3 Dinge, die ich von Dark Souls gelernt habe

von Robert Kohlick (16. September 2017)

Dark Souls erschien genau zum richtigen Zeitpunkt. In einer Zeit, in der ich in jedem Spiel das Gefühl hatte, allmächtig zu sein, holte mich Dark Souls zurück auf den Boden der Tatsachen. Außerdem wurde mir klar, dass Erfolg sehr viel süßer schmeckt, wenn man vorher auch mal auf‘s Maul bekommt.

Von Videospielen lernen. Das ist so eine Sache. Freilich soll das Medium in erster Linie unterhalten und nicht lehren. Dennoch kann es vorkommen, dass man aus einem guten Spiel - und auf ganz andere Art und Weise auch aus einem schlechten Spiel - etwas mitnimmt. Dass man etwas über sich selbst lernt, etwas fürs Leben lernt, oder auch einfach nur unnützes Wissen anhäuft, das man dann nie wieder aus dem Hirn bekommt. In dieser Reihe wollen wir euch von unseren Erfahrungen berichten, die wir während des Spielens gemacht haben. Von lebensverändernden Weisheiten bis zu erspieltem Blödsinn kann alles dabei sein.

1. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Die Souls-Reihe ist bockschwer und verlangt einem alles ab. Besonders in der Anfangsphase bin ich einen Tod nach dem anderen gestorben. Je öfter ich das virtuelle Zeitliche segnete, desto mehr Frust sammelte sich im Laufe des Spielens an. Und Frust ist das Schlimmste, was euch in Dark Souls passieren kann. Ihr könnt euch nicht mehr konzentrieren, macht dumme Fehler und geht am Ende nur noch schneller drauf. Um diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen, und meinen Controller vor einem Treffen mit meiner Wohnzimmerwand zu bewahren, habe ich einen Kumpel von mir gefragt, ob wir das Spiel nicht zusammen durchspielen wollen – ein Charakter, zwei Spieler.

Also verabredeten wir uns regelmäßig, um zusammen das Spiel in seine Knie zu zwingen. Und es hat geholfen! Natürlich waren wir immer noch etwas gefrustet, wenn wir zum fünften Mal an der exakt gleichen Stelle starben. Aber es war Balsam für meine Seele, wenn auch mein Kumpel an der gleichen Stelle verzweifelte und wir uns erstmal zusammen lauthals über das Spiel beschweren konnten. „Der hat mich durch die Wand mit dem Pfeil gekillt!“. „Wo zur Hölle kam der denn her?!“. „Ich bin doch schon gerollt!!!!!1111“.

Doch half es uns nicht nur dabei, unseren Frust im Zaum zu halten, sondern wir konnten auch unsere Erfolge miteinander teilen. Irgendwann war es egal wer den nächsten Boss legte. Wichtig war nur, dass er zu Boden ging. Wir waren ein Team. Und was bringen einem schon Erfolge, wenn man sie mit niemanden teilen kann? Deswegen empfehle ich allen, die sich aufgrund des Schwierigkeitsgrads schwer damit tun einen Einstieg in die Serie zu finden, folgendes: Schnappt euch euren Best Buddy, schmeißt Dark Souls an und gebt dem Spiel auf diese Weise nochmal eine Chance.

2. Rollen und Umkreisen

Alle, die Dark Souls nicht nach zwei Stunden gefrustet in die Ecke geworfen haben, werden inzwischen herausgefunden haben, dass vor allem humanoide Gegner gegen eine Taktik besonders anfällig sind – das Umkreisen. In der Souls – Reihe könnt ihr euch auf einen Gegner mit der Taste R3 fixieren. Das sorgt dafür, dass ihr euch sehr leicht im Kreis um euren Gegner herum bewegen könnt. Viele monsterähnliche Wesen haben meist eine Attacke auf dem Kasten, die es ihnen erlaubt, euch auch dann zu treffen und euch Schaden zuzufügen. Vielen humanoiden Gegnern fehlt diese Fähigkeit jedoch. Diese können euch meist nur dann treffen, wenn ihr neben, oder vor ihnen steht. Schafft ihr es einmal mit der sogenannten „Spin to win“ - Technik hinter euren Gegner zu gelangen, so habt ihr leichtes Spiel. Ein Schlag in den Rücken und euer Gegner kriegt ordentlich Schaden und geht zu Boden. Wenn er dann wieder aufsteht, wiederholt ihr das Prozedere einfach. Diese Technik solltet ihr jedoch nur dann anwenden, wenn ihr nur einen Gegner in eurer Nähe ausmachen könnt. Was mich zu Punkt 3 führt.

Weiter mit: Punkt 3: In der Ruhe liegt die Kraft

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Tags: Drei Dinge gelernt  

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