Aufstieg, Fall und Aufstieg: Japan und die Spieleindustrie - Und plötzlich mischt Japan wieder mit

(Special)

Und plötzlich sind sie wieder da

Es scheint beinahe so als hätte irgendjemand bei japanischen Entwicklern kollektiv einen Schalter umgelegt. Was da in japanischen Entwicklerstudios seit Jahren entsteht und was in diesem Jahr den Markt beglückt, spricht eine deutliche Sprache. Mehrere großartige und fantastische Spiele treten einen weltweiten Siegeszug an. Sie machen vieles anders, vieles neu, bleiben dabei aber stets ihren japanischen Wurzeln treu.

Sowas von japanisch und von vorne bis hinten grandios: Persona 5Sowas von japanisch und von vorne bis hinten grandios: Persona 5

Es lässt sich nicht verleugnen, dass selbst die Traditionshochburg Japan über ihren eigenen Schatten gesprungen ist und sogar alteingesessene Marken einer kreativen Runderneuerung ausgesetzt wurden. Bestes Beispiel dafür ist sicherlich The Legend of Zelda - Breath of the Wild. Seit ihren Anfängen hat die weltberühmte Marke keine großen konzeptionellen Sprünge gemacht. Nicht verwechseln: technische Veränderungen gab es klarerweise, vor allem den Übergang von 2D zu 3D mit dem immer noch großartigen The Legend of Zelda - Ocarina of Time. Konzeptionell hingegen blieb viel zu lange alles beim Alten. Damit ist jetzt Schluss.

Oder werft einen Blick auf Persona 5, Nier - Automata oder das kommende Super Mario Odyssey. All diese Spiele sind Fortsetzungen bestehender Marken, doch wagen sie alle etwas Neues. Sie stechen durch intelligentes Design und sorgfältige Umsetzung hervor, ohne dabei weniger japanisch zu sein. Ein anderes Beispiel stellt das knackschwere Nioh dar. Das Spiel orientiert sich stark an einem der wenigen japanischen Erfolgskonzepte der vergangenen Jahre, die auch weltweit ankamen. Die Rede ist natürlich von der "Dark Souls"-Reihe, die auch im Westen ihre Nachahmer findet.

Es ist beinahe wie in der klassischen Legende vom Phönix, der aus seiner eigenen Asche steigt und in neuer Pracht seine Schwingen ausbreitet. Gut, das ist jetzt ein sehr blumiger Vergleich, aber er ist auch nicht gänzlich unangebracht. Über Jahre hinweg hat die japanische Spieleindustrie nach ihrer hohen Zeit ein Schattendasein geführt. 2017 hat gezeigt, dass hoffentlich wieder mit Japan als Mitspieler auf dem internationalen Markt zu rechnen ist.

Das wäre wichtig und gerade noch rechtzeitig! Denn auch die westlich geprägte Spielebranche braucht dringend frische Ideen und herausfordernde Mitspieler. Nichts gegen die virtuellen Kriege, die wir ausfechten, die alten Konflikte zwischen Assassinen und Templern oder die düsteren Märchen voller Elfen, Zwerge und Ritter die wir in Spielen erleben. Doch uns allen würde es gut tun, wenn wieder "etwas mehr Japan" im großen Bild zu sehen wäre.

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