Prozessorausblick: Intel Core 8000 und Ryzen 2

von Stephan Schünke (21. Oktober 2017)

Das Jahr 2017 war für uns Gamer aber auch für alle Streamer und Youtuber ein besonders aufregendes Jahr. AMD hat mit seinen Ryzen Prozessoren einen ordentlichen Schlag gegen Intel ausführen können. Mit bis zu 8 Kernen und 16 Threads eignen sich die neuen Ryzen CPUs vor allem für jeden, bei dem Multitasking ganz oben auf der Speisekarte steht. Doch Intel zog erst vor kurzer Zeit nach und zeigte mit der neuen 8000er Reihe, das auch im blauen Riesen noch einige Überraschungen stecken. Wir geben euch einen Ausblick auf die aktuelle Entwicklung und sagen, was sich aktuell lohnt und was nicht.

AMD Ryzen: Der Multitasker

AMD war viele Jahre lang aufgrund der eher langsamen und stromhungrigen FX-Prozessoren kein Gegner für den blauen Riesen. Neben einer unterdurchschnittlichen Single-Core-Performance, war der Stromverbrauch und die damit verbundene Wärmeabgabe extrem hoch. Mit den Ryzen Prozessoren zog AMD allerdings nach und veröffentlichte eine Architektur, die Intel nicht nur das Wasser reichen kann sondern, sondern in vielen Anwendungen sogar davon zog. Zwar können viele Ryzen CPUs auch heute noch nicht mit den Top-Modellen von Intel in Spielen mithalten, doch erhaltet ihr bis zu 8 Kerne und 16 Threads für viele Multitasking-Anwendungen. Vor allem für Streamer sind die neuen Prozessoren eine wahre Offenbarung, da selbst Core i7 Prozessoren hier zu kämpfen haben. Doch Intel lies sich das nicht lange gefallen.

AMDs Ryzen Prozessoren können Intel in Sachen Games nicht ganz das Wasser reichen, doch sind sie wahre Multitasking-Wunder und auch für Gamer nicht ganz uninteressant.AMDs Ryzen Prozessoren können Intel in Sachen Games nicht ganz das Wasser reichen, doch sind sie wahre Multitasking-Wunder und auch für Gamer nicht ganz uninteressant.

Intel Core 8000: Extreme Geschwindigkeit mit Beigeschmack

Vor einiger Zeit veröffentlichte der Gegenspieler von AMD die ersten Prozessoren der „Coffee Lake“-Serie. Sie tragen eine 8 in der Produktbezeichnung und erreichen bis zu 6 Kerne und 12 Threads. Mit einer starken Single-Core-Leistung sowie den zusätzlichen Threads und Kernen, zogen nun auch die 8000er wieder massiv an AMD vorbei. Selbst in Anwendungen schlägt ein i7 8700K einen AMD Ryzen 1800X problemlos und das bei einem identischen Preis. Doch hat, wie jede neue CPU-Generation, auch die 8000er Reihe wieder einen faden Beigeschmack. Denn Intel ist dafür bekannt für nahezu jede neue Prozessorgeneration eine eigene Plattform zu veröffentlichen. Zwar basiert die neuen 8000er CPUs auf dem Sockel 1151, wie auch Skylake (6000er) und Kaby Lake (7000er), doch benötigen die Prozessoren eine andere Strom- und Datenverbindung. Das führt dazu, dass neue Chipsätze und somit neue Boards notwendig sind, um die neuen CPUs zu nutzen. Das macht nicht nur das Aufrüsten unnötig teuer, sondern greift auch das Vertrauen in Intel an. Ihr erkauft euch somit einen Funken Mehrperformance mit teurem Geld. Und ob zukünftige CPUs auf der gleichen Plattform funktionieren steht noch in den Sternen.

Die neuen Intel Prozessoren der 8. Generation bringen reichlich mehr Power. Doch müsst ihr auch hier wieder auf eine neue Plattform setzen, bei der ihr weder nicht wisst, ob sie zukunftssicher ist.Die neuen Intel Prozessoren der 8. Generation bringen reichlich mehr Power. Doch müsst ihr auch hier wieder auf eine neue Plattform setzen, bei der ihr weder nicht wisst, ob sie zukunftssicher ist.

Ryzen 2 steht in den Startlöchern

Viele Gamer stehen momentan vor der Entscheidung, einen neuen Intel Prozessor der 8. Generation zu kaufen oder doch noch etwas zu warten. Denn schon im Februar/März 2018 soll AMD die neuen Ryzen 2 Chips auf den Markt bringen. Diese sollen nicht nur über eine verbesserte Energieversorgung verfügen, sondern gleichzeitig mehr Performance mitbringen. Auch hier werden vermutlich wieder neue Chipsätze eingeführt, doch hält AMD den Sockel AM4 aktuell und Abwärtskompatibel. Auf aktuellen Chipsätzen sollen laut AMD demnach auch Ryzen 2 und sogar Ryzen 3 CPUs funktionieren. Das macht die gesamte Plattform enorm zukunftssicher, auch wenn ihr nicht den letzten Frame aus dem PC kitzeln könnt, wie mit einem Intel Prozessor.

Ryzen oder CPUs der 6./7. Generation aufrüsten?

Sehr oft haben wir nun auch gesehen, dass viele User am Überlegen sind, ob sie nun ihren aktuellen Prozessor austauschen sollen oder nicht. Natürlich erhaltet ihr damit noch den ein oder anderen Frame mehr, was vor allem für uns PC-Gamer immer sehr wichtig ist. Doch ist auch die Frage, ob sich die Mehrkosten rentieren oder ihr vielleicht lieber in eine neue Grafikkarte investieren solltet. Wie wir alle wissen, wird die Grafik von der Grafikkarte berechnet und nicht von der CPU. Natürlich werden im Hintergrund auch Prozesse vom Prozessor berechnet, doch ist der FPS-Zuwachs einer neuen Grafikkarte stets stärker als bei einer neuen CPU. Aufrüsten müssen Besitzer einer aktuellen Generation demnach nicht unbedingt, es sei denn das Geld sitzt sehr locker – dann könnt ihr natürlich eurem Hobby frönen.

Solltet ihr einen aktuellen Prozessor besitzen, der 2-3 Jahre alt ist, dann müsst ihr nicht zwangsweise aufrüsten. Die Aufrüstung der Grafikkarte würde hier mehr FPS bringen.Solltet ihr einen aktuellen Prozessor besitzen, der 2-3 Jahre alt ist, dann müsst ihr nicht zwangsweise aufrüsten. Die Aufrüstung der Grafikkarte würde hier mehr FPS bringen.

Die Mainboardfrage

Solltet ihr eine neue Plattform planen, dann achtet immer darauf, dass ihr auch zukünftig genügend Anschlüsse habt. Das Mainboard bringt euch keine Mehrleistung, sondern liefert euch lediglich ein stabiles System mit allen nötigen Ports und Anschlüssen. Außerdem bringen verschiedene Mainboards einige Funktionen für das Übertakten mit oder sorgen für eine angenehme Lüftersteuerung.

Tags: Hardware  

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