Vorschau Doom: Bethesdas Doppel-D für Switch und VR

von Micky Auer (29. September 2017)

Bethesda hat vor kurzem in Frankfurt seine Herbstkracher präsentiert. Wir waren für euch vor Ort und durften uns einmal quer durch die Produktpalette des Publishers spielen. Auffallend dabei: Die Nintendo Switch, die aktuell technisch schwächste Konsole auf dem Markt, die noch dazu von einem als familienfreundlich geltenden Unternehmen produziert wird, erhält von Bethesda ganz besonders viel Liebe.

Das mag vielleicht dem Umstand geschuldet sein, dass Nintendo mit seiner neuen Konsole ein großer Erfolg gelungen ist, oder aber Bethesda glaubt wirklich an das Konzept und unterstützt es. Jedenfalls haben wir das hochgelobte, schnelle, brutale und äußerst blutrünstige Doom angespielt. Einmal in einer VR-Variante, einmal für Nintendo Switch.

Die Umsetzung für Switch war zwar schon im Vorfeld bekannt, jedoch konnten wir uns diesmal vor Ort überzeugen, wie ein Spiel, das ursprünglich für die aktuelle Hardware-Generation entwickelt wurde, in Sachen Technik und Spielbarkeit auf der Switch abschneidet. Für eine ausgewachsene Vorschau im klassischen Sinne reicht es zwar an dieser Stelle noch nicht, auf jeden Fall können wir euch einen detaillierten Eindruck vermitteln.

Große Grafik auf kleinem Bildschirm

Spielen konnten wir vor Ort nur im Handheld-Modus der Switch. Ein großer Fernsehbildschirm blieb uns erstmal verwehrt. Der kleine Bildschirm der Konsole bietet nicht die Möglichkeit, die Auflösung auf normalen Monitor-Verhältnissen zu beurteilen. Daher beschränkt sich der folgende Eindruck auch nur auf den Handheld-Modus, und der ist ausgesprochen positiv.

Auch auf Nintendo Switch macht Doom spielerisch ordentlich was her.Auch auf Nintendo Switch macht Doom spielerisch ordentlich was her.

Egal ob mit den Joy-Cons oder dem Pro-Controller - das Geschehen lässt sich in beiden Varianten einwandfrei steuern. Ebenso deutlich spürbar vorhanden ist das typische "Doom-Feeling", das bereits die bestehenden Versionen für PC, Xbox One und PS4 vermitteln. Unvermindert hoch ist die Geschwindigkeit und die damit verbundene Action.

Was niemanden überraschen sollte: Gerade bei einem Spiel, das hochgezüchtete PCs nutzen kann, müsst ihr verständlicherweise bei einer inhaltsgleichen Umsetzung technische Abstriche in Kauf nehmen. Die machen sich in diesem Fall hauptsächlich optisch bemerkbar. So wirken einige Szenarien etwas arg kantig, Texturen wirken im direkten Vergleich zwischen Switch und den anderen Konsolen verwaschen und nicht so scharf wie gewohnt. Eine Kantenglättung findet, wie es scheint, gar keine Anwendung.

Es wird technische Abstriche geben

Brodelt die Action ganz besonders heftig und ihr habt zahlreiche Gegner, Projektile aller Art, Zerstörung, Partikel und Lichteffekte gleichzeitig vor Augen, bricht die Bildwiederholrate merklich ein. Ob hinsichtlich der Stabilität noch was verändert wird, können wir nicht bestätigen. Jedoch sei auch betont, dass das Geschehen zu keinem Zeitpunkt unspielbar wurde. Mehr als 30 FPS wird aber aufgrund der Hardware kaum herauszuholen sein, auch wenn im fertigen Produkt vielleicht die Stabilität derer gewährleistet wird.

Wie die Gastgeber von Bethesda betonten, will Entwickler Panic Button durchaus noch an Verbesserungen arbeiten. Die Zeit dafür ist jedoch knapp bemessen, denn das Spiel soll noch im Winter 2017 auf den Markt kommen. Inhaltlich sollte aber kein signifikanter Unterschied zu der Einzelspieler-Kampagne der bekannten Versionen bestehen. Soll heißen: gleiche Level-Struktur, gleicher Spielverlauf, gleiche Spielmechanik. Warum wir im Satz vorher "Einzelspieler" so hervorgehoben haben: Einen großen Unterschied gibt es dann doch. Denn die Speicherkarten für Nintendo Switch haben nicht genug Platz für das gesamte Spiel. Nur die Einzelspieler-Kampagne wird in der Ladenverkaufsversion auf der Karte vorhanden sein. Der Mehrspieler-Modus soll als zusätzlicher Download zur Verfügung gestellt werden.

Weiter mit: Doom VFR - eine höllische Demo

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Tags: Virtual Reality  

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