Gaming-Laptop vs. Gaming-PC - Was lohnt sich für wen?

von Stephan Schünke (24. November 2017)

Könnt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, in denen Gaming-Laptops schwere, hässliche und heiße Geräte waren, die nur einen Bruchteil der Leistung eines stationären PCs besaßen? Diese Zeiten sind lange vorbei, denn ein Notebook bietet heutzutage fast die identische Leistung wie ein Desktop-PC. Doch sind die kleinen mobilen Gaming-Maschinen immer noch sehr teuer und aufrüstbar sind sie ebenso nicht. Hier kommen wieder zahlreiche Vorteile eines großen PCs zum Tragen. Doch haben beide Versionen ihre Daseinsberechtigung. Wir zeigen euch hier, wann ihr ein Notebook und wann einen Desktop-PC benötigt.

Was einmal war

Da Notebooks heute noch unter Gaming mit Argwohn betrachtet werden, wollen wir an dieser Stelle einmal etwas Aufklärung betreiben. Viele von euch kennen sicherlich noch Modelle mit heißen Grafikkarten und Prozessoren, die dafür gesorgt haben, dass eure Hand schnell nach gebratenem Schinken riecht. Dank der neuen GPU- aber auch CPU-Generation ist das allerdings vorbei. Seit NVIDIAs GTX 10er Serie (GTX 1060, 1070, 1080) sind die Grafikchips nahezu so schnell wie die Desktop-Version. Das Besondere ist daran, dass die Grafikchips auch unter Volllast kaum wärmer werden als eine stärker gekühlte Desktop-Karte. Dank der neuen Max-Q-Generation können Notebookhersteller die Temperaturen noch weiter im Zaun halten, während gleichzeitig auch die Lautstärke sinkt. Aktuelle Gaming-Notebooks mit dieser Technologie wiegen oftmals nur bis zu 2 Kilogramm, erreichen nahezu die Leistung eines Desktop-PCs und bleiben dabei auch noch leise und kühl. Einziger Nachteil hierbei ist der extrem hohe Preis für solche Geräte.

Notebooks sind nicht mehr die hässlichen, klobigen Geräte die es einmal gab.Notebooks sind nicht mehr die hässlichen, klobigen Geräte die es einmal gab.

Alles in einem – Notebooks

Doch ist der Preis oftmals auch gerechtfertigt, denn viele Gegner von Notebooks stellen oftmals eine Milchmädchenrechnung auf. Dabei werden Notebooks 1:1 mit Desktop-PCs verglichen. Als Argument kommt dabei oftmals die Mehrleistung eines Desktop-PCs bei weniger Geldinvestition zum Tragen. Doch fehlt dabei das, was ein Notebook schon integriert hat. Ein Display, eine Tastatur, Lautsprecher und sogar ein Mausersatz. Zugegeben, mit dem Touchpad könnt ihr nicht spielen, doch lässt sich das System erst einmal einrichten. Dennoch bietet euch ein Notebook das Gesamtpaket, das ihr bei einem PC noch erwerben müsst.

Mobilität steht ganz weit oben

Ein weiterer großer Vorteil von Notebooks ist die Mobilität. Egal ob Uni, Schule, LAN-Party oder einfach nur im Zug, die meisten Gaming-Notebooks sind zwar nicht für das mobile Gaming gemacht, da der Akku oftmals nicht ausreicht, allerdings ist das Surfen im Internet oder einfaches Arbeiten wunderbar möglich. Neuere Modelle bieten euch heute schon einen i7 Prozessor kombiniert mit einer GTX 1060 oder schneller. Dabei wiegen sie nur 1,8 Kilo oder sogar noch weniger. Vor allem für Studenten und Vielreisende sind derartige Notebooks ein wunderbarer Begleiter.

Das Asus Zephyrus ist grade einmal 17mm dick und wiegt 2,2 KiloDas Asus Zephyrus ist grade einmal 17mm dick und wiegt 2,2 Kilo

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Natürlich soll das jetzt kein Anpreisen von den kleinen mobilen Rechenknechten sein, denn Notebooks haben auch Nachteile. Zum einen natürlich den erheblich höheren Preis im Vergleich zu einem Desktop-PC. Wer schon ein Desktop-System Zuhause hatte, wird sicherlich auch über einen Monitor und die nötige Eingabehardware verfügen. Das macht die Anschaffung eines PCs oftmals sogar günstiger. Auch da Besuchen von LAN-Parties ist kein erheblicher Grund für ein Notebook, denn dank zahlreicher kleiner ITX-Gehäuse könnt ihr sogar extrem leistungsstarke PCs bauen, die weniger als 3 Kilo wiegen. Schon alleine durch das Fehlen des Monitors macht sie das zwar nicht so mobil wie ein Notebook, doch ist solch ein kleiner Würfel-PC auch oftmals ein richtiger Hingucker, wenn man noch etwas Modding betreibt.

Vor allem günstige Gaming-Notebooks sind nicht immer zu empfehlen. Oftmals ist das Kühlsystem und auch das Display nicht für lange Zocksessions geeignet.Vor allem günstige Gaming-Notebooks sind nicht immer zu empfehlen. Oftmals ist das Kühlsystem und auch das Display nicht für lange Zocksessions geeignet.

Zusätzlich gibt es auch bei Notebooks zahlreiche schwarze Schafe, denn nicht jedes Notebook ist leise oder kühl. Zahlreiche Hersteller verbauen eine schlechtere Kühlung, was die Geräte zu röhrenden und warmen Begleitern macht. Auch die Displays können oft nicht mit stationären Modellen mithalten. Hier gilt sehr oft: Wer billig kauft, kauf zweimal.

Schnell, leise und Aufrüstbar – Desktop-PCs

Nachdem wir uns nun die Merkmale von Notebooks angeschaut haben, kommen wir zu stationären PCs. Diese haben in den letzten 1-2 Jahren wieder einen stärkeren Aufschwung erfahren, was natürlich belebend für die ganze „Szene“ ist. Nachdem viele Gamer vor allem den Hype der Konsolen mitgemacht haben, wechseln viele wieder zurück zum PC. Verglichen mit einem Notebook, bekommt ihr einen kräftigen Gaming-PC bereits für rund 1000 Euro, was bei einem Notebook aufgrund der anderen Technik kaum machbar ist, jedenfalls wenn ihr ein gutes Produkt wünscht. Desktop-PCs sind zwar größer, dafür sind sie oftmals besser gekühlt und auch leiser als ein Notebook. Die bessere Kühlung sorgt dabei natürlich auch für ein längeres Spielvergnügen, denn je mehr Wärme erzeugt wird, desto schlechter kann die Haltbarkeit der empfindlichen Technik sein.

Bildquelle: Hardcute.deBildquelle: Hardcute.de

Hinzu kommt noch die bessere Aufrüstbarkeit, sowie die dezent stärkere Leistung. Außerdem bieten PCs die Möglichkeit alle Bauteile im Laufe der Zeit auszutauschen, was die Leistung verbessern kann. Neuer Prozessor? Kein Problem! Zu wenig FPS? Dann kann eine neue Grafikkarte rein. Zudem behalten viele Gamer bei einem Desktop-PC ihre Peripherie. Bei einem Notebook müsst ihr das gesamte Gerät austauschen und könnt davon nichts behalten.

Modding für Bastler

Wer noch ein wenig mehr aus seinem Liebling herausholen möchte, kann ihn zudem auch „modden“. Das heißt ihr verschönert das Innenleben des Systems oder nehmt Umbauten am Gehäuse vor. Von farblich abgestimmten Wasserkühlungen, über RGB-Beleuchtung bis hin zu handwerklichen Veränderungen am Gehäuse stehen euch alle Türen hierfür offen.

Tags: Hardware  

Rollenspielgenuss hoch acht

Octopath Traveler: Rollenspielgenuss hoch acht

Acht Helden ziehen ins Abenteuer, jeder verfolgt dabei seine eigenen Träume und Ziele. So bekommt die Switch ihren (...) mehr

Weitere Artikel

Multiplayer-Update kommt im August

Stardew Valley: Multiplayer-Update kommt im August

Das Multiplayer-Update für Stardew Valley hat einen Termin. Bislang war dieses nur Teil der Beta auf Steam und Co. (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

zurück zur Panorama-Übersicht

* gesponsorter Link