Dieses Spiel habt ihr bestimmt übersehen: Absolver

von Daniel Kirschey (10. September 2017)

Da bastelt ein Team von erfahrenen Entwicklern an einem wirklich innovativen Spiel - und es geht anscheinend total an der Spielewelt vorbei. Ja, klar, ein paar von euch werden es schon zocken und ihren Spaß daran haben. Aber wie sagt man so schön: Die Ausnahme bestätigt die Regel.

Die meisten von euch werden von dem Spiel names Absolver noch nicht viel mitbekommen haben und wenn doch, sich nicht sicher sein, wie sich Absolver eigentlich spielt, oder wo das Besondere an dem Spiel ist. Dem soll hier Abhilfe geschaffen werden.

In dieser Reihe möchten wir euch Spiele zeigen, die im Trubel um die großen Triple-A-Spiele gerne mal untergehen. Von kleineren Indie-Spielen zu Produktionen der großen Publisher, die einfach nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie verdient hätten. Wir wollen euch hier besondere Spiele empfehlen, die es nie auf eine Titelseite geschafft haben. Hoffentlich gefallen sie euch genauso wie uns.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

Der Entwickler Sloclap besteht aus ehemaligen Ubisoft-Mitarbeitern aus Paris. Ziel des Spiel - oder eher gesagt - die Inspiration des Spiels und vor allem des Kampfes sollte sich an drei Leitsätzen orientieren:

  • Kampf ist ein Tanz
  • Bewegung ist deine Waffe
  • Mach eine Aktion

Die Frage ist jetzt, und daran will sich dieser Text auch orientieren, schafft es Absolver diese Aspekte so umzusetzen, dass sie nicht nur funktionieren, sondern auch Spaß machen? Da das Spiel hier in dieser Reihe vorgestellt wird, könnt ihr euch sicherlich schon denken, auf was diese Antwort hinauslaufen wird. Also, um es kurz zu machen: Ja.

Doch wie schafft es Absolver nun genau? Ähnlich wie in Dark Souls werdet ihr in eine Welt hineingeworfen, die euch fremd ist. Absolver teilt sich auch andere Spielelemente mit den Souls-Spielen. Ihr macht euren Weg durch eine Welt, die eher wie eine Gemälde erscheint - der grafische Stil ist großartig. Ihr tragt eine Maske. Eure Aufgabe: von einem Anwärter zum Absolver aufzusteigen. Dafür sollt ihr in einem Turm bestimmte Gegner besiegen.

In der Welt sind ähnlich wie Leuchtfeuer kleine Leuchtsäulen namens Altare verteilt, an denen ihr nach dem Ableben wieder erscheint und mit anderen Spielern kooperative Gruppen formen könnt. Das klappt leider nicht ganz so gut, wie man es sich wünschen würde. Der Kern des Spiels ist euer Deck. Ähnlich wie in einem Sammelkartenspiel sammelt ihr Angriffe. Von jedem Gegner könnt ihr Angriffe lernen, wenn ihr diese blockt und ihn dann besiegt. So sammelt ihr immer mehr Angriffe an und stellt eigene Kampfabläufe oder Combos zusammen, die deshalb auch individuelle sind.

Jeder kämpft also irgendwie anders. Das wird dann noch durch drei verschiedene Kampfstile erweitert. Jeder Kampfstil hat einen eigenen Schwerpunkt - Kraft, Schnelligkeit und Blocken. Habt ihr ein ordentliches Deck zusammen, tanzt ihr wirklich in äußerst flüssigen Bewegungen einen Kampf. Dabei solltet ihr immer eure Stamina im Blick haben. Ist die leer, könnt ihr weder angreifen noch blocken.

Wollt ihr mit Freunden zusammen durch die Landen ziehen, die teilweise etwas unübersichtlich daher kommen, werdet ihr ein paar Probleme haben. Irgendwie klappt das zwar schon, aber richtig befriedigend ist es nicht. Wenn einer in der Gruppe stirbt, kommt es viel zu oft vor, dass er aus der Welt geworfen wird und sich neu verbinden muss. Das ist deshalb nervig, weil ihr öfters sterben werdet und diese Tode auch keine Konsequenzen haben wie in Dark Souls. Es ist also irgendwie unnötig das so kompliziert zu veranstalten.

Und doch: Die sonstigen zufälligen Online-Begegnungen mit anderen Spielern und die Hilfe, die ihr dadurch bekommt, oder die Kämpfe, dir ihr so erlebt, lassen Absolver noch interessanter sein. Das Kampfsystem mit dem Deck, die stilvolle Welt und die Online-Kämpfe machen Absolver zu etwas, was es so noch nicht in der Spielewelt gegeben hat. Das ist 2017 doch eindrucksvoll - vor allem dann, wenn das Spiel auch noch Spaß macht.

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Tags: Unterm Radar  

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