Vorschau Die rektakuläre Zerreißprobe - Tiefgründiges Kampfsystem, toll in Szene gesetzt

Das neue Vor-und-zurück-Spiel

Die erneut rundenbasierten Kämpfe sind jetzt noch spaßiger und besitzen ein gutes Stück mehr Tiefgang! Das kommt vor allem daher, dass wir jetzt in jeder Runde unsere bis zu vier Superhelden in einem Raster gezielt neu auf dem “Schlachtfeld” platzieren können. Weil fest vorgegeben ist, in welcher Reihenfolge die einzelnen Helden und Schurken zum Angriff übergehen und jeder Charakter über sehr unterschiedliche Angriffe verfügt (ein Laser trifft zum Beispiel alle Gegner in der Reihe direkt vor uns, wohingegen sich unsere Psychoattacke diagonal von uns aus ausbreitet), ist eine gewisse taktische Positionierung ratsam.

Die blauen Felder markieren euren Bewegungsradius, die roten den Wirkungsbereich eurer Attacke.Die blauen Felder markieren euren Bewegungsradius, die roten den Wirkungsbereich eurer Attacke.

Zwar waren die Kämpfe in den ersten Stunden noch nicht übermäßig fordernd, später (oder zumindest in höheren Schwierigkeitsstufen) dürfte cleveres, vorausschauendes Handeln hier aber der Schlüssel zum Sieg sein. Dabei müsst ihr euch aber auch nicht auf jede Auseinandersetzung einlassen: Nur die in die Handlung eingebetteten Konflikte müssen zwingend gemeistert werden. Zufällig auf dem Weg auflauernden Störenfrieden könnt ihr meist auch aus dem Weg gehen - oder aktiv aggressiv den ersten Schlag austeilen und so einen kurzfristigen Vorteil im entbrennenden Gerangel erlangen.

Viel zu tun für Anal-ytiker

Weitere Feinheiten ins Kampfsystem (das übrigens nach wie vor auch kleine Reaktionstests beinhaltet) bringen die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten. Ihr könnt vor den Fights nicht nur die Werte eurer Helden mit Artefakten feintunen, sondern später aus mehreren grundverschiedenen Attacken jeweils drei für jeden Charakter festlegen (dazu kommt noch ein nicht tauschbarer Ultimate-Angriff). Darüber hinaus dürft ihr im Laufe der Zeit aus bis zu zehn Crew-Mitgliedern euren Angriffstrupp zusammenstellen. Genug Stoff also für Frickel-Freaks, die sich ganz tief reinfuchsen wollen. Aber auch wer es lieber entspannt angehen will, wird jetzt noch mehr Spaß an den Super-Raufereien haben.

Rektakuläre Inszenierung!

Da jetzt nicht mehr mit Waffen sondern mit Superhelden-Fähigkeiten gekämpft wird und jeder dieser Moves mit entsprechenden, liebevoll gestalteten Animationen und Effekten in Szene gesetzt wird, wirken die Kämpfe wesentlich dynamischer und abwechslungsreicher als noch beim Stab der Wahrheit. Besonderes Schmankerl: Entfesselt ihr eine Ultimate-Attacke, startet eine spektakuläre Zwischensequenz, die ihr euch vorstellen müsst wie bei Injustice 2, nur in - Entschuldigung! - behindert: So nimmt Jimmy Valmer aka Fastpass (also The Flash auf Krücken) mal so richtig Anlauf und umrundet dreimal den Globus, bevor er seine Feinde über den Haufen rennt. Herrlich!

Manchmal sagt ein Bild tatsächlich mehr als tausend Worte ...Manchmal sagt ein Bild tatsächlich mehr als tausend Worte ...

Apropos liebevoll: Auch die Widersacher aus der "echten" Welt bringen personalisierte Attacken mit aufs Schlachtfeld. Von pädophilen Priestern, die ihre Morgenstern-Rosenkränze ... nun ja .. sagen wir "hinterrücks" versteckt haben, über in Wasserbomben pinkelnde Sechstklässler, bis hin zu den Billigbier schwenkenden Rednecks haben wir in den ersten Stunden schon so einiges erlebt.

Gewohnt South-Park-stark!

Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass das Spiel natürlich auch abseits der Raufereien wieder förmlich überquillt vor Anspielungen auf die eigene TV-Vergangenheit, bescheuerten Missionen, skurrilen Gastauftritten (Morgan Freeman bringt uns in seinem Taco-Shop das Crafting von Items bei) und natürlich Furz-Witzen. Werft einen Blick auf diese zehn Minuten Gameplay, kommentiert von den Entwicklern, um einen (bitteren) Vorgeschmack darauf zu bekommen. Aber Achtung: Es wird wirklich ekelhaft! Sagt nachher nicht, wir hätten euch nicht gewarnt!

Laut Cartman - sorry, Coon natürlich - sind übrigens manche Fürze so kraftvoll, dass sie das Raum-Zeit-Kontinuum verbiegen können. Ob das schon eine erste Anspielung darauf ist, was im späteren Verlauf der Story noch auf uns zukommt? Wir können es kaum erriechen! Hoffentlich bleibt es tatsächlich dabei, dass die rektakuläre Zerreißprobe am 17. Oktober für PS4, PC und Xbox One erscheint - übrigens wahlweise komplett lokalisiert oder mit Untertiteln in der Sprache eurer Wahl.

Meinung von Markus Rehmann

Mit Anspiel-Events ist das ja immer so eine Sache: Einerseits freut man sich, endlich selbst Hand an das heiß ersehnte Spiel legen zu dürfen. Andererseits kann es ganz schön ermüden, wenn man sich dann in der finalen Version nochmal durch bereits bekannten Content langweilen muss. Darum war ich anfangs gar nicht so begeistert, dass wir direkt die ersten vier Stunden des Spiels zocken durften. Gegen Ende der Session war mein Groll aber komplett verflogen: Das spiele ich gerne nochmal alles!

Erstens, weil es so vollgepackt ist mit Anspielungen, Gags und Details, dass ich beim ersten Mal eh nicht alles mitbekommen habe. Und zweitens, weil es die vielfältigen Optionen bei der Charakter-Erstellung und der Teamzusammenstellung erlauben, dass ich beim nächsten Anlauf alles etwas anders angehe. Die rektakuläre Zerreißprobe scheint mir der perfekte Nachfolger zu werden, der manches anders und einfach alles noch ein bisschen besser macht.

Wer unbedingt was zu meckern sucht, könnte sich eventuell daran aufhängen, dass es zugunsten der Superhelden-Fähigkeiten keine wirklichen Heldenklassen mehr gibt, da jetzt prinzipiell jedem Charakter die unterschiedlichsten Skills zugeteilt werden können. Dann wiederum haben sich die Klassen auch beim Vorgänger schon nicht wirklich großartig ausgewirkt.

Ich bin höchstens noch skeptisch, ob die ganzen (nicht wegklickbaren) Kampfanimationen nicht eventuell irgendwann nach der hundertsten Wiederholung anfangen zu nerven, so witzig sie auch sind. Nach immerhin vier Stunden kann davon aber keine Rede sein und ich habe gerade mal eine Bruchteil davon gesehen.

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Tags: Singleplayer  

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