Dieses eine Spiel: Perfect Dark

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (26. November 2017)

Perfect Dark erschien im Jahr 2000 für das Nintendo 64 und hob das Shooter-Genre damals auf eine neue Ebene. Doch neben dem spannenden und ernsthaften Einzelspieler-Modus habe ich das Spiel damals ... anders gezockt.

Ihr alle habt es wahrscheinlich: Dieses eine Spiel, das euch aus ganz unterschiedlichen Gründen am Herzen liegt. Vielleicht liegt das gar nicht nur am Spiel selbst, sondern auch an den Umständen, wie ihr es gezockt habt: Eurer Kindheit oder Jugend. Die Menschen, mit denen ihr es gespielt habt ... An dieser Stelle wollen wir euch von unseren ganz subjektiven und persönlichen Spiel-Geschichten erzählen.

Hier findet ihr alle bisher in der Reihe erschienenen Artikel.

Der Einzelspieler-Modus von Perfect Dark hat mich damals fertig gemacht. Ich saß vor meinem Röhrenfernseher und konnte kaum glauben, wie echt die Gesichter aussahen. Dann noch diese Spiegelungen in den Fenstern. Das alles sah damals unglaublich gut aus. Hinzu kam noch eine total spannende Geschichte (an die ich mich heute kein Stück mehr erinnern kann) und geniales Gameplay. So viele Waffen, so viele Gegner. Kurzum, ich war damals echt begeistert von diesem Spiel, wollte meinen schon ziemlich zerschundenen N64-Controller kaum mehr aus der Hand legen.

Doch habe ich die meiste Zeit mit etwas ganz anderem verbracht. Wie ihr vielleicht schon aus meiner Kolumne zu Snowboard Kids wisst: Damals habe ich Videospiele vor allem mit meinen Verwandten gezockt. Und wir kamen beim Spielen zumeist auf ziemlich blöde Ideen.

Perfect Dark hat einen richtig guten Vier-Spieler-Splitscreen-Modus. Doch das genügte uns nicht. Wir waren damals so jung und unbedarft, wir wollten uns nicht gegenseitig abschießen. Stattdessen spielten wir verstecken. Oh ja, richtig gelesen.

Das lief wie folgt ab: Drei Leute hielten sich die Augen zu, schauten aus dem Fenster oder holten was zu trinken. Währenddessen versteckte sich ein Spieler in der jeweiligen Mehrspieler-Map. Hatte er oder sie ein tolles Versteck gefunden, galt es, mit der Spielfigur auf den Boden, die Decke oder in eine Ecke zu schauen, sodass nicht gleich ersichtlich wurde, wo er oder sie stand.

War das getan, schauten die anderen wieder hin, nahmen ihre Controller in die Hand und machten sich auf die Suche. Dieses Spiel zockten wir teilweise stundenlang mit wachsender Begeisterung. War man mal ganz ungezogen, wurde die gefundene Spielfigur auch direkt erschossen. Da war das Gelächter groß.

Das mag für euch ziemlich absurd klingen. Aber auch ihr habt doch bestimmt diese verrückten Geschichten, wie ihr in einem Spiel etwas ganz anderes gespielt habt als eigentlich vorgesehen. Erzählt uns davon doch in den Kommentaren!

Tags: Retro   Dieses eine Spiel   Multiplayer  

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