Test Cities - Skylines: Auch auf der PS4 die Referenz in Sachen Städtebau

von Michael Krüger (18. August 2017)

Zwei Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung und knapp ein halbes Jahr nach einer Version für die Xbox One, erscheint die beliebte Städtesimulation auch für die PS4.

Bislang scheint keine Städtesimulation dem 2015 erschienenen Cities - Skylines das Wasser reichen zu können. Für viele ist es auch heute noch die ideale Alternative zu Sim City, das mittlerweile im Schatten der finnischen Produktion steht.

Nachdem Besitzer einer Xbox One bereits seit April ihre Fähigkeiten als virtueller Bürgermeister unter Beweis stellen dürfen, wird nun auch die PlayStation 4 mit einer eigenen Fassung bedacht. Inklusive einer für Controller optimierten Steuerung und komfortablen Bedienelementen.

Die Sonnenseite der Stadtplanung

Am grundlegenden Spiel ändert sich auch auf der PS4 nichts. In Cities - Skylines dreht sich alles um den Aufbau eurer Traumstadt. Angefangen bei der Wahl des passenden Grundstücks, über die Planung von Straßen bis hin zur Grundversorgung durch Wasser und Elektrizität. Ausgehend davon verfeinern sich die Anforderungen immer weiter, und mit jedem erspielten Meilenstein gesellen sich weitere Elemente hinzu, die einerseits euer Dasein als Bürgermeister erleichtern, aber auch neue Gefahren mit sich bringen.

Bis auf die etwas zu groß geratenen Namen der Bezirke ist das Gesamtbild schön aufgeräumt.Bis auf die etwas zu groß geratenen Namen der Bezirke ist das Gesamtbild schön aufgeräumt.

Das alles kennt ihr womöglich bereits aus der PC-Version von Cities - Skylines und findet ihr ebenso nun auf der PS4. Die Änderungen im Vergleich zum Original beziehen sich hauptsächlich auf die Steuerung. Da euch auf der Konsole keine Maus zur Verfügung steht, steuert ihr alles mit den Analog-Sticks. Da das Menü schon zuvor recht aufgeräumt war, konnte dieses weitestgehend beibehalten werden.

Die Schriftgröße wurde nach oben skaliert und um Platz zu sparen, ein Radial-Menü implementiert, über das ihr weniger häufig benötigte Punkte erreicht, wie beispielsweise Steuerungsanpassungen. Das klappt alles wunderbar und führt nur in seltenen Fällen dazu, dass ihr euch doch eine Maus wünschen würdet. Zu solchen zählen unter anderem die feine Abgrenzung von Bezirken oder das Platzieren einzelner Dekorationen. Insgesamt bilden derartige Momente aber die Ausnahme.

Nachholbedarf und abgespeckter Umfang

Doch nicht alles geht so einfach von der Hand, wie es im ersten Blick den Anschein hat. Besonders das bereits erwähnte Radial-Menü reagiert auf eine Weise, die häufig für kleine Frustmomente sorgt. Nur wenn ihr nämlich den linken Stick so lange in die gewünschte Richtung haltet, bis ihr den Dreieck-Knopf loslasst, öffnet sich die entsprechende Option. Da auf Kontext-Menüs verzichtet wurde, lassen sich Infos zu Gebäuden nun nicht mehr per Klick, sondern über den Umweg des Info-Tools aufrufen. Auch das fühlt sich öfters unnötig umständlich an.

Schön sind solche Textur-Popups nicht, aber auch nicht wirklich störend.Schön sind solche Textur-Popups nicht, aber auch nicht wirklich störend.

Ansonsten gibt es aus technischer Sicht wenig, das man Cities - Skylines vorwerfen könnte. Das Stadtbild ist genau so atmosphärisch, wie ihr es womöglich aus der PC-Fassung gewohnt seid. Gelegentlich poppen einzelne Texturen beim Reinzoomen auf und hier und da sinkt die Bildwiederholungsrate. Das bewegt sich jedoch alles in einem erträglichen Rahmen.

Ärgerlicher ist da eher die Tatsache, dass es nur eine der vier Erweiterungen, über die sich PC-Spieler seit längerem freuen, in die PS4-Fassung geschafft hat. Das gilt natürlich auch für die "Xbox One"-Version. So dürft ihr eure Stadt zwar bei Nacht bewundern und entsprechend die zusätzliche Optionen nutzen, doch Naturkatastrophen oder auch der Metropolen-DLC bleiben aktuell noch außen vor.

Meinung von Michael Krüger

Cities - Skylines ist eines dieser Spiele, in denen ich mich stundenlang verlieren kann. Das war schon auf dem PC so und ändert sich mit der PS4-Fassung nicht. Nun auch auf der Couch über die Stadt meiner Träume befehligen zu können, ist ein willkommener Vorteil, wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, warum ich dafür auf manche Inhalte verzichten muss. Immerhin kostet Cities - Skylines auf den Konsolen genau so viel wie die Deluxe-Version für den PC. Da hätte ich schon erwartet, dass die bisherigen DLCs gleich enthalten sind.

Trotz der Kritik überwiegen aber die positiven Eindrücke, so dass ich euch Cities - Skylines guten Gewissens ans Herz lege, solltet ihr gerne Städtebau-Simulationen spielen. Und da ihr mit dieser Vorliebe auf der PS4 wenig Optionen genießt, ist die Empfehlung umso deutlicher.

85 Spieletipps-Award

meint: Auch wenn nicht jede Entscheidung Sinn ergibt, sollte Cities - Skylines derzeit die erste Anlaufstelle für Fans von Städtebau-Simulationen auf der PS4 sein.

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Tags: Singleplayer  

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