Test Pokémon Ultrasonne und Ultramond: Das Inselhopping geht in die zweite Runde

von Emily Schuhmann (14. November 2017)

Zusatzeditionen haben bei Pokémon eine lange Tradition. Nach der fünften Generation geriet sie allerdings zeitweise in Vergessenheit. Pokémon Ultrasonne und Ultramond kamen deshalb überraschend für die Fans. Was taugt der erneute Ausflug nach Alola?

Rot, Blau und Gelb. Gold, Silber und Kristall. Rubin, Saphir und Smaragd. Kein Pokémon-Spiel kam jemals allein, aber bis zur fünften Generation erschienen die Haupteditionen einer Generation sogar im Trio. Das an Nordamerika angelehnte Einall brach diese Tradition 2012, als nach Pokémon Schwarze und Weiße Edition keine dritte Version desselben Spiels auf den Markt kam, sondern stattdessen eine Fortsetzung im Doppelpack. Danach waren die Fans eigentlich vollkommen überzeugt, dass nach Pokémon X und Pokémon Y eine Z-Edition erscheinen würde, aber Game Freak hatte andere Pläne.

Zum 20. Jubiläum folgten Pokémon Sonne und Pokémon Mond, und niemand hatte eine Zusatzedition auf dem Schirm. Die Entwickler überraschten jedoch mal wieder und kündigten Anfang des Jahres Pokémon Ultrasonne und Ultramond für den 17. November an. Die Bekanntgabe der neuen Spiele für die 3DS-Familie teilte die Fans in zwei Lager. Die einen freuten sich darüber, Alola - die Region der siebten Generation - erneut zu besuchen, aber für die anderen waren die Erinnerungen an zu viel Händchenhalten und zu lange Zwischensequenzen noch zu frisch. Wie machen sich nun also die beiden neuen Editionen?

Ähnlich, aber anders

Wie gehabt ziehen euer Charakter und dessen Mutter von Kanto in die tropischen Gefilde Alolas, genauer gesagt auf die Insel Mele-Mele in die Nähe des Dorfes Lili'i. Die Tageszeit im Spiel hängt übrigens erneut von eurer Wahl der Edition ab. In Ultrasonne läuft alles normal, im Gegenstück laufen die Uhren anders. Genauer gesagt zwölf Stunden verschoben. Wer ein Nachtschwärmer ist, aber im Spiel lieber Tageslicht hat, für den ist Ultramond genau richtig.

Die Spiele bieten einige Neuerungen, wie etwa den Alola-Fotoclub:

Schon zu Anfang zeigen die Editionen, dass sie mehr sind als nur Kopien. Eure Spielfigur bekommt einen neuen Look und auch die ersten Minuten sollten niemandem bekannt vorkommen. Euer Starter-Pokémon erhaltet ihr beispielsweise bereits kurz nachdem ihr das Haus verlasst von Professor Kukui. Ihr könnt erneut zwischen der Pflanzen-Eule Bauz, Feuer-Katze Flamiau und Wasser-Robbe Robball wählen. Erst im Anschluss begegnet ihr Lilly und deren übermütigem Pokémon Wölkchen. Nach einem Auftritt von Kapu-Riki, Schutzpatron der Insel, endet der Tag und am nächsten Morgen beginnt eure eigentliche Reise.

Bevor ihr aufbrecht überreicht euch Inselkönig Hala noch einen Z-Ring, diesmal in elegantem Schwarz. Für alle, die Sonne und Mond nicht gespielt haben, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung eurer Hauptbeschäftigung in Alola: die Inselwanderschaft. Teilnehmen können alle Kinder, sobald sie elf Jahre alt sind. Ihr erledigt Prüfungen der sogenannten Captains, die euch mit Z-Kristallen belohnen. Nach allen Prüfungen einer Insel stellt ihr euch dem Inselkönig und ganz am Ende könnt ihr euch den Top 4 widmen, um zum Champ zu werden.

Rotom ist nützlicher als je zuvor, aber sein "Dieses Pokémon kenne ich noch nicht" bei jeder Begegnung mit einem unbekannten Taschenmonster wird auf Dauer ganz schön nervig. Rotom ist nützlicher als je zuvor, aber sein "Dieses Pokémon kenne ich noch nicht" bei jeder Begegnung mit einem unbekannten Taschenmonster wird auf Dauer ganz schön nervig.

Gleich in Hauholi City, der größten Stadt Alolas und die erste die ihr betretet, habt ihr Zugriff auf neue Frisuren. Die Damen können jetzt zum Beispiel einen flippigen Bob tragen. Auch was eure Garderobe anbelangt habt ihr einige neue Optionen. Rotom-Dex hat sich zwar kein neues Outfit, dafür aber einige neuen Funktionen zugelegt. Mithilfe von Rotoms Z-Kraft können Z-Attacken eines anderen Pokémon erneut eingesetzt werden. Diese Funktion steht allerdings erst zur Verfügung, wenn ihr eng mit dem Elektrogeist befreundet seid. Wenn seine Augen anfangen zu leuchten könnt ihr den Rotomat aktivieren. Nach dem Zufallsprinzip bekommt ihr Bons, die ihr jederzeit aktivieren könnt und so beispielsweise die Schlüpfzeit eurer Eier verringern könnt.

Kristalle für alle

Aber nicht nur Rotom hat eine neue Z-Kraft verpasst bekommen. Kampfdrache Grandiras kann mit dem entsprechenden Z-Kristall jetzt zum Beispiel "Rasselnder Seelentanz" nutzen und Mimigma wehrt sich mit "Herzliche Knuddelkloppe". Z-Attacken könnt ihr ein einziges Mal pro Kampf einsetzen und so einen verstärkten Angriff entfesseln. Die Kristalle sind meistens typenspezifisch und lassen sich deshalb wesentlich besser an die eigene Strategie anpassen als es mit den Megasteinen der Fall war. Starke Attacken könnt ihr gut gebrauchen, denn viele Gegner stellen jetzt eine spürbar größere Herausforderung dar.

Hinter dem klangvollen Namen "Geballter Mondlaser" verbirgt sich eine der neu eingeführten Z-Attacken:

Rivale Tali hat sich beispielsweise ein eF-eM geschnappt und sein Team ist nicht das einzige, das etwas anders aussieht als ihr es vielleicht in Erinnerung habt. Befindet ihr euch dann im Kampf, sticht gleich eine weitere Neuerung ins Auge. Vorbei sind die Zeiten, in denen Name und Statusanzeige von einem türkisfarbenen Pinselstrich unterlegt sind. Die neuen Menüs sind zwar immer noch knallbunt, aber das Design ist reduzierter.

Auch die Region selbst hat sich verändert. Die meisten Änderungen sind so subtil, dass ihr die zusätzlichen Blumen oder die vervielfachten Felsen kaum bemerkt. Es gibt aber auch einige völlig neue Gebiete wie zum Beispiel das Pikachu-Tal. Was wäre ein Pokémon-Spiel ohne eine Extrawurst für den Elektro-Nager?

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Tags: Singleplayer  

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