Assassin's Creed - Origins: Weniger Arbeit als gedacht

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (24. November 2017)

Zunächst ein Geständnis: Während ich schon viele Teile der "Assassin's Creed"-Reihe gespielt habe, waren es selten mehr als zwei bis drei Stunden, die ich mit ihnen verbracht habe. Das ist bei Assassin's Creed - Origins nun ganz anders. Hier versuche ich zu ergründen, wieso das so ist.

So viel zu entdecken, und es macht auch noch Spaß!

Erst kürzlich schrieb ich eine Kolumne darüber, dass sich Videospiele sehr oft wie Arbeit anfühlen. Mit überfrachteter Steuerung und tausenden Nebenmissionen fühlt sich Spielen manchmal eher an wie ein Abarbeiten von Pflichten als ein wirklich freies Erleben.

Davon möchte ich auch nicht abrücken. Gerade die "Assassin's Creed"-Reihe fühlte sich sehr oft ein wenig mühsam an. Die Welt etwas zu groß. Die Symbole auf der Karte sind etwas zu zahlreich. Auch Origins macht da eigentlich keine Ausnahme. Die Welt ist so groß wie noch nie zuvor. Und auch hier finde ich immer wieder kleine Aufgaben und Nebenmissionen.

Dennoch hat es Ubisoft im neuen Teil irgendwie geschafft, dass sich das alles nicht mehr so sehr nach "Aufgabe abgehakt, abgehakt, abgehakt" anfühlt, sondern mehr nach meiner eigenen Entscheidung.

Vielleicht liegt es daran, dass mir die Spielwelt einfach ungemein gut gefällt. Die unglaublich vielen Details in den Ortschaften. Die Weite der Wüste. Die geheimnisvollen Pyramiden. In Assassin's Creed - Origins hatte ich nie dieses Gefühl, NOCH eine neue Gegend aufgedeckt zu haben - und damit dann wieder hunderte kleiner Aufgaben vor mir zu haben.

Eher setzte ich mich beschwingt auf mein Kamel und freute mich auf das, was mich am Horizont erwarten könnte. Die Welt ist so riesig, dass ich mich oftmals wie ein kleiner Kerl fühle, der eigentlich nur ein winziger Teil eines Ganzen ist. Ich mag dieses Gefühl in einem Videospiel. Nicht immer der Nabel der Welt sein zu müssen.

Ihr seht, so ganz genau kann ich euch auch nicht erklären, wieso mir Assassin's Creed - Origins im Gegensatz zu älteren Teilen plötzlich so gut gefällt. Ich weiß nur, dass ich noch viele Stunden in Ägypten verbringen werde. Und dabei wahrscheinlich öfter Katzen streicheln werde als der Hauptgeschichte zu folgen. Weil ich es kann und weil es mir Spaß macht.

Geht es euch auch so wie mir, oder seid ihr von Assassin's Creed - Origins vielleicht sogar enttäuscht? Über eure Meinung in unseren Kommentaren würden wir uns sehr freuen.

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Tags: Singleplayer   Open World  

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