Videospiel-Romane: Die 10 besten Bücher für echte Fans - Extraleben, Ready Player One, Metro & The Witcher, The Dig & Gabriel Knight

(Special)

Tipp 5: Extraleben

Constantin Gillies Extraleben und dessen drei Nachfolger Der Bug, Endboss und Retroland gehören schon seit Jahren zu den festen Größen hiesiger Spieler-Literatur. Anstatt die Geschichte eines Spiels nachzuerzählen oder zu ergänzen, strickt Autor Gillies seinen Plot um die beiden guten Freunde Nick und Kee. Die wollen einfach nur mit dem alten, eingestaubten C64 ein wenig die Jugend aufleben lassen, stolpern dabei aber über eine mysteriöse Botschaft, die sie auf eine wahre Odyssee durch die frühen Jahre der Computer- und Videospiele führt.

Auch in den späteren Bänden bleibt Gillies seinen beiden Helden treu: Als Datenretter bekommen sie es mit manch einem mysteriösen Todesfall zu tun, und auch ein Flugzeugabsturz kann Nick und Kee nicht schrecken. Selbst durch einen 80er-Jahre Retropark hetzt Constantin Gillies seine beiden Helden. Wer auch in Zeiten von Atari, C64, Neonfarben und Gelfrisuren aufgewachsen ist, der wird hier seine helle Freude haben. Aber auch spätere Jahrgänge werden hier nicht nur gut unterhalten, sie nehmen gleich auch noch ein wenig oder auch ein wenig mehr Wissen über die Ursprünge ihres Lieblingshobbies mit. Es müssen ja nicht immer gleich die dicken Fachbücher sein!

Tipp 6: Ready Player One

Nicht nur Constantin Gillies, auch Ernest Cline hat ein Herz für die Popkultur der 80er Jahre. Sein Roman Ready Player One hat dabei tatsächlich so hohe Wellen geschlagen, dass in den kommenden Monaten die Verfilmung ansteht - und auf dem Regiestuhl sitzt niemand Geringerer als Steven Spielberg! Wenn das mal nicht vielversprechend klingt. Ready Player One spielt in einem eigentlich gar nicht so schönen Jahr 2045. Das Erdöl ist endgültig aufgebraucht, die meisten Leute leben in ärmlichen Verhältnissen und nur die VR-Welt OASIS bietet eine Ablenkung von der grimmen Wirklichkeit.

Aber OASIS ist mehr als das, OASIS ist auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Denn irgendwo in den unzähligen virtuellen Welten hat der Schöpfer des Spiels einen gigantischen Schatz versteckt - aber niemand weiß, wo die Hinweisfährte beginnt - bis ein Junge aus dem ärmlichen Stadtrand von Oklahoma City den ersten echten Hinweis entdeckt und die Jagd nach dem Reichtum beginnt. Ready Player One ist flott geschrieben, sehr unterhaltsam und spart wahrhaftig nicht mit Anspielungen auf die 80er Jahre - manchen mag das ein wenig zu viel sein, bei anderen trifft es genau den Nerv. Auch das VR-Thema ist sehr spannend umgesetzt und passt natürlich gerade heute enorm gut zum Zeitgeist - diese Mischung ist es dann auch, die Ready Player One so spannend macht.

Tipp 7: Metro & The Witcher

Zugegeben, hier mogeln wir ein wenig - denn natürlich basieren die Bücher von Dmitry Glukhovsky und Andrzej Sapkowski nicht auf den Spielen The Witcher und Metro 2033 - es ist genau anders herum. Das erklärt dann auch, warum diese Spiele vielen ihrer Konkurrenten inhaltlich so extrem weit überlegen sind! Und gerade deswegen legen wir euch die Lektüre der gedruckten Vorlage dieser exzellenten Spiele wärmstens ans Herz. Wo aber anfangen?

