3 Dinge, die ich von Undertale gelernt habe

von Nastassja Scherling (27. August 2017)

Undertale ist eines dieser Spiele, das hinter einer scheinbar harmlosen Pixel-Fassade und genialem Humor überraschend viel Tiefe und Emotionen verbirgt. Im August 2017 hat es das Indie-Highlight vom PC auch auf die PlayStation 4 und PS Vita geschafft.

Ein facettenreiches Spiel wie dieses liefert allerhand, worüber ihr nach Ausschalten eures PCs oder eurer Konsole noch grübeln könnt. Hier sind die drei Erkenntnisse, die mir nach dem Zocken von Undertale wie Schuppen von den Augen gefallen sind.

Von Videospielen lernen. Das ist so eine Sache. Freilich soll das Medium in erster Linie unterhalten und nicht lehren. Dennoch kann es vorkommen, dass man aus einem guten Spiel - und auf ganz andere Art und Weise auch aus einem schlechten Spiel - etwas mitnimmt. Dass man etwas über sich selbst lernt, etwas fürs Leben lernt, oder auch einfach nur unnützes Wissen anhäuft, das man dann nie wieder aus dem Hirn bekommt. In dieser Reihe wollen wir euch von unseren Erfahrungen berichten, die wir während des Spielens gemacht haben. Von lebensverändernden Weisheiten bis zu erspieltem Blödsinn kann alles dabei sein.

Vorsicht: Spoiler voraus! Wenn ihr Undertale noch nicht gespielt habt, rate ich euch das schnellstmöglich nachzuholen und danach weiterzulesen.

1. Auch Monster haben Gefühle

"Du kannst nicht verstehen, wie sich das anfühlt.""Du kannst nicht verstehen, wie sich das anfühlt."

Wie viele feindliche Kreaturen habe ich bereits in diversen Rollenspielen mitleidlos und ohne es zu hinterfragen abgemurkst? 1.000, 10.000, 100.000? Eine Zahl zu nennen fällt mir schwer, da viele Spiele das wahllose Töten von Monstern inflationär handhaben und durch Levelaufstiege und Co. geradezu begünstigen. Und niemals habe ich auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass vielleicht der Spieler und nicht die virtuelle Kreatur der wahre Bösewicht ist - bis ich Undertale gespielt habe.

Das Spiel ist perfekt darin, dem Spieler vor Augen zu führen, dass auch digitale Wesen eine Lebensberechtigung, ja, sogar Träume, Familie und Freunde haben. Undertale reibt euch eure pietätlose Grausamkeit geschickt und unbarmherzig unter die Nase. Der Monster-Vater fragt sich, was wohl aus seinem Sohn geworden ist, der in die Welt hinauszog, um ein Comedian zu werden. Klingelt da was? Genau, das war der (nicht wirklich) komische Vogel, den ihr vor zehn Minuten platt gemacht habt. Fühlt sich ziemlich mies an, oder?

2. Ich brauche mehr 8-Bit Musik in meiner Sammlung

Bildquelle: deviantart.com / Nanahii

Schon immer erinnerte mich 8-Bit- und Chiptune-Musik an die Spiele aus meiner Kindheit und ließ mein Herz im Rythmus der elektronischen Beats höher schlagen. Ich weiß auch nicht, warum, aber mich überkommt jedes Mal ein wohliges Gefühl, wenn die melodischen Klänge durch meine Lautsprecher tönen. Trotzdem habe ich mich nie wirklich mit dem Genre befasst und entsprechend leer sah es in meiner Musiksammlung im Hinblick auf 8-Bit-Titel aus.

Als ich dann Undertale gezockt habe und mir - ganz ehrlich - alle zwei Minuten dachte: "Wie gut ist dieser Song denn bitte?!" wurden mir schlagartig zwei Dinge klar. Erstens: Ich brauche den Undertale-Soundtrack auf meinem Rechner und zwar am besten schon gestern. Zweitens: In meinen Spotify-Playlisten ist definitiv noch Platz für dieses ohrgasmisch gute Genre. Hört mal in Undertales Megalovania oder Spider Dance rein, ihr werdet es nicht bereuen!

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Tags: Indie   Drei Dinge gelernt  

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