State of the Game - 20 Jahre in denen viel passiert ist

(Special)

von Matthias Kreienbrink (21. September 2017)

Einige derer, die diesen Text lesen, waren vor 20 Jahren noch nicht auf der Welt. Umso beeindruckender muss es für diese – für euch – sein, dass es das Computerspielmuseum in Berlin seit nunmehr schon 20 Jahre gibt. Grund, um zurückzuschauen – und nach vorne.

An der Karl-Marx-Allee 93a, einer Straße, die teilweise von Stalinbauten gesäumt ist, steht seit 20 Jahren das Computerspielmuseum Berlin. Ein Ort für jene, die sich über das Spielen hinaus noch für Computerspiele interessieren. Ein Ort des Wissens, der Erhaltung. Etwa 100.000 Besucher strömen jährlich an diesen Ort, um mehr über Computerspiele zu erfahren. Über ihren Ursprung, ihre Metamorphosen, ihre besondere Entwicklung in Deutschland. Unter diesen Besuchern sind nicht wenige Schulklassen, wie uns Andreas Lange, Direktor des Museums, verrät.

Auch das gehört inzwischen zur Deutschen Computerspielkultur: Youtuber.

„Viele Schüler stöhnen natürlich erstmal, wenn sie ‚Museum‘ hören. Wenn sie dann aber erfahren, dass es ins Computerspielmuseum geht, ist die Begeisterung groß“, weiß er. So wird den Schulklassen auch einiges geboten, wie etwa eine interaktive Schatzsuche, eine Zeitreise an die Spiel-Orte verschiedener Epochen oder die PainStation. Denn auch wenn diese eigentlich erst ab 18 ist, lockt sie doch sehr viele Schaulustige an. Eigentlich handelt es sich dabei nur um Pong. Jedoch müssen die Spieler ihre Hände dabei auf eine Metallfläche legen. Geht der Pixel dann ins Aus, werden die Spieler bestraft. Mit Hitze, Peitschenhieben oder Stromschlägen werden ihre Hände malträtiert.

Kurzum, das Computerspielmuseum bietet an sich schon genug Stoff für Interessierte. Mit dem 20-jährigen Bestehen jedoch wird die Dauerausstellung noch durch eine Sonderausstellung ergänzt. „20 Meilensteine aus Deutschland“ heißt diese. Der Titel ist recht selbsterklärend, zeigt die Ausstellung doch 20 wichtige Spiele und andere Errungenschaften aus Deutschland. Einige dieser Meilensteine stehen den Besuchern als Ausstellungsstück zur Verfügung, andere können sie direkt ausprobieren.

Rennspiel-Fans können zurück durch die Zeit – pardon – rasen, ins Jahr 1975. Mit dem Nürburgring Fahrsimulator entstand zu der Zeit nämlich das erste Rennspiel aus der Ego-Perspektive, inklusive eines Automaten, in den die Spieler sich setzen konnten – und noch heute können, wenn sie das Computerspielmuseum besuchen. Das Gefährt schleudert euch dann von links nach rechts und zurück, während ihr die, aus heutiger Sicht, äußerst rudimentäre Grafik bestaunt.

Ebenso anspielbar ist das 1989 erschienene Turrican, das damals für den C64 erschien, später auch für Amiga. Einige von euch werden das Spiel vielleicht noch von damals kennen. Grafik und Sound beeindruckten damals nicht wenige Spieler.

Von Die Siedler wiederum werden wohl fast alle Spieler schonmal gehört haben. 1993 ist das erstmals erschienen, entwickelt vom deutschen Studio Blue Byte, und wird noch heute fortgesetzt. Darüber hinaus können interessierte Spieler Moorhuhn (1999), Gothic (2001) oder Landwirtschafts-Simulator (2008) anspielen und damit die Entwicklung von Videospielen in Deutschland nachvollziehen.

Einblick in eine andere Geschichte gewährt derweil das Poly-Play aus dem Jahr 1986. Dabei handelt es sich um einen Videospielautomaten aus der DDR, den wir übrigens auch auf der gamescom anspielen konnten. Womit sich auch wieder der Kreis zur Karl-Marx-Allee, ehemals Stalin-Allee schließt. Ortswechsel.

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