Beim guten Witcher habt ihr zwei Möglichkeiten. Seid ihr ohnehin bereits mit den Spielen vertraut, dann holt euch doch erst einmal eine der beiden Kurzgeschichtensammlungen: Der letzte Wunsch und Das Schwert der Vorsehung sind dramatisch, bissig und gerne auch mal überraschend witzig - und dann sind da natürlich noch die fünf Bände, die mit Das Erbe der Elfen beginnen. Ja, das klingt wie schreckliche "Der Herr der Ringe"-Fanfiction, aber der Titel täuscht.

Dmetry Glukhovskys Metro-Reihe ist thematisch natürlich ganz anders angelegt als die Witcher-Romane - exzellent sind sie aber ebenfalls. Die postapokalyptische Saga in den Tunneln der Moskauer U-Bahn ist mitreißend geschrieben und oft ebenso verstörend wie kompromisslos. Auch hier gibt es mehrere Bände, den Anfang macht Metro 2033 - und habt ihr den durch, dann geht es direkt mit Metro 2034 und Metro 2035 weiter. Und habt ihr dann immer noch nicht genug, dann hat Autor Glukhovsky noch ein paar mehr Bücher in seiner düsteren Welt parat - Moskau ist ja nicht die einzige Stadt mit einem U-Bahn-Netz ...

Tipp 8: The Dig & Gabriel Knight

Skandal! Wir mogeln ein zweites Mal! Eigentlich wollten wir uns hier ja auf Literatur in deutscher Übersetzung beschränken. Aber in diesen beiden Fällen ist eine Ausnahme einfach nötig, denn sowohl The Dig, als auch Gabriel Knight sind große Adventure-Klassiker der 90er Jahre, die schon damals ausgesprochen gekonnt in die Romanform übertragen wurden.

Die Umsetzung vom Lucasarts-Klassiker The Dig stammt aus der Feder von Alan Dean Foster, der unter anderem auch jede Menge Romane aus dem "Star Wars"-Universum auf dem Kerbholz hat. Die Prämisse ist faszinierend: Ein gigantischer Asteroid nähert sich der Erde, eine Gruppe Astronauten hat die Mission, den monströsen Felsblock mit gezielten Explosionen von seinem fatalen Kurs abzubringen. Doch die Protagonisten werden im Inneren des Asteroiden eingeschlossen und auf einen weit, weit entfernten Planeten gebracht. Und das ist nur der Auftakt des Abenteuers. Traut ihr euch an das englischsprachige Werk, dann findet ihr The Dig für nur wenig mehr als zwei Euro bei Amazon.de

Ebenfalls aus der goldenen Zeit der Adventures stammt das bei Sierra erschienene Mystery-Abenteuer Gabriel Knight: Sins of the Fathers. Dort begleitet ihr den Möchtegern-Autoren Gabriel durch die Unterwelt von New Orleans, wo er einem mörderischen Komplott mit jeder Menge Voodoo auf die Spur kommt - und er selbst ist persönlicher in die Sache involviert als er es zunächst gedacht hätte. Im zweiten Teil, Gabriel Knight 2 - The Beast Within, verschlägt es den Helden nach Deutschland. Dieses Mal stehen Verschwörungen um den Märchenkönig Ludwig II. und ein waschechter Werwolf im Mittelpunkt. Was die Bücher so spannend macht: Sie wurden beide von Jane Jensen, der Autorin der Spiele und selbst eine erfolgreiche Romanautorin verfasst! Beide Bücher sind für sehr günstiges Geld bei Amazon zu bekommen. Lest aber auf jeden Fall zuerst Sins of the Fathers, bevor ich euch The Beast Within widmet!

Nun, das waren sie, unsere spielebezogenen Lesetipps für den Sommer. Haben wir etwas vergessen? Aber bestimmt haben wir das, immerhin ist der Markt mittlerweile enorm groß und vielschichtig. Aber dafür haben wir ja euch Leser. Wenn ihr noch Geheimtipps oder persönliche Lieblinge habt, die wir hier nicht genügend oder womöglich sogar überhaupt nicht gewürdigt haben, dann gebt uns in den Kommentaren Bescheid!

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