Test Destiny 2 - Fakten und Meinung

Hübsche und stabile Technik

Technisch hat sich auf dem ersten Blick bei Destiny 2 nicht so viel getan: Bungie setzt weiterhin auf teils wunderhübsche Panoramen, die von ansehnlichen Lichteffekten in Szene gesetzt werden und teilweise ein fantastisches Gefühl von Größe vermitteln. Die vier Planeten bieten dabei genügend Abwechslung: Während wir uns in der europäischen Todeszone durch eine mitteleuropäische Stadt mit angrenzendem Wald kämpfen, geht es auf dem Mond Titan über eine bohrinselähnliche Konstruktion, während sich Nessus und Io als zwei farblich sehr unterschiedliche Planeten herausstellen.

Rötliche Farbtöne dominieren die Umgebung auf Nessus. Auf Io stehen hingegen eher leicht gelbliche Töne im Vordergrund.Rötliche Farbtöne dominieren die Umgebung auf Nessus. Auf Io stehen hingegen eher leicht gelbliche Töne im Vordergrund.

Bei all der Liebe zum Detail und der ganzen Action gibt sich Destiny 2 kaum eine Blöße. Die angepeilten 30 Bilder pro Sekunden werde nahezu dauerhaft gehalten, selbst wenn sogar bis zu zehn Hüter zeitgleich ihre Super-Fähigkeiten einsetzen und der Bildschirm einem leicht übertriebenen Disco-Abend gleicht.

Jene Stabilität hat Bungie direkt für die Server übernommen. Abgesehen von einer kurzen Ausnahme waren die Online-Aktivitäten von Destiny 2 zu jeder Zeit erreichbar und boten keine nervigen Unterbrechungen oder schlimme Netzwerkverzögerungen. Chapeau, Destiny 2.

Fakten:

  • Multiplayer-Shooter mit PvE- und PvP-Modi
  • keine weiteren Abo-Kosten
  • Kampagne mit nachvollziehbarer Geschichte und Zwischensequenzen
  • PS Plus und Xbox Live Gold werden zwingend für PvP, Strikes und Raids benötigt
  • 3 Hüterklassen (Titan, Hexenmeister, Jäger) mit jeweils 3 frei wechselbaren Subklassen spielbar
  • zahlreiche Beschäftigungsangebote nach dem Abschließen der Kampagne
  • 5 verschiedene Strikes, die zu knackigen Bosskämpfen führen
  • ein Raid, der voraussichtlich ab dem 13. September online geht
  • Mikrotransaktionen in Form von Silber und Glanzengrammen enthalten
  • Season Pass mit zwei DLCs angekündigt (Kosten: circa 35 Euro)

Meinung von Sören Wetterau

Ein Wort vorweg: Es ist nicht einfach, ein Spiel wie Destiny 2 in seiner Gesamtheit zu bewerten, wenn noch gar nicht klar ist, wie groß es im Endeffekt durch DLCs und Erweiterungen noch werden soll. Wir haben uns für diesen Test wirklich die Zeit genommen, das aktuell vorhandene Material genau zu sichten, zu testen und zu bewerten. Jedoch behalten wir uns vor, in der Zukunft vielleicht noch einmal das Gesamtwerk zu betrachten und eine aktualisierte Wertung zu erheben.

Destiny war 2014 neben den ganzen Exklusivspielen einer der Gründe, warum ich mir eine PlayStation 4 zugelegt habe. Als sonst reiner PC-Spieler und Verfechter von Maus und Tastatur hat es mir der Bungie-Shooter spielerisch trotzdem angetan, leider haben Inhalt und Präsentation nicht so ganz zueinander gefunden. Wie viele andere war ich vom Gebotenen ein ganzes Stück enttäuscht.

Jetzt mit Destiny 2 haben die Entwickler nahezu vollständig die im Vorfeld getätigten Versprechungen eingehalten. Klar, die Geschichte von Destiny 2 reißt keine Bäume aus, präsentiert sich aber stets auf einem soliden, charmanten Niveau und weiß für ein paar Stunden gut zu unterhalten - vor allem im Koop. Selbst das Grinden nach Ausrüstung, eigentlich sonst keine Lieblingsbeschäftigung meinerseits, macht dank der zahlreichen Aktivitäten richtig Spaß und fühlt sich nicht ständig nach Arbeit an.

Destiny 2 ist aber definitiv keine Neuerfindung oder eine 180-Grad-Wende. Im Grunde hat Bungie vor allem die Ecken und Kanten des Vorgängers ein wenig abgerundet, eine ordentliche Portion Inhalt hinzugefügt und Destiny 2 zu dem Spiel gemacht, welches es eigentlich schon vor drei Jahren hätte sein sollen. Nun entschuldigt mich bitte, ich muss mich auf den kommenden Raid mit neuen Gegenständen vorbereiten.

83

meint: Stark verbesserter Online-Shooter, der vor allem inhaltlich deutlich zugelegt hat und mit seiner Item-Spirale für etliche Stunden begeistern kann.

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Inhalt

Tags: Science-Fiction   Multiplayer   Online-Zwang  

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