Test Assassin's Creed - Origins - Frischer Wüstenwind

Die Karte wird zum Wimmelbild

Markierungen braucht ihr vor allem, um bei den tausenden Symbolen auf der Karte nicht den Überblick zu verlieren, und wir sind uns nicht mal sicher ob diese Übertreibung tatsächlich übertrieben ist. Unbekannte Gebiete sind ausgegraut, aber sobald ihr sie betretet, wimmelt die Karte vor Fragezeichen und Questmarkierungen. Schatzsuchen, Papyrusrätsel, Gräber, Steinkreise, Schnellreisepunkte, verschiedene Händler und vieles mehr wartet darauf von euch angesteuert zu werden.

Ihr könnt euren Weg auch ausschließlich in der Urversion des Adlerauges festlegen, in dem ihr die Markierung immer wieder neu setzt.Ihr könnt euren Weg auch ausschließlich in der Urversion des Adlerauges festlegen, in dem ihr die Markierung immer wieder neu setzt.

Am schnellsten geht das per Reittier, aber dann müsst ihr aufpassen, dass ihr über keine Zivilisten trampelt, die friedlich ihrem täglichen Leben nachgehen. Die meisten Spielfiguren folgen festgelegten Tagesabläufen und so sind Straßen bei Nacht beispielsweise wesentlich weniger belebt. Wirklich lebendig wird die Welt allerdings erst durch die Nebenmissionen. Verständlicherweise kann nicht jede Quest ein Meisterwerk sein, das euch noch Jahre in Erinnerung bleibt.

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Das zehnte Banditenlager, das ihr ausräumen sollt, um einen gestohlenen Gegenstand zurückzuholen, ist längst nicht mehr so reizvoll wie das erste. Auch die meisten Schatzsuchen laufen nach Schema F ab: Ihr schickt Senu als Späher los, markiert eure Ziele und sammelt sie danach nur noch ein. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Entdeckt ihr eines der Papyrusrätsel müsst ihr beispielsweise eure grauen Zellen bemühen, um den beschriebenen Ort zu finden.

Seid ihr bei euren Attentaten erfoglreich, folgt wie gewohnt eine Zwischensequenz, in der euer Opfer zu Wort kommt.Seid ihr bei euren Attentaten erfoglreich, folgt wie gewohnt eine Zwischensequenz, in der euer Opfer zu Wort kommt.

Unzählige Missionen sind aber auch lustig, spannend und anspruchsvoll. Folgt ihr der Hauptgeschichte, ist die Qualität ziemlich gleichbleibend hoch und auch die "Bosskämpfe" mit den Mitgliedern des Ordens der Ältesten sind abwechslungsreich. Die Nebenquests reichen von generischen Rettungsmissionen bis hin zur Streitschlichtung zwischen fanatischen Wagenrennen-Fans. An besagten Rennen könnt ihr sogar persönlich teilnehmen. Ganz egal womit ihr eure Zeit verbringt, alles im Spiel belohnt euch mit wichtigen Erfahrungspunkten, denn in diesem Assassin's Creed ist euer Level enorm wichtig.

Kämpfen ohne Taktik ist nicht

Wer an das Kampfsystem der letzten Serienableger gewöhnt ist, muss in Origins ziemlich umdenken. Attentate gibt es noch immer und ihr könnt euch auch nach wie vor hauptsächlich in hohen Gräsern oder hinter Kisten aufhalten, um Gegner aus dem Hinterhalt zu ermorden, aber insgesamt kämpft ihr wesentlich aktiver. Gegnergruppen schicken nicht länger immer brav einen nach dem anderen vor, sondern piksen euch, wenn es schlecht läuft, von allen Seiten mit ihren Speeren und Schwertern. Seid ihr umzingelt helfen auch eure Ausweichrollen nicht mehr viel.

Schaltet ihr die Fähigkeit "Tier-Dompteur" frei, könnt ihr Raubkatzen, Hyänen, Nilpferde und Krokodile zähmen, die an eurer Seite kämpfen.  Schaltet ihr die Fähigkeit "Tier-Dompteur" frei, könnt ihr Raubkatzen, Hyänen, Nilpferde und Krokodile zähmen, die an eurer Seite kämpfen.

