Dieser eine Moment: Der Sturz ins Vertrauen

(Special)

von Micky Auer (11. Oktober 2017)

Ich schließe die Augen. Die Hitze des Tages strahlt auf mein Gesicht, der Wind hier oben kühlt meine Haut. Es ist still. Über mir der Himmel, unter mir die Welt. Die ganze Welt. Meine Welt. Nur der Schrei eines Adlers dringt durch den Gesang des Windes. Ich erwache aus dieser Sekunde der Ewigkeit. Ich breite meine Arme aus und stürze in den Abgrund. Der Sturz kann meinen Tod bedeuten, oder den Beginn meiner Geschichte. Nichts ist wahr, alles ist erlaubt. Ich öffne die Augen ...

Oft ist es nicht bloß die tolle Grafik, die spannende Geschichte oder der sympathische Hauptcharakter, der Spielern noch Jahre nach dem Genuss eines Abenteuers im Gedächtnis bleibt. Solche Erinnerungen drehen sich häufig um einen kurzen Moment. Einen besonderen Moment. >>Diesen einen Moment!<< Dem widmen wir diese Artikel-Serie und beschreiben aus unserer persönlichen Sicht, was diesen Moment so besonders und unvergesslich macht.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

Zehn Jahre sind mittlerweile vergangen, seit Ubisoft euch mit Assassin's Creed in den uralten Krieg zwischen Templern und Assassinen geführt hat. In den Rollen des auf den ersten Blick unscheinbaren Barkeepers Desmond Miles und seines Ahnen Altaïr Ibn-La'Ahad (zu deutsch "Keines Mannes Sohn") erforscht ihr die Geschehnisse rund um die Kreuzzüge im ausgehenden zwölften Jahrhundert.

Die riesige offene Welt, die spannende Geschichte basierend auf der Erkundung genetischer Erinnerungen und die finsteren Verschwörungstheorien wurden zum Markenzeichen der Reihe, die demnächst mit Assassin's Creed - Origins einen weiteren Eintrag erhält. Historische Ereignisse, Persönlichkeiten und Schauplätze gehören ebenso zu der Erfolgsrezeptur. Jeden dieser Punkte kann Assassin's Creed als Wiedererkennungsmerkmal anführen.

Aber es gibt diesen einen Moment, diesen ersten Moment, der zwar seitdem immer wieder auftaucht und den Spieler auch auf keinen Fall missen wollen, der auch uns als erster Gedanke durch den Kopf geht, wenn der Begriff "Assassin's Creed" genannt wird. Die Rede ist vom Todessprung.

In den Abgrund

Für all jene, die hier nur Bahnhof-Bratkartoffeln verstehen: Die Assassinen sind allesamt hervorragende Kletterkünstler. Wenn sie besonders hohe Punkte erklimmen, können sie sich dort mit der Umgebung "synchronisieren" und neue wichtige Punkte auf der Karte freischalten. In einer spektakulären Kamerafahrt seht ihr als Spieler die schier endlose weite Umgebung rund um und unter euch, während der jeweilige Assassine auf einem schmalen Vorsprung hockt. Oft werden diese Szenen von Licht- und Wolkenstimmungen begleitet, als wären sie direkt aus einem Gemälde von William Turner entnommen.

Der Todessprung: Eine Hommage an das gewagte Manöver in den "Assassin's Creed"-Spielen seht ihr in diesem Video: (Quelle: YouTube, Rabbit's Respawn)

Die Hauptattraktion ist jedoch der darauf folgende Todessprung. Von bestimmten Punkten aus können die Assassinen in die Tiefe stürzen, landen in einem Haufen Stroh, im Laub oder im Wasser und ziehen gleich darauf munter ihres Weges, ohne einen Kratzer abbekommen zu haben. Es ist uns vollkommen egal, dass so etwas eigentlich unmöglich ist!

Dieser eine Moment, in dem der Assassine im gestreckten Sprung mit ausgebreiteten Armen in den Abgrund springt, sich einmal überschlägt und mit dem Rücken voran landet, dieses Gefühl, als uns zum ersten Mal der Boden rasend schnell entgegenkam und die Optik durch einen leicht verzerrten Fisheye-Effekt noch mehr Geschwindigkeit suggerierte ... Das alles ist für uns im Rückblick die Essenz von Assassin's Creed.

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Tags: Open World   Dieser eine Moment  

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