Es gibt einen Grund, wieso mich the Last of Us immer etwas genervt hat

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (02. Dezember 2017)

Kontroverse Meinung! Ich finde, dass The Last of Us kein besonders gutes Spiel ist. Vielmehr noch hat mich einiges an dem Spiel ziemlich genervt. Was das ist, erkläre ich euch hier.

Sicherlich kein schlechtes Spiel. Aber irgendwie nervig: The Last of Us

Bevor es losgeht, ein kleines Vorwort. Mir ist bewusst, dass The Last of Us kein schlechtes Spiel ist. Es hat auch viele Fans und das zurecht. Und dennoch hat es mir nie richtig gefallen.

Als ich damals darüber nachdachte, wieso mir das Spiel auch nach mehrstündigem Zocken nicht zusagte, fand ich recht schnell die Antwort. Zu Beginn ist das Spiel natürlich noch total mitreißend. Die erste Stunde des Spiels gehört mit zum Intensivsten, was Videospiele bisher zu bieten hatten. Diese Geschichte! Die Dramatik! Die Atmosphäre!

Doch je länger ich spielte, desto ernüchterter wurde ich. Denn mir wurde schnell klar: The Last of Us ist doch nur ein "ganz normales Spiel". Was ich damit meine? Nun, das Spiel setzt neue Standards bei der Geschichte, dem filmischen Erzählen. Es war auch grafisch echt ein Brett. Und dann diese Atmosphäre! Dieser Welt zu erfühlen, diese Postapokalpyse kennenzulernen, das war schon ziemlich intensiv.

Doch fand ich diese Intensität nie im Gameplay. Hier fühlte sich alles altbewehrt und teilweise sogar langweilig an. Ich musst mich verstecken, Gegner von hinten erlegen. Flaschen oder Steine nutzen, um Gegner abzulenken. Natürlich immer wieder Munition einsammeln, die in der Gegen herumliegt. Und dann diese typischen Spiel-Mechanismen, die ich schon lange satt habe: So lange an einer Stelle festgehalten werden, bis man alle heranströhmenden Gegner gekillt hat.

Alles wirkte auf mich irgendwie so vertraut, geradezu belanglos. Während ich in anderen Spielen eher darüber hinwegsehen kann, weil diese Mechanismen zum Spiel passen, fand ich sie bei The Last of Us einfach nur störend. Das Spiel wollte die Spitze des Story-getriebnen Videospiels sein. Es wollte ein Szenario und Charaktere bieten, die die Spieler mitnehmen sollten. Genau in einem solchen Spiel finde ich dann diese "nicht schon wieder das"-Spielmechaniken wirklich störend. Und deswegen wurde ich mit The Last of Us nie warm. Ein Spiel, bei dem ich hoffe, dass gleich die nächste Zwischensequenz beginnt, damit ich nicht mehr spielen muss, so ein Spiel macht für mich einfach nicht alles richtig.

Das Gute an The Last of Us ist, dass es ganz ohne Mikrotransaktionen und ähnliche Mechanismen auskommt. Heute ist das bei Spielen nur noch selten so. Einige dieser Spiele findet ihr in der Bilderstrecke.

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