Glücklicherweise haben nicht nur eure Feinde, sondern auch eure Kampfkünste ein Upgrade bekommen. Eure Position sowie die Geschwindigkeit und die Größe eurer ausgerüsteten Waffe entscheidet darüber, ob und wie ihr Gegner trefft. Eine schwere Streitaxt trifft mehrere Gegner hart, aber kann euch aus dem Gleichgewicht bringen und so Gegenangriffe ermöglichen. Doppelschwerter erlauben rasante Angriffe, aber haben nur eine geringe Reichweite und bieten keinerlei Schutz, dafür bräuchtet ihr einen Schild. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad ist eine taktisch gute Waffenwahl lebensnotwendig.

Im Fernkampf habt ihr die Wahl zwischen vier Bögen. Vor allem die Krieger- und Raubtierbögen sind nennenswert. Ersterer verursacht mit fünf Pfeilen gleichzeitig auf kurze Distanz besonders viel Schaden, letzterer ist für Scharfschützen prädestiniert. Schaltet ihr die Talente des Seher-Pfads frei, könnt ihr euch auch noch verschiedener Hilfsmittel wie Schlaf- oder Giftpfeile und Nebelwolken bedienen. Krieger-Talente stärken eure Fähigkeiten im Nahkampf, während der Jäger-Pfad vorrangig die Kunst des Bogenschießens ausbaut.

Auch vom Rücken eures treuen Reittiers aus könnt ihr den Bogen spannen oder ihr stehlt den Römern einen ihrer Streitwägen.Auch vom Rücken eures treuen Reittiers aus könnt ihr den Bogen spannen oder ihr stehlt den Römern einen ihrer Streitwägen.

Alle Pyromanen unter euch dürfen sich freuen: Mit eurer Fackel könnt ihr Pfeile anzünden und so Feuer regnen lassen. Ihr solltet allerdings in keinem Fall zu übermütig werden. Die Zahlen über den Köpfen eurer Feinde sind nicht nur Deko. Und schwebt dort ein roter Totenkopf, lasst um Himmels Willen die Finger von diesen Gegnern!

Auch eure Waffe solltet ihr immer auf einem angemessenen Level halten. Im Tausch gegen Drachmen erledigt das der nette Schmied von nebenan gern. Eure restliche Rüstung könnt ihr mit Materialien, die ihr von Tieren erbeutet, verbessern. Optik und Werte sind hier völlig voneinander getrennt und erstmals könnt ihr jederzeit frei entscheiden, ob ihr eure Kapuze tragen wollt oder nicht. Juchu!

Die bösen Beutekisten

Neu sind auch die verschiedenen Qualitäten bei Waffen. Seltene und legendäre Ausrüstung hat abgesehen von guten Schadenswerten häufig noch Zusatzeffekte, wie etwa Blutung oder Gift. Händler eures Vertrauens ist hierfür Reda. Der kleine Junge und sein Kamel bieten seltene Gegenstände feil.

Seine Heka-Truhen für jeweils 3.000 Münzen enthalten zufällige hochklassige Waffen und kommen damit den Mikrotransaktionen am nächsten. Denn die notwendigen Drachmen könnt ihr theoretisch im Ingame-Shop mit echtem Geld kaufen. Die dafür genutzte Zwischenwährung sind nach wie vor die aus früheren Spielen bekannten Helix-Credits.

Jeden Tag gibt Reda euch eine anspruchsvolle Aufgabe, deren Erfüllung er mit einer seiner Truhen belohnt.Jeden Tag gibt Reda euch eine anspruchsvolle Aufgabe, deren Erfüllung er mit einer seiner Truhen belohnt.

Die virtuellen Ladenregale sind allerdings hauptsächlich mit kosmetischen Gegenständen und Zeitersparnissen gefüllt. Nichts davon ist für das Vorankommen im Spiel notwendig und wer auf ein weißes Einhorn als Reittier verzichten kann, kommt in Assassins's Creed - Origins zum Ziel, ohne einen Cent zusätzlich zu zahlen.

Wenn ihr euch der Mammutaufgabe stellen wollt die gesamte Karte abzuschließen, solltet ihr euch eine Weile lang nicht anderes vornehmen, und auch die Haupteschichte spielt sich nicht mal eben schnell durch. Aber wer will das schon, wenn hinter jeder Ecke etwas Neues, Aufregendes wartet? Nicht zu vergessen, dass bis März 2018 mehrere DLCs geplant sind, die das ohnehin schon große Spiel noch erweitern.

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Tags: Open World   Singleplayer  

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