Vorschau Crackdown 3: Zerstörungsorgie auf der gamescom angespielt

von Spieletipps-Team (22. August 2017)

Angekündigt - verschoben - jetzt doch angespielt. Wir verraten euch, ob sich das lange Warten auf Crackdown 3 nach dem Testlauf auf der gamescom immer noch lohnt.

Für all jene, die hinter dem Namen Crackdown 3 eher den Niedergang eines Drogenimperiums wittern als ein ordentliches Videospiel: Es handelt sich um ein Action-Adventure in einer offenen Welt, das für PC und Xbox One angekündigt ist. Als kreative Köpfe stehen die Mannen der britischen Entwickler Reagent Games und Sumo Digital hinter der Produktion, Microsoft tritt als Publisher auf. Seit der Veröffentlichung des Vorgängers Crackdown 2 sind nun schon sieben lange Jahre ins Land gezogen. Ursprünglich sollte der dritte Teil gemeinsam mit der Xbox One X im November 2017 auf den Markt kommen, jedoch erfolgte dann doch eine Verschiebung auf Frühjahr 2018.

Soviel zum Hintergrund. Dennoch gibt es im Rahmen der gamescom 2017 die Möglichkeit, das Spektakel, in dem ihr angeblich alles zerstören könnt mal richtig und eigenhändig anzuspielen. Der Dämpfer dabei: Die Demo dauert gerade mal zehn Minuten. Ziel ist es, in dieser kurzen Zeit den spielbaren Agenten in seinen Kompetenzbereichen aufzuleveln, um für noch mehr Zerstörung zu sorgen. Das gestaltet sich wie folgt.

Mehr Feuerkraft, mehr Krachbumm, mehr Spaß!

Mehrere grundlegende Attribute sind es, die euren virtuellen Agenten auszeichnen. Wenn ihr diese im Spielablauf verstärkt, erweitert ihr den Umfang und die Wirkungsweise eurer Fähigkeiten. Im einzelnen handelt es sich um:

Agility: Wird durch Aufsammeln von Orbs hochgelevelt. Diese Orbs sind an schwer erreichbaren Stellen auf den Dächern der Stadt verteilt. Agility, zu Deutsch: Gewandtheit, ist die Basis für alle Bewegungskonzepte im Spiel. Ein Beispiel: Habt ihr entsprechend viele der schwer zu findenden Orbs eingesammelt, verfügt ihr über höhere Sprünge.

Macht sich sofort bemerkbar: Verbesserte Sprungfähigkeiten!Macht sich sofort bemerkbar: Verbesserte Sprungfähigkeiten!

Firearms: Hier geht es um die Bewaffnung. Die Erweiterung der Fähigkeiten folgt einem einfachen Prinzip, nämlich: Je öfter ihr eine Waffe benutzt, desto besser werdet ihr damit im Umgang. Nicht nur tatsächlich durch eure steigende Geschicklichkeit als Spieler, sondern auch merkbar und deutlich im Spiel selbst durch zum Beispiel erhöhte Feuerkraft.

Strength: Nicht zu verwechseln mit der zuvor erwähnten Feuerkraft! Die Stärke eurer Spielfigur bestimmt, wie weit ihr altgedienten Hausrat wie Mülltonnen, Klimaanlagen und ... Gegner (ja, ist kein Hausrat, aber egal ...) werfen und rumschleudern könnt. Je öfter ihr das nämlich macht, desto stärker wird eure Figur und ihr könnt den ganzen Kram noch weiter werfen. Yay!

Explosives: Aufgrund der Kürze der Demo konnten wir nicht genau feststellen, wie sich der Einsatz von Sprengkörpern verändert. Wir gehen mal stark davon aus, dass sich dadurch Stärke und Radius von Granaten und ähnlichen Waffen erweitern.

Driving: Ebenfalls der Kürze der Demo geschuldet lässt sich noch nicht ganz einwandfrei sagen, wie sich die Erweiterung dieses Attributs auf eure Fahrkünste im Spiel auswirkt. Zu rechnen ist wohl mit verbesserter Lenkung und höherer Geschwindigkeit.

Einfach und effektiv

Im Endeffekt dürft ihr euch von Crackdown 3 kein tiefgreifendes, storybasiertes Drama erwarten. Die Grundessenz des Spiels lautet: Drückt auf einen Knopf und richtet dadurch auf dem Bildschirm ordentlich Verwüstung an! Kein besonders hohes Ziel, aber ein höchst unterhaltsames!

