Test Assassin's Creed - Origins: Die Stunde Null der Bruderschaft

von Emily Schuhmann (26. Oktober 2017)

Wer ist der Orden der Ältesten? Was verbirgt sich im tiefsten Inneren der großen Pyramiden? Wie begann die Geschichte der Attentäter? Assassin's Creed - Origins liefert Antworten und wirft neue Fragen auf.

Die größte Gefahr für eine Beziehung ist der Alltag. Das trifft bei Paaren so sehr zu wie bei Videospielen. Eine Weile lang erschien jedes Jahr ein neues Spiel über die Bruderschaft der Assassinen und es setzte Desinteresse seitens der Konsumenten ein. Die Spieler waren übersättigt. Assassin's Creed - Syndicate kam zwar besser weg als der Vorgänger Assassin's Creed - Unity, musste aber dennoch Kritik einstecken.

Mit diesem Trailer kündigte Ubisoft auf der diesjährigen E3 die Reise in das Alte Ägypten an:

Seitdem sind zwei Jahre vergangen und die Ankündigung von Assassin's Creed - Origins für PlayStation 4, Xbox One und PC sorgte nach der Pause tatsächlich für eine gehörige Menge Begeisterung. Ägypten als frisches, neues Szenario und passend zum Jubiläum eine Geschichte, die die Geburtsstunde der Bruderschaft erzählt, sorgten bei vielen Spielern für Vorfreude auf den 27. Oktober, der angepeilte Veröffentlichungstermin. Das Team hinter Assassin’s Creed 4 - Black Flag hat die vergangenen vier Jahre an diesem Abenteuer gearbeitet, das endlich Antworten auf viele Fragen liefert, aber gleichzeitig auch neue aufwirft.

Sympathisch und erwachsen

Im Laufe der Serie hat uns Ubisoft in zahlreiche Zeitalter entführt und die Geschichten von verschiedenen Assassinen und sogar einigen Templern erzählt. Aber noch nie wurde über den Ursprung der Assassinen mehr als ein Nebensatz verloren. Das ändert sich in Origins. Ihr begleitet Bayek, der nach einem tragischen Ereignis seinen Heimatort verlässt. Die Welt um ihn herum verändert sich und er sucht nach seinem Platz in dieser neuen Ordnung.

Der Medjai, eine Art Beschützer Ägyptens, ist in seinem gesamten Verhalten wesentlich erwachsener als die meisten Assassinen vergangener Spiele und das spiegelt sich in der Geschichte wider. Zusätzlich hat er noch kein Kredo, keine Regeln an die er sich halten kann. Seine Morde sind persönlich motiviert und er ist häufig damit konfrontiert, dass die Welt eben nicht nur schwarz und weiß ist und er vielleicht nicht die richtige Entscheidung getroffen hat.

Aya übergibt ihrem Mann die berühmte versteckte Klinge, die fortan von jedem Assassinen getragen wird.Aya übergibt ihrem Mann die berühmte versteckte Klinge, die fortan von jedem Assassinen getragen wird.

Er ist zwar die Hauptfigur, aber es gibt noch eine zweite Person, die entscheidend für die Geschichte ist. Dabei handelt es sich nicht um die verbannte Pharaonin Kleopatra, sondern um Aya. Sie ist die Kindheitsfreundin und mittlerweile Ehefrau von Bayek und spielt eine zentrale Rolle. Im Gegensatz zu ihrem Mann lebt sie für die Zukunft und hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit der Königin im Exil und deren römischen Verbündeten ein besseres Ägypten zu schaffen. Momentan herrscht Kleopatras kleiner Bruder Ptolemaios, der aber lediglich eine Marionette des Ordens der Ältesten ist.

Bayek steht im Gegensatz dazu für die Vergangenheit, von der er sich nur langsam und mit Mühe lösen kann. Game Director Ashraf Ismail erklärt, dass es eine romantisierte Idee war, die Geburt der Bruderschaft mit der Beziehung von Aya und Bayek zu verknüpfen. Abgesehen von diesem Duo gibt es noch einen weiteren unverzichtbaren Charakter: Adlerdame Senu. Nicht nur ihre Weitsicht ist unverzichtbar, sie ist auch eine liebgewordene Freundin des Medjais.

Ein ganzes Land voller Geheimnisse

Senu ist sehr wichtig in der riesigen Spielwelt. Erstmals erkundet ihr nicht nur eine Stadt und deren Umgebung, sondern ein ganzes Land. Die Entwickler haben viel Sorgfalt walten lassen, um das Alte Ägypten des Jahres 49 vor Christus so detailgetreu wie möglich wiederzugeben. In der Großstadt Alexandria ist der griechische Einfluss überall spürbar und ihr hangelt euch immer wieder mal von einer halbnackten Statue zur nächsten. Memphis als Hauptstadt des alten Ägyptens hingegen wartet mit einer ganz anderen Architektur auf.

Egal in welcher Ecke ihr euch aufhaltet, von der gefürchteten "langweiligen Wüste" seht ihr nichts. Die orangefarbenen Dünen von Gizeh wechseln sich mit Olivenhainen, Bergen und einer überraschend großen Menge Wasser ab. Im echten Leben solltet ihr euch nicht zu lang in der Sonne aufhalten, in Assassin's Creed - Origins kann ein zu langer Ritt durch die Wüste hingegen sogar positive Folgen haben. Brennt euch die Sonne lang genug auf die Schädeldecke, kann das Halluzinationen auslösen, die euch sogar zu spannenden Plätzen führen.

Auch während der Jagd auf die Mitglieder des Ordens der Ältesten - Templer gibt es noch nicht - landet ihr in allerlei ... interessanten Situationen. Nach dem Konsum eines merkwürdigen Tranks erlebt ihr beispielsweise eine Art Traumsequenz, in der ihr euch mit leuchtenden Pfeilen einer Riesenschlange stellen müsst. Oder ihr entdeckt einen Raum voller Zeichen, älter noch als die Hieroglyphen, tief im Innersten einer Pyramide.

Um das Erkunden der Welt so angenehm wie möglich zu machen, könnt ihr eure Reittiere automatisch der Straße zu eurer Markierung folgen lassen. Das macht die teilweise sehr langen Laufwege erträglich, ohne auf die Schnellreise zurückgreifen zu müssen. Denn die damit verbundenen Ladezeiten fallen teilweise etwas lang aus.

Weiter mit: Frischer Wüstenwind

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Tags: Open World   Singleplayer  

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