszeit und Zeitraffer genau bestimmen. Da könnte sich Gran Turismo Sport mal eine Scheibe abschneiden.

Bei den ausführlichen Proberunden beeindruckt in erster Linie jedoch die ausgefeilte Fahrphysik, vor allem mit einem Lenkrad. Damit habt ihr jederzeit die volle Kontrolle über die vier Räder, auch bei wechselnden Untergründen. Mit dem Controller braucht es etwas mehr Übung, doch zuschaltbare Fahrhilfen sorgen für Chancengleichheit.

Meinung von Thomas Stuchlik

Project Cars 2 erschlägt euch mit seinen ausufernden Möglichkeiten. Alleine die Auswahl an Rennsportklassen und erstklassigem Fuhrpark lässt die Konkurrenz erzittern. Obendrein protzt die Raserei mit einer wahnsinnig detaillierten Strecken-Simulation von Sommer bis Winter, von Sonne bis Eis. Und nicht zuletzt stimmt auch das Fahrverhalten.

Wie von den Machern versprochen, ist der Grenzbereich des eigenen Wagens in Teil 2 besser erspürbar, gerade mit einem Force-Feedback-Lenkrad. Die Fahrphysik ist jederzeit nachvollziehbar, aber auch fordernd. Denn auch kleinere Fehler bestraft das Spiel mit Rutschpartien und Positionsverlust. Hoffentlich kann letztlich die Karriere genug Langzeitmotivation aufbieten. Denn die nüchternen Menüs (eines der bisher wenigen Mankos) wirken angestaubt, was echte Raserprofis aber kaum stören dürfte.

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Tags: Multiplayer   Singleplayer   Entwicklerbesuch  

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