So denken Eltern heute über Videospiele

(Special)

von Matthias Kreienbrink (30. November 2017)

Man kennt dieses Klischee: Die jungen Leute zocken und die Älteren haben kein Verständnis dafür. Doch ist das heute wirklich immer noch so? Wir haben einige Menschen gefragt, wie eigentlich ihre Eltern zu Videospielen stehen.

Für diese Umfrage haben wir unsere User auf Facebook ebenso gefragt wie auch in der Redaktion und unter Bekannten und Freunden. Die Antworten haben uns doch ziemlich überrascht. Denn vom Klischee der Eltern, die nichts von Videospielen wissen wollen, oder sie sogar verbieten, scheint nicht mehr sehr viel übrig geblieben zu sein.

Selbstverständlich ist diese Umfrage nicht repräsentativ. Vielmehr zeigt sie nur ein paar Ausschnitte aus dem Leben heutiger Spieler.

Nintendo legt noch großen Wert darauf, dass Eltern die Videospiele ihrer Kinder kontrollieren

Fangen wir mit den positiven Stimmen an:

"Meine Mama daddelt selbst gerne und das schon ewig. Ich glaub sie ist die einzige Person die ich kenne, die so gut wie alle Teile von Tomb Raider gespielt hat. Angefangen hat sie 2002 auf meiner ersten PlayStation." Ein 23-Jähriger.

"Mein Vater hat meinem Bruder damals die erste PlayStation gekauft und dann selber ständig damit gezockt. Leider bekommt er mittlerweile beim Fernsehen und auch Zocken schnell Kopfschmerzen. Meine Mutter versteht es aber gar nicht. Dafür hat meine Tochter zwei Zocker als Eltern und somit Konsolen und Spiele im Überfluss. Sogar der PC steht ihr zur Verfügung wenn sie will. Solange sie ihre Hausaufgaben fertig hat und in der Schule keine Probleme hat darf sie zocken." Ein 30-Jähriger.

"Hab meiner Mom vor einer Weile einen Trailer zu Death Stranding gezeigt. Fand sie total cool. Aber sie ist ja auch eine coole Mom. Sie guckt mit mir jeden Marvel-Film seit dem ersten "X-Men"-Teil. Mein Dad spielt Pokemon Go auf einem Hardcore-Level. Was soll ich sagen, Glück gehabt." Eine 24-Jährige.

"Unsere Mama hat früher darauf geachtet, dass wir auch draußen spielen und anderen Hobbys nachgehen. Als meine Schwester dann Counter Strike und World of Warcraft entdeckte und manchmal bis in späten Nachstunden gespielt hat, war sie zuerst nicht so begeistert. Nun ist meine Mutter selbst leidenschaftliche WoW-Spielerin und traut sich auch schon, Skyrim zu spielen." Von Unbekannt.

"Ich habe sehr großes Glück eine Mutter zu haben, die, seitdem ich denken kann, zockt. So hatte ich während meiner ganzen Kindheit und Jugend alle tollen Spiele, die ich mir nur vorstellen konnte und alle möglichen Konsolen und Handhelds, die es so gab. Schließlich hatte meine Mutter auch etwas davon, meiner Schwester und mir eine PlayStation 4 zu Weihnachten zu schenken. Da ich heutzutage als Redakteurin im Videospiel-Bereich arbeite, bin ich ihre erste Anlaufstelle, wenn sie sich fragt, ob sich der Kauf der Gold-Version von Assassin’s Creed - Origins lohnt." Eine 22-Jährige.

Doch gibt es auch nach wie vor die Eltern, die das Hobby ihrer Kinder nicht verstehen:

"Meine Mama zeigt da keinerlei Verständnis und hat mir mehrfach schon einfach das Internet ausgesteckt. Mein Vater hält zwar nicht viel davon, hält sich aber raus aus dem Ganzen. Am besten sie bekommen es möglichst wenig mit." Von Unbekannt.

"Mach aus. Ich mach die irgendwann kaputt. Du bist zu alt dafür. Und selbstverständlich sind Videospiele an allem Schuld. Selbst wenn der Nachbarshund gegen die Wand läuft." Ein 17-Jähriger.

"Meine Eltern haben mal total keine Ahnung. Meine Mutter denkt, alle Gamer die viel und gerne zocken sind süchtig und krank und sollten in Behandlung. Selbst die, die damit viel Geld verdienen. Sie hat für sowas null Verständnis." Ein 24-Jähriger.

"Mein Vater wollte nicht spielen, er fand das Zeitverschwendung. Meine Mutter findet das Schwachsinn und dummes "Knöpfedrücken"." Von Unbekannt.

"Meine Eltern haben keinen Plan vom Zocken. Meine Mutter kaufte mir als Kind einen alten Gameboy, immerhin, mein Vater ist aber dagegen. Er kritisiert bis heute noch, dass ich zocke. Selbst in meiner eigenen Wohnung muss ich mir die Kritik von meinem Vater anhören, dass es Zeitverschwendung ist. Ich muss ihn aber auch verteidigen, er konnte sich das Zocken nicht leisten. Mein Vater und meine Großeltern waren Landwirte in Marokko und in den Zeiten der Dürre ist Spielen wahrlich das letzte woran er denken konnte. Aber die Zeiten änderrn sich. Ich werd meinem Sohn das Zocken auf keinen Fall verbieten." Von Unbekannt.

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