Dieses eine Spiel: Final Fantasy Crystal Chronicles (Kolumne)

von Emily Schuhmann (Freitag, 17.11.2017 - 11:28 Uhr)

Seit Jahren schleppe ich bei jedem Umzug meinen Nintendo Gamecube mit mir herum und das hat nur einen Grund. Ohne ein bestimmtes Spiel kann ich einfach nicht.

Heute läuft Werbung für Videospiele meistens über das Internet. Einer der bedeutendsten Momente meiner Gamer-Karriere war aber noch eine gute, alte Fernsehwerbung. Es war darin dunkel und der Clip zeigte Charaktere, die um ein Feuer tanzen, als bunte Gruppe Monster verkloppen und gigantisch gute Musik war zu hören. Der Gamecube war damals erst zwei Jahre alt und das Spiel kam passenderweise in Europa ein paar Tage vor meinem elften Geburtstag raus. Ich habe mich riesig gefreut, als ich es nach dem Kerzenausblasen unter meinen Geschenken entdeckt habe: Final Fantasy Crystal Chronicles.

Ihr alle habt es wahrscheinlich: Dieses eine Spiel, das euch aus ganz unterschiedlichen Gründen am Herzen liegt. Vielleicht liegt das gar nicht nur am Spiel selbst, sondern auch an den Umständen, wie ihr es gezockt habt: Eurer Kindheit oder Jugend. Die Menschen, mit denen ihr es gespielt habt ... An dieser Stelle wollen wir euch von unseren ganz subjektiven und persönlichen Spiel-Geschichten erzählen.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

Die Kristallchroniken sind anders als "normale" "Final Fantasy"-Spiele. Keine komplett vorgefertigten Charaktere, kein rundenbasiertes Kamfsystem und keine dialoglastige Geschichte. Eine Gruppe von Abenteurern ist - begleitet von großartiger Musik - unterwegs, um Myrrhe-Tau zu sammeln. Mit dieser Flüssigkeit lassen sich die Kristalle in den Städten aufladen, die das gefährliche Miasma fernhalten. Ernten können sie den Tau nur von Bäumen, die natürlich ausgerechnet in monsterverseuchten Gebieten wachsen.

Zwar konnte ich auch allein mit Mogri auf Reisen gehen, aber am lustigsten ist das Spiel mit Freunden oder in meinem Fall Familienmitgliedern. Jedes Jahr aufs Neue haben meine Geschwister, Cousins und ich uns vor den Fernseher gepflanzt und gemeinsam dieses Spiel gezockt. Leider ist der Mehrspieler-Modus alles andere als zugänglich. Das Spiel benötigte nämlich für jeden Spieler einen Game Boy Advance und ein Verbindungskabel.

Auf den Bildschirmen wurden Karten, Gegenerinformationen und ähnliches angezeigt, aber für vier Personen braucht man dann erstmal vier Handhelds und vier Kabel. Mal davon abgesehen, dass ein Gameboy Advance oder SP nicht unbedingt als Controller taugt, machte auch die Akku- beziehungsweise Batterie-Ladung irgendwann schlapp und beim Spielen konnte man die Geräte nicht aufladen.

Mit diesem Lied begann das Spiel und wann immer ich es höre bekomme ich Gänsehaut:

(Quelle: Youtube, IntroGameOver)

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Remakes, aber allein bei dem Gedanken an eine Neuauflage oder einer “Virtual Console”-Variante von Final Fantasy Chrystal Chronicles mit überarbeitetem Multiplayer auf Nintendo Switch, wird mir warm ums Herz. Meiner Meinung nach konnte das Spiel nie sein volles Potenzial ausschöpfen und es wäre schön, wenn es eine zweite Chance bekommen würde und eine neue Generation Spieler so begeistern könnte wie mich. Ich für meinen Teil, habe jetzt direkt wieder Lust mit meiner Selkie auf die Reise zu gehen.

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Tags: Dieses eine Spiel  

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