Test Ark - Survival Evolved: So viel Early Access steckt noch in der finalen Version

von Michael Krüger (28. August 2017)

Nach etwas mehr als zwei Jahren verlässt der Überlebenskampf auf der Insel der Dinosaurier die "Early Access"-Phase und steht als vollständige Veröffentlichung bereit. Nun zeigt sich, was euch in der finalen Version erwartet.

Bereits kurze Zeit, nachdem Ark - Survival Evolved die Pforten für die "Early Access"-Phase öffnete, scharten sich begeisterte Überlebenskämpfer um das Spiel. Anstatt, wie bis zu diesem Zeitpunkt meist üblich, gegen Zombies zu kämpfen, begeisterte das frische Szenario und vor allem die angeblich authentisch gestalteten Dinosaurier. Ausgesetzt auf einer mysteriösen Insel konfrontiert euch Ark - Survival Evolved mit grundlegenden Bedürfnissen, wie Hunger, Schlaf und Durst.

Nun soll es am 29. August endlich so weit sein und nach unzähligen Patches und Updates erscheint das Spiel als fertige Version für PC, PS4 und Xbox One. Weitere Neuerungen und Aktualisierungen sollen folgen und regelmäßig für frischen Wind sorgen. Doch was hat sich seit der ersten spielbaren Version verändert? Und lohnt sich Ark - Survival Evolved auch für diejenigen unter euch, die mit der unfertigen Fassung nicht warm wurden?

Aller Anfang bleibt schwer

Eines gleich vorweg: Ark - Survival Evolved ist nicht gerade als einsteigerfreundliches Spiel einzuordnen. Das war schon zu Beginn der "Early Access"-Phase der Fall und dieser Umstand ändert sich auch nicht mit dem vollständigen Release. Ein präzises Tutorial sucht ihr hier ebenso vergeblich wie eine langsam steigende Lernkurve. Als waschechtes Survival-Spiel ist es Teil des Erlebnisses, dass ihr selbst herausfindet, was es mit den Rohstoffen auf sich hat und wie ihr sie möglichst effizient zu eurem Vorteil nutzt.

Eure ersten Jagdausflüge treiben das Adrenalin mit Sicherheit in die Höhe.Eure ersten Jagdausflüge treiben das Adrenalin mit Sicherheit in die Höhe.

Gestrandet in nichts weiter als einer etwas schmutzigen Unterhose, vermeldet euer Körper direkt Hunger, reagiert empfindlich auf die zu kühlen oder warmen Bedingungen, und die Begegnungen mit der heimischen Fauna enden in der Regel zunächst tödlich. Ark - Survival Evolved lernt ihr am besten auf die harte Tour.

Durch Ausprobieren, Herantasten und cleveres Abwägen erarbeitet ihr euch Stück für Stück zunächst kleinere Fortschritte. Erste Werkzeuge erleichtern den Abbau von Ressourcen und nach ein paar Stunden im Spiel bewohnt ihr eine kleine Hütte und wärmt euch nachts am Lagerfeuer.

Hart erarbeitete Höhepunkte

Ark - Survival Evolved macht der Gattung Survival alle Ehre. Jeglicher Fortschritt will hart verdient werden. Genau hier liegt der Reiz. Denn, was ihr letztendlich aus eurem Dasein als Überlebender auf Insel macht, liegt ganz bei euch. Und die Möglichkeiten sind vielseitig.

Zwischen euch und einer solchen Festung liegt ein weiter und beschwerlicher Weg.Zwischen euch und einer solchen Festung liegt ein weiter und beschwerlicher Weg.

Doch hier liegt auch der größte Kritikpunkt. Denn das Hauptaugenmerk der Entwickler liegt schon seit frühen Entwicklungsstadien auf den Inhalten im Endspiel. Hier findet ihr die wirklich spannenden Rohstoffe und vor allem Rezepte. Metallbauten, Motoren, Maschinengewehre - die Unterschiede zwischen euren ersten Schritten und dem, was ihr im fortgeschrittenen Spiel erlebt, könnten kaum größer sein.

Das bedeutet für euch, dass ihr die meisten Mühen erst dann zu Schätzen wisst, wenn ihr viel Zeit in Ark - Survival Evolved investiert habt. Sobald ihr eine eigene Festung, einen tierischen Fuhrpark und reichlich Ressourcen euer Eigen nennt, werdet ihr die vielen Zusatzinhalte, die sich seit Beginn der "Early Access"-Phase ihren Weg ins Spiel gebahnt haben, zu Gesicht bekommen und genießen können.

Meinung von Michael Krüger

Im direkten Vergleich unterscheidet sich zumindest der Anfang von Ark - Survival Evolved nur bedingt von dem, den ihr bereits vor zwei Jahren spielen konntet. Den Fortschritt im Spiel empfinde ich nach wie vor als recht mühsam, vor allem im Solospiel. Findet ihr ein paar Verbündete, die den Weg gemeinsam mit euch beschreiten, verkürzt ihr die Zeit bis zu den wirklich reizvollen Inhalten. Und genau hier zeigt sich dann auch, was sich über die vergangenen 24 Monate im Spiel so getan hat. Das kann sich auf jeden Fall sehen lassen und macht Spaß, doch speziell bleibt Ark - Survival Evolved in jedem Fall.

Mögt ihr Überlebensspiele und möchtet euch hauptsächlich auf diesen Aspekt konzentrieren, gibt es vermutlich bessere Alternativen. Interessieren euch die Dinosaurier und die abgefahrene Mischung aus moderner Technik und prähistorischer Action, dann wird euch Ark - Survival Evolved besonders im Endspiel begeistern. Wenigstens haben es kurz vor der Veröffentlichung noch diverse Hilfetexte ins Spiel geschafft, so dass der anfängliche Weg nun nicht mehr ganz so beschwerlich ist.

72

meint: Nur wer viel Zeit investiert, wird die Unterschiede zur "Early Access"-Version deutlich spüren. Diese lohnen sich, doch der Weg dorthin ist lang und steinig.

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Tags: Singleplayer   Koop-Modus   Multiplayer  

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