Zerstörung und Explosionen in einen adrenaligeladenen Tanz umzusetzen ist eine hohe Kunst.Zerstörung und Explosionen in einen adrenaligeladenen Tanz umzusetzen ist eine hohe Kunst.

Dem zugute kommt die fühlbar geschmeidige Steuerung und die Agilität des Helden. Die oben erwähnten Verbesserungen - wie zum Beispiel erhöhte Sprungfähigkeit - machen sich im Spielablauf sofort und deutlich bemerkbar. Habt ihr das erstmal am eigenen Leib erfahren, erhöht sich die Motivation, auf die Jagd nach den wertvollen Fähigkeitenpunkten zu gehen.

Wenn ihr zum Beispiel ein Gebiet findet, in dem sich ein durch Laserbarrieren abgeschirmtes Gebäude befindet, stellt sich dieser wundervolle Effekt ein, denn man als "kaltes Lächeln" bezeichnen kann. Wir zumindest haben das auf fiese Art und Weise genossen, weil uns klar wurde, dass hier besonders viele Gegner auf ihre fachgerechte Entsorgung warten. Dadurch winken natürlich extra viele Fähigkeitenpunkte und vielleicht die eine oder andere neue Waffe.

Bei einem dieser Einsätze wurden wir mit mit einem Mini-Raketenwerfer belohnt, der Raketen nicht träge und mit ewig langer Nachladezeit, sondern stakkatoartig wie ein Automatikgewehr abfeuert! Könnt ihr euch vorstellen, was da auf dem Bildschirm los war? Das hat richtig Laune gemacht! Hoffentlich gibt es im fertigen Spiel mehr solcher vollkkommen überzeichneten Action-Einlagen.

Fahrzeuge standen in der Demo zwar zur Verfügung, jedoch hat es nicht viel Sinn ergeben, mit ihnen die Gegend zu erkunden, weil keine entsprechenden Missionsziele in der Demo vorhanden waren.

Crackdown wie in alten Zeiten

Einer der überaus positiven Aspekte, die wir aus dem Anspieltermin mitgenommen haben, ist der Umstand, dass sofort die alte Crackdown-Suchtspirale wieder aus der Vergessenheit auftaucht. Egal, was ihr im Spiel unternehmt, letzten Endes führt alles dazu, dass ihr in allem immer besser werdet und folglich auch immer cooler agieren könnt.

Die Grafik wirkt auf unterkühlte weise elegant.Die Grafik wirkt auf unterkühlte weise elegant.

Die Präsentation erinnert aktuell ein wenig an Agents of Mayhem, soll heißen: Der Grafikstil orientiert sich an recht schnörkelloser, um nicht zu sagen reduzierter Sci-Fi-Optik mit viel Neon und klarer Linienführung. Im Vergleich zu Agents of Mayhem ist der Gesamteindruck jedoch stilvoller, weil durch verschiedene Gebäude und Hintergründe mehr Abwechslung entsteht.

So ganz reicht das alles zwar noch nicht, um einen als Spieler vom Hocker zu hauen, jedoch gab es einige der versprochenen Haupt-Features auch noch nicht zu bewundern. Angeblich sollt ihr ja im Spiel in der Lage sein, wirklich alles zerstören zu können, so auch zum Beispiel ganze Gebäude. Allerdings haben wir das in der Demo selbst noch nicht erlebt. Vielleicht war es in dieser Version noch nicht möglich, oder wir haben es schlicht und einfach verpasst.

Insgesamt war die Demo nun halt doch ein wenig arg kurz, um wirklich eine fundierte Aussage treffen zu können. Daher ist dies auch nur eine Wiedergabe von "ersten Eindrücken". Fans der Vorgänger scheinen auf jeden Fall abgeholt zu werden. Wie es bei Neueinsteigern aussieht, kann erst gesagt werden, wenn sich zeigt, mit wie viel Vielfalt das Spiel aufgebaut ist. Ständiges Aufleveln und Verbessern der Fähigkeiten ist zwar durchaus unterhaltsam, ob ein ganzes Spiel darauf aufbauen kann, ist jedoch eher zweifelhaft. Hoffentlich kommt noch ein abwechslungsreiches Missions-Design ins Spiel, ansonsten ist es gut möglich, dass die anfängliche Motivation zu schnell in monotonen Einsätzen verpufft.

Übrigens: Damit ihr nicht den Überblick verliert, haben wir alle wichtigen Meldungen von der gamescom für euch gesammelt und fein säuberlich nach Datum sortiert. Folgt einfach diesem Link.

Tags: Open World   Gamescom 2017  

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