3 Dinge, die ich von The Evil Within 2 gelernt habe (Kolumne)

von MatthiasKreienbrink (Sonntag, 22.10.2017 - 09:50 Uhr)

Damals hat mich The Evil Within ziemlich kalt gelassen. Verworrene Geschichte, hölzerne Mechaniken - gefiel mir nicht. Daher war ich doch ziemlich überrascht, als der zweite Teil mich plötzlich total mitgenommen hat - das Spiel gefällt mir sehr gut. Welche Dinge ich im Prozess des Spielens gelernt habe, erfahrt ihr hier.

The Evil Within 2 - Launch Trailer

Von Videospielen lernen. Das ist so eine Sache. Freilich soll das Medium in erster Linie unterhalten und nicht lehren. Dennoch kann es vorkommen, dass man aus einem guten Spiel - und auf ganz andere Art und Weise auch aus einem schlechten Spiel - etwas mitnimmt. Dass man etwas über sich selbst lernt, etwas fürs Leben lernt, oder auch einfach nur unnützes Wissen anhäuft, das man dann nie wieder aus dem Hirn bekommt. In dieser Reihe wollen wir euch von unseren Erfahrungen berichten, die wir während des Spielens gemacht haben. Von lebensverändernden Weisheiten bis zu erspieltem Blödsinn kann alles dabei sein.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

1. Auch in Spielen sind mir Katzen fremd - Kaffee dafür umso näher

Es sind zwei kleine Details von The Evil Within 2, die sich mir doch eingeprägt haben. Wenn ihr zum ersten Mal euer Büro verlasst, wird sie euch direkt auffallen: Eine Katze, die an einem Dia-Projektor sitzt. Zunächst einmal sieht diese Katze merkwürdig aus. Sie scheint sich nicht in das Spiel einzufügen. Und man kann nicht mit ihr interagieren. Deswegen war sie mir das komplette Spiel über suspekt - ich wollte ihr nicht trauen. Wahrscheinlich, weil mir Katzen auch sonst eher suspekt sind. So eine Abneigung vollzieht sich also auch virtuell.

Stattdessen jedoch spiegelte sich meine Liebe zu Kaffee im Spiel wider - und wurde bis aufs Äußerste auf die Probe gestellt. Denn in jedem Safe-Raum findet ihr eine Kaffee-Maschine. Trinkt ihr den frisch gebrühten Kaffee, füllt sich eure Energie wieder auf. Bis zuletzt war es mir jedoch zuwider, wie der Protagonist Sebastian den Kaffee trinkt. Denn der giert die Brühe in einem Zug runter - schluckschluckschluckschluck - und beendet diese Farce dann mit einem "aah". SO TRINKT MAN KAFFEE NICHT.

Dass nicht alle Tiere in Videospiele suspekt sein müssen, zeigt diese Bilderstrecke:

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2. Open World muss gar nicht mühsam sein

Sicherlich, die Überschrift ist etwas polemisch gewählt. Es gibt natürlich gute Spiele mit einer offenen Spielwelt. Aber mal ehrlich, zumeist geht man doch vom Schlimmsten aus, wenn zu lesen ist, dass ein Spiel "Open World"-Elemente enthalten wird. The Evil Within 2 macht das meiner Meinung nach aber genau richtig. Denn hier sind die offenen Abschnitte nicht übermäßig groß. Sie werden euch dazu bringen, sie zu erkunden zu wollen, ohne, dass sich das nach Arbeit anfühlt. Ihr werdet Nebenmissionen finden und dann selbst entscheiden, ob sich der Aufwand für euch lohnt. Während des Spielens haben diese Nebenaufgaben für mich zur Immersion beigetragen. Denn während ich entschied, ob ich die Nerven und die Ausrüstung übrig habe, um eine Nebenaufgabe auch erfolgreich zu bestehen, tat ich genau das, was das Spiel will - ich kalkulierte meine Überlebenschancen. Um überhaupt so eine Aufgabe zu beginnen, heißt es, eine von üblen Kreaturen überrannte Stadt zu erkunden. Zu wissen, dass die Nebenaufgabe sicherlich gruselig wird - den Horror also noch verlängert - und ich dabei locker draufgehen kann. Genau das hat für mich einen großen Teil des Spielgefühls von The Evil Within 2 ausgemacht.

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