Dieses eine Detail: Der Klang von The Division (Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (Dienstag, 28.11.2017 - 14:37 Uhr)

Ich habe The Division viel zu lang gespielt. Nur selten hatte ich wirklich Spaß an dem Spiel. Meist fühlte sich alles mühsam an. Und dennoch trieb es mich immer wieder in diese Spielwelt. Ich glaube ich weiß jetzt, warum.

In dieser Reihe möchten wir euch Details in einem Spiel vorstellen, die uns beeindruckt haben. Dabei kann es durchaus auch um schlechte Spiele gehen, die aber dieses eine Detail richtig hinbekommen haben. Taucht mit uns ab in die Kleinigkeiten von Videospielen.

Nun hat mir The Division also nie so recht gefallen. Während mir das Setting zugesagt hat - ein verlassenes, wildes New York - war mir die Prämisse des Spiels zuwider: "Aufständische" niederschießen. Wieso diese aufständisch waren, wieso es gerechtfertigt sein sollte, diese Menschen zu erledigen. Darauf hat das Spiel nie eine Antwort gefunden.

Auch die Spielmechanik hat mir kaum zugesagt. Jede Mission spielte sich gleich. Ein Gebäude infiltrieren, Gegnerwellen erledigen, den Obermotz niederstrecken, am Ende vom Gebäude abseilen, fertig. Die Nebenaufgaben fühlten sich lediglich wie ein Abhaken von Lästigkeiten an. Hier mal einen Transport verteidigen, dort eine Sprachnachricht finden.

Und doch habe ich viele Stunden in dieses Spiel gesteckt. Zu einem Zeitpunkt löschte ich es sogar, um es dann wenige Tage später neu auf meiner PlayStation 4 zu installieren. Ich wusste damals nicht, was es war. Ich wusste nur, dass ich das Spiel immer wieder startete und dann durch diese eiskalte Stadt lief und immer wieder mein Gewehr anlegte.

Heute jedoch weiß ich, was mich damals getrieben hat. Es war der Klang dieses Spiels, der mich immer wieder anlockte. Wenn ich damals an The Division dachte, dann an das Geräusch der Stiefel im Schnee. Dieses Knirschen. Ich dachte an das Krächzen der Raben in den leeren Straßen. Ich dachte an die Geräusche, die meine Ausrüstung machte, als ich durch diese Stadt lief - mit Kopfhörern auf den Ohren.

Das mag nun total absurd für euch klingen. Aber ziemlich unbewusst war es wohl genau dieser Klang, der mich damals so sehr faszinierte. Genau dieses Detail hat mich dieses Spiel so lange spielen lassen. Und auch jetzt, viele Monate später, beim Schreiben dieses Textes denke ich: Vielleicht sollte ich das Spiel mal wieder installieren. Es klingt so gut. Aber jetzt hört doch einmal selbst:

Wie hat euch The Division denn gefallen? Habt ihr ebenso viele Stunden in das Spiel gesteckt, oder es direkt links liegen lassen? Eure Meinung dazu könnt ihr uns gerne in die Kommentare schreiben.

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