Test Malkari

von Thomas Kallwass (28. März 2000)

Malkari ist ein Strategiespiel, welches über das Internet gegen reale Gegner gespielt wird. Die Story des Spiels beginnt wenige Millionen Jahre nach dem Urknall, als sich in den Tiefen des Weltalls eine Zivilisation im Malkarisystem entwickelte. Die Bevölkerung wuchs schnell, die technische Entwicklung schritt ebenso schnell voran. Schon bald bereisten die Malkariner das Weltall.

Eines Tages drang eine verirrte Sonne in das System ein. Der Planet war nun in den Gravitationsfeldern zweier Sonnen gefangen. Die Eruptionen der Sonnen setzten den Heimatplaneten der Makariner beträchtlich zu, die Planeten zersetzten sich im Laufe von Jahrtausenden. In dieser Zeit siedelten die Bewohner auf andere Planeten um, sie erforschten andere Planeten und Sonnensysteme auf der Suche nach einer neuen Heimt. Soviel zur Hintergrundhandlung des Spiels.

Malkari ist ein rundenbasiertes Weltraumstrategiespiel. Über das Internet oder im Netzwerk können bis zu 40 Spieler gegeneinander spielen. Der Spieler nimmt den Platz des Anführers einer Gilde bzw. Kaste ein. Jede dieser Gilden/Kasten hat unterschiedliche Fähigkeiten, Waffensysteme oder Raumschiffe. Sie kämpfen um die Vorherrschaft im Weltall. Die Grundlage für Ihre Eroberungen stellt ein Bildschirm dar. Auf diesem werden wahlweise eine Sternenkarte oder die Oberflächenstruktur eroberter Planeten angezeigt.

Die eingenommenen Planeten müssen erschlossen und die Rohstoffe ausgebeutet werden. Mit den Rohstoffen bauen Sie neue Waffen und Raumschiffe, um weiter in die Galaxis vorzustossen. Leider ist die Bedieneroberfläche nicht sehr intuitiv zu bedienen. Ich habe außergewöhnlich lange gebraucht, um mich im Spiel zurechtzufinden. Der Spielablauf ist alles andere als spektakulär. Die Grafik ist undeutlich und undetailiert. Es macht einfach keinen Spaß, in auf einer undeutlichen, viel zu kleinen und zudem unverständlichen Karte zu operieren und dort die richtigen Planeten auszuwählen. Das Optionsmenü ist ebenfalls viel zu klein. Insgesamt lässt sich sagen, daß bei mir während dem Spielen keine Spannung aufkam.

Das Handbuch zum Spiel ist ca. 150 Seiten dick. Normalerweise ist dies ein Pluspunkt, leider bei Malkari nicht. Ein Drittel davon ist allein für die detaillierte Einheiten- und Gebäudebeschreibungen reserviert. Bilder sieht man selten, wenn überhaupt sind sie auch nur schwarz/weiß abgebildet. Nach den ersten zwanzig Seiten macht das Lesen keinen Spaß mehr und wird zur Qual. Diese muß man allerdings über sich ergehen lassen, um sich im Spiel zurechtzufinden.

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Fazit:

In letzter Zeit sind einige sehr gute Strategiespiele erschienen, beispielsweise Alpha Centauri oder Civilization: Call to Power. Wer sich in nächster Zeit ein Strategiespiel kaufen möchte: letztere beiden Spiele sind Malkari in jedem Falle vorzuziehen!

30

meint:

Tags: Singleplayer   Science-Fiction   Multiplayer   Koop-Modus  

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