Bundestagswahl 2017: Wo steht die Games-Branche in der Politik?

(Special)

von Micky Auer (03. September 2017)

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Das ist quasi der Superbowl für die Politik. Entsprechend vollmundig ziehen auch die einzelnen Parteien in die Wahlschlacht. Dabei fällt auf, dass sich die Rhetorik in einem ganz bestimmten Bereich geändert hat: Videospiele und die dazugehörige Industrie.

Wo vor nicht allzu langer Zeit der unsägliche Kunstbegriff "Killerspiele" dazu genutzt wurde, Stimmung zu machen und die Wählerstimmen aus Bevölkerungsschichten zu sichern, die zwar keine Ahnung von der Thematik haben, sich aber gerne über etwas aufregen, tritt nun der Plan ans Licht, dass die Spielebranche etwas ist, das gefördert werden sollte.

Wir haben uns mal die Programme der Parteien zum Thema Videospiele in der Wirtschaft angesehen und zusammengefasst. Ein Urteil erlauben wir uns dahingehend nicht, sondern beschränken uns auf eine reine Faktenaufzählung. Schaut mal rein!

Denn nicht nur ist die Spieleindustrie eine lukrative Einnahmequelle, sie bietet auch jede Menge Jobs für hochqualifizierte Fachkräfte in verschiedenen Ausprägungen der Wirtschaft, Kunst und Informatik. Wer hätte das denn gedacht???

Daher stellt sich nun die Frage, ob der Politik wirklich an der Förderung der Games-Branche gelegen ist, oder ob es nur darum geht, die immer größer werdende Gruppe wahlberechtigter Gamer dazu zu bewegen, sich für die Partei zu entscheiden, die schon mal von Call of Duty gehört hat.

Die Antwort darauf kann nicht so ganz klar definiert werden. Zwar ist der Dialog ein gänzlich anderer als noch vor ein paar Jahren, doch noch viel zu oft werden Floskel-Konzepte ins Feld geführt, wie zum Beispiel: "Die Branche muss gestärkt werden," oder "Entwicklungen werden positiv begleitet" oder "Dinge müssen überprüft werden." Daraus eine gehaltvolle Aussage zu filtern, die politisch tatsächlich relevant ist, wird schwer fallen.

Vergleichsweise dazu nennt zum Beispiel die Seite Games Wirtschaft in einer Kolumne wesentlich konkreter formulierte Pläne in den Bereichen Schulsanierung, Kindergeld und Technik-Investitionen für Schüler. Und das sind wiederum nicht nur Pläne, sondern dahingehend werden auch deutlich definierte Geldbeträge genannt.

Wo bleibt hier die Games-Branche?

Frage: Sofern ihr wahlberechtigt seid, macht ihr eure Entscheidung auch oder gar gänzlich davon abhängig, was eine bestimmte Partei für die Games-Branche macht? Oder spielt das auf gesamtpolitischer Ebene für euch keine Rolle? Lasst uns eure Meinung dazu gerne in den Kommentaren wissen!

Tags: Politik